Entwicklungsetappen der optischen Darstellungsmöglichkeiten des Sprechbewegungsablaufes der deutschen Sprache auf anatomisch- physiologischen Grundlagen

A. Vorbemerkung
B. Chronologische Reihenfolge der einzelnen Etappen
C. Demo-Versionen

A. Vorbemerkung
Die Leistungsfähigkeit unserer Sinnesorgane hängt vom Zusammenspiel ihrer Analysatoren ab.
Die führenden Analysatoren - der optische und der akustische - sind jedoch von Individuum zu Individuum unterschiedlich stark ausgeprägt. Größtenteils dominiert der optische Analysator; der akustische wird vernachlässigt, sodass er für die phonetischen Belange der Sprache, also für die Artikulation, nicht optimal arbeitet.
Wenn man beim Erlernen einer Fremdsprache davon ausgeht, dass unter anderem auch eine optimale Artikulation erreicht werden soll, so kann die stärkere Nutzung der optischen Möglichkeiten eine Hilfe darstellen, zumal mit zunehmendem Alter mehr und mehr das bewusste Lernen in den Vordergrund tritt.
Seit der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde immer wieder versucht, aufbauend auf der statischen und dynamischen Betrachtungsweise der Lautbildung, diese optische Seite so effektiv wie möglich zu gestalten. Die größte Unterstützung bot damals ausschließlich die Röntgentechnik.
Erst nach der Jahrtausendwende, gelang es durch die sich sehr schnell vollziehenden Entwicklung der Computertechnik und ihren digitalen Verarbeitungsmöglichkeiten, die erreichten Forschungsergebnisse so umzusetzen, dass sie in der Lehre / Ausbildung effektiv genutzt werden können.
Die Forschungsergebnisse beruhen auf einem phonetischen Vergleich unterschiedlicher Sprachen, der bestimmte Verallgemeinerungen für - von einem Individuum abstrahierte - Sagittalschnitte zulässt.
Die Ergebnisse sind unter dem Titel "Zur Modellierung des Sprechbewegungsablaufes - Versuch einer Modellvariante für den Computereinsatz", Diss. B (Habilitation) Berlin 1980, zusammengefasst.
Für interessierte Nutzer, deren Arbeitsgebiet die Korrelation zwischen optischem und akustischem Analysator beinhaltet, und diejenigen, die die von mir erprobten Ansatzpunkte nutzen möchten, sei die nachfolgende Auflistung empfohlen.
Die Beiträge beschreiben jeweils eine Entwicklungsetappe des "Laut-Atlas der deutschen Sprache mit Zielgruppenorientierten PowerPoint-Präsentationen":
Ausführlich dargestellt werden sowohl die ersten Anfänge wie auch die schrittweise Erarbeitung seiner umfangreichen Verwendungsmöglichkeiten. Den Ausgangspunkt bildeten die Umsetzungsprobleme der Klappfolienserie "Assimilationsvorgänge im Deutschen".
Als vorläufiges Endergebnis gilt die parallele Gegenüberstellung der Sprechbewegungsabläufe in der deutschen Muttersprache mit unterschiedlichen Fremdsprachen auf mehrfach geteiltem Bildschirm.
Damit konnte auch in Bezug auf die Visualisierung der Schritt von der Statik zur Dynamik vollzogen werden.
Zum derzeitigen / aktuellen Entwicklungsstand der Technik kann von einer optimalen Nutzung der Forschungsergebnisse für Ausbildung und Lehre auf phonetischem Gebiet gesprochen werden.

B. Chronologische Reihenfolge der einzelnen Etappen
Konstituierung der Projektgruppe "Phonetik und PowerPoint" innerhalb der Senioren- AG "Multimediale Anwendungen der Computertechnik" im Bereich Wissenschaftliche Weiterbildung und Forschung an der Uni Leipzig:
Zielstellung, technische Probleme, Kritik an bisherigen Materialien und Lösungsansätze.
Beitrag auf der BAG WiWA 2009 in Köln , die unter dem Thema "Alter forscht - Forschungsaktivitäten im Seniorenstudium" zu "Neue Medien in Lehre und Forschung" stattfand.

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"Laut-Atlas der deutschen Sprache (mit Zielgruppenorientierten PowerPoint-Präsentationen)":
Zusammenstellung von Problemen und deren Abhilfe, Kritik am "Atlas deutscher Sprachlaute" von H.-H. Wängler und Lösungs-Ansätze,
Entwicklung des "Laut-Atlas der deutschen Sprache" (U. Müller);
Merkmale der neuen Lautdarstellung; Literatur-Angaben zu Lindner ;
Aufbau des Laut-Atlas; methodisch-didaktische Hinweise zum Üben;
Fachliche Voraussetzungen für den Nutzer.
Beitrag auf der XIV. IDT, 08 /09 in Jena

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Projekterarbeitung in Abhängigkeit vom Entwicklungsstand der Computertechnik in Bezug auf Hard- und Software:
Darlegung der technischen Seite, Vor- und Nachteile, Probleme und Lösungen, wissenschaftliche Voraussetzungen als Grundlage für die Erarbeitung der Materialien zu Assimilationsvorgängen und dem Laut-Atlas der deutschen Sprache.
Beitrag zur Messe 50plus "Die 66", 2012 in Leipzig

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Anatomisch-physiologische Voraussetzungen für den Sprechbewegungsablauf - ein entbehrliches Teilgebiet der Phonetik?"
Schwerpunkte bei artikulatorischen Abweichungen zwischen Muttersprache und Fremdsprache, dargestellt an ausgewählten Beispielen für Deutsch / Russisch / Tschechisch - am dreifachgeteilten Bildschirm.
Beitrag auf der XV. IDT, 08 /13 in Bolzano

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"Empirische Fundierung der Ausspracheschulung auf anatomisch-physiologischen Grundlagen der Lautbildung":
Entwicklung der Lautdarstellung seit Beginn der 1950er Jahre bis zur Gegenwart;
zahlreiche Videoclips anhand älterer und neuerer Untersuchungstechniken.
Die Jahrzehnte lange Suche nach optischen Hilfen als Unterstützung des Gehörs bei der Artikulationsschulung - unabhängig ob für Fremd- oder Muttersprachler -
konnte dank der schnellen Entwicklung der Computertechnik aktuell zu einem optimalen Ergebnis mit dem "Laut-Atlas der deutschen Sprache" geführt werden.
Beitrag auf der XVI. IDT, 08 /17 in Fribourg.

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C. Demo-Versionen zu
           "Assimilationsvorgänge im Deutschen" (PDF-Datei)
              Demo-Version zu "Assimilationsvorgänge"

      

   

"Laut-Atlas der deutschen Sprache mit Zielgruppenorientierter
 PowerPoint-Präsentation"
 (PDF-Datei und 2 PPT-Dateien)
            Demo-Version zu "Laut-Atlas" und
 Info zum "Laut-Atlas"


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