Am 11. Dezember hieß es „Volle Fahrt voraus“

mit Filmen zu Straßenbahnfahrten im alten Leipzig. Herr Jähnert als „alter“ Eisenbahner hatte etliche Filmclips aus verschiedenen Zeiten gesammelt, die er uns ansehen ließ. Manch alte Darstellungen aus den 30er Jahren waren recht amüsant, zumal ein Mitglied unserer AG ihre Großeltern an einer Haltestelle erkannte.


alter Blick vom Hauptbahnhof zum Hotel Astoria

neuer Blick vom Hauptbahnhof zum Hotel Astoria

alter Blick vom Augustus-Platz über die Goethestraße zum Hauptbahnhof

neuer Blick vom Augustus-Platz über die Goethestraße zum Hauptbahnhof
Nach den Filmen zur Stadtgeschichte gab‘s auch was Weihnachtliches zu sehen und zu hören. Herr Bockenheimer hatte eine kleine Geschichte von „Stille Nacht“ zusammengestellt, die er aus Prisma, der Fernsehzeitschrift der LVZ, entnommen hatte.

Rein zufällig entstand das Lied, weil der Organist am Heiligabend 1818 die Unbespielbarkeit der Orgel festgestellt hatte. Er ersuchte den Hilfspfarrer Joseph Mohr, der gern dichtete, um Hilfe. Der schickte ihm, dem Franz Xaver Gruber, den bekannten Text, allerdings mit 6 Strophen. Gruber schrieb schnell die Melodie. Beide trugen das Lied erstmals mit der Gitarren- Begleitung von Gruber vor. Das Lied ging erst einmal „verloren“. Wahrscheinlich fanden es die Orgelbauer bei der Reparatur. Jedenfalls wurde es nach einiger Zeit in die Programme der musizierenden Familien aufgenommen. 1822 wurde es sogar vorm Kaiser und dem Zaren gesungen. 1839 gelangte das Lied nach New York und von dort nach Berlin.


Das war die Familie Rainer. Die Familie Strasser brachte es nach Berlin. Dort wurde ein Notenverlag darauf aufmerksam, bemühte sich um die Schöpfer des Liedes. Und so begann der Siegeszug um die ganze Welt. - Stille Nacht - wird in 300 Sprachen und Dialekten gesungen. Eigentlich „darf“ es nur am 24. Dezember gesungen werden.