Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. sc. jur. Helmut Bruno Anders

Lebensdaten

geb. 29.04.1928 in Deutsch-Ossig
gest. 23.04.1985 in Leipzig
Konfession: konfessionslos
PND: 105883034

Lebenslauf

Studium

  • 1952-1956 Studium der Geschichte an der Universität Leipzig

Qualifikation

  • 1961 Promotion zum Dr. jur. an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Der Kampf der Arbeiterklasse um die Koalitionsfreiheit in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts in Preußen.
  • 1972 Promotion B zum Dr. sc. jur. in Marxistisch-leninistischer Staatslehre an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Die Demokratisierung der Justiz beim Aufbau der antifaschistisch-demokratischen Ordnung auf dem Gebiet der DDR (1945-1949).

Akademische Karriere

  • 1965-1970 Dozent für Deutsche Staats- und Rechtsgeschichte an der Juristenfakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1970-1974 Dozent für Wissenschaftlichen Sozialismus am Franz-Mehring-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1974-1985 oProf für Wissenschaftlichen Kommunismus am Franz-Mehring-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der SED seit 1949

Publikationen (Auswahl)

  • Der Daseinssicherer des Monopolkapitals und Gehilfe des Führers. Prof. Dr. Ernst Forsthoff, in: Staat und Recht 12 (1963), H. 6, S. 981-995.
  • Der Grundriss der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung und der Kampf der westdeutschen Arbeiter gegen die Bonner Notstandsdiktatur, in: Arbeit und Arbeitsrecht 18 (1963), H. 2, S. 39-44.
  • (mit Ekkehard Lieberam) Vorwärtsstrategie und Notstandsplanung, in: Arzinger, Rudolf / Poeggel Walter (Red.), Probleme der friedlichen Koexistenz in Deutschland, Berlin 1965.
  • (Hrsg.) Wissenschaftlicher Kommunismus. Lehrbuch für das marxistisch-leninistische Grundlagenstudium, 3. überarbeitete Auflage, Berlin 1978.
  • Der Kampf der Arbeiterklasse um die Demokratisierung der Justiz, Neue Justiz 27 (1973), H. 3, S. 65-96.

Weitere Informationen

  • 1942-1944 Schriftsetzerlehre in Görlitz
  • 1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg (Kanonier im Artillerie-Regiment 54 in Bunzlau, dann Panzergrendadier im Grenadier-Ersatz- und Reservebataillon der Leibstandarte Adolf Hitler)
  • 1945-1949 sowjetische Kriegsgefangenschaft (Lager Charkow, Woroschilowgrad, Riga, Karostin)
  • 1948 Delegierung zur Antifa-Gebietsschule Woroschilowgrad (Ukraine), 1949 1949 Besuch der Antifa-Zentralschule 2040 Ogre bei Riga (Lettland), danach Hauptamtlicher Propagandist im Lager 7110
  • 1950 Schriftsetzerlehre in Görlitz, zugleich Instrukteur und Leiter der Kreisabendschule der DSF-Kreisleitung Görlitz
  • 1950-1952 Besuch der Arbeiter- und Bauernfakultät der Universität Leipzig
  • 1956-1961 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Staats- und Rechtstheorie der Juristenfakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1961-1965 wissenschaftlicher Oberassistent am Institut für Staatstheorie und Staatsrecht der Karl-Marx-Universität Leipzig, Abteilung Staats- und Rechtstheorie
  • Ehrungen: 1961 Medaille für ausgezeichnete Leistungen, 1966 Verdienstmedaille der NVA in Bronze, 1968 Verdienstmedaille der NVA in Silber, 1976 Ehrennadel der KMU, 1976 Orden Banner der Arbeit Stufe II
  • 1965-1969 Leiter der Abteilung Staats- und Rechtsgeschichte am Institut für Theorie des Staates und des Rechts
  • 1971-1985 Leiter des Fachbereichs Wissenschaftlicher Kommunismus/Geschichte der Arbeiterbewegung am Franz-Mehring-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1976-1980 stellvertretender Direktor für Forschung am Franz-Mehring-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig

Biographische, autobiographische Literatur

  • Mertens, Lothar, Lexikon der DDR-Historiker. Biographien und Bibliographien zu den Geschichtswissenschaftlern in der DDR, München 2006, S. 104.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

UAL, PA 2112.

Empfohlene Zitierweise:
Art:Helmut Bruno Anders
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Anders_1722
Datum: 19.11.2018


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