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Prof. Dr. phil. Ernst Boehm

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, N00471

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, N00471

geb. 29.08.1877 in Rom
gest. 26.04.1945 in Heyda
Konfession: evangelisch-reformiert

Lebenslauf

Studium

  • 1897-1902 Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie, Erziehungswissenschaften und Geographie an den Universitäten Leipzig und Berlin

Qualifikation

  • 1902 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Studien zum politischen Testament Richelieus. Der Streit um die Echtheit.

Akademische Karriere

  • 1928-1929 Oberstudiendirektor an der Universität Leipzig
  • 1929-1938 oHonProf für Pädagogik an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der Deutschkonservativen Partei seit 1906
  • Mitglied der Deutschkonservativen Partei 1908-1910
  • Mitglied der NLP 1910-1918
  • Mitglied der DVP 1919-1931
  • Mitglied der Freimaurerloge zu den drei Schwertern und Asträa zur grünen Raute in Dresden 1922-1932
  • Mitglied der DNVP 1931-1933

Publikationen (Auswahl)

  • Der Streit um die Lehrerbildung. Kritisches zum akademischen Studium der sächsischen Volksschullehrer, in: Die höhere Schule im Freistaat Sachsen, Bd. 8/9, Radebeul 1926.
  • Einheitsschule und höhere Schule. Vortrag gehalten in Dresden am 27. Sept. 1919 auf der Gründungsversammlung des Sächsischen Philologenvereins, Dresden 1920.

Weitere Informationen

  • 1902-1918 Lehrer
  • 1905-1919 Gymnasiallehrer und Professor an der staatlichen Fürstenschule St. Afra in Meißen
  • verheiratet seit 1906 mit Anna Doerstling
  • 1918 Referent im Kriegsernährungsamt Berlin, danach Referent im Sächsischen Wirtschaftsministerium, danach Pressechef der Sächsischen Staatsregierung
  • 1919-1923 Regierungsrat und Oberregierungsrat bei der Sächsischen Staatskanzlei
  • 1923-1928 Oberstudiendirektor des städtischen Wettiner Gymnasiums zu Dresden
  • seit 1928 Direktor des Praktisch-Pädagogischen Seminars der Universität Leipzig
  • 1938 auf eigenen Antrag (unter Bezugnahme des Deutschen Beamtengesetzes von 1937) v wegen ehemaliger Logenzugehörigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt
  • 1945 Selbstmord

Biographische, autobiographische Literatur

  • Richard Seyfert, Der Streit des Herrn Dr. Ernst Boehm gegen die akademische Lehrerbildung. Eine Abwehrschrift, Leipzig 1926.

Referenzen und Quellen

Kürschner 1931, Sp. 246; UAL, PA 328; Lambrecht, R., Politische Entlassungen in der NS-Zeit, Leipzig 2006, S.47-48.

Empfohlene Zitierweise:
Art:Ernst Boehm
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Boehm_196
Datum: 14.11.2018


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