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Prof. Dr. med. Werner Catel

Lebensdaten

Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften an der Universität Leipzig

Bildquelle: Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften an der Universität Leipzig

geb. 27.06.1894 in Mannheim
gest. 30.04.1981 in Kiel
Konfession: evangelisch-lutherisch
PND: 116476826

Lebenslauf

Studium

  • 1913-1920 Studium der Medizin und Philosophie an den Universitäten Halle und Freiburg

Qualifikation

  • 1920 Promotion zum Dr. med. an der Universität Halle-Wittenberg
    Titel der Arbeit: Ein Fall von einseitiger Stauungspapille infolge von Orbitaltumor, der durch die Krönlein'sche Operation geheilt wurde.
  • 1926 Habilitation an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Über den Einfluss verschiedener Ernährungsweise auf Motilität und Reizbarkeit des Dünndarms von Ratten.

Akademische Karriere

  • 1926-1931 PD für Kinderheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1931-1932 nichtplanmäßiger außerordentlicher Professor für Kinderheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1932-1933 nichtplanmäßiger außerordentlicher Professor für Kinderheilkunde an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin
  • 1933-1945 ordentlicher Professor für Kinderheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1951-1960 ordentlicher Professor für Kinderheilkunde an der Christian-Albrechts-Universität Kiel

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied im NS-Ärztebund seit 1933
  • Mitglied im NSDB seit 1936
  • Mitglied der NSDAP seit 1937
  • Mitglied im NS-Altherrenbund seit 1942
  • Mitglied im Opferring 1933-1939

Publikationen (Auswahl)

  • Normale und pathologische Physiologie der Bewegungsvorgänge im gesunden Verdauungskanal, Leipzig 1926-37.
  • Die Pflege des gesunden und des kranken Kindes, Leipzig 1939.
  • Differentialdiagnose von Krankheitssymptomen bei Kindern und Jugendlichen, 3 Bde., Stuttgart 1960.
  • Grenzsituationen des Lebens. Beitrag zum Problem der begrenzten Euthanasie, Nürnberg 1962.

Weitere Informationen

  • 1947 Chefarzt der Landeskinderheilstätte Mammolshöhe/Taunus
  • 1960 auf öffentlichen Druck hin vorzeitig emeritiert
  • maßgeblich an der Kindereuthanasie im Dritten Reich beteiligt

Biographische, autobiographische Literatur

  • Petersen, Hans-Christian / Zankel, Sönke, Werner Catel. Ein Protagonist der NS-"Kindereuthanasie" und seine Nachkriegskarriere, in: Medizinhistorisches Journal 38 (2003), S. 139 - 173.
  • Schlabrendorff, Fabian von, Begegnungen in fünf Jahrzehnten. Ludwig Beck, Herbert von Bismarck-Lasbeck, Dietrich Bonhoeffer, Werner Catel, Heinrich Claß, William Donovan, Gero von Gaevernitz, Carl Goerdeler ..., Tübingen 1979.
  • Aufzeichnungen, Leipzig 1941

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBE, Bd. 2, 1995, S. 297; Kürschner 1935, Sp. 191 f.; DBA II, Fiche 219, 371-373; UAL, PA 32; UAL, PA-SG 779.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Werner Catel
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Catel_26
Datum: 30.05.2017


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