Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. phil. habil. et Dr. phil. h. c. Walter Hans Dietze

Lebensdaten

geb. 22.05.1926 in Leipzig
gest. 11.09.1987
PND: 11852562X

Lebenslauf

Studium

  • 1950-1954 Studium der Germanistik, Slawistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Leipzig

Qualifikation

  • 1956 Promotion zum Dr. phil. in Germanistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Junges Deutschland und deutsche Klassik: Zur Ästhetik und Literaturtheorie des Vormärz.
  • 1961 Habilitation für Deutsche Literaturgeschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Quirinus Kuhlmann: Ketzer und Poet, Versuch einer monographischen Darstellung von Leben und Werk.

Akademische Karriere

  • 1961-1963 Dozent für Neuere und Neueste Literaturgeschichte an der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1963-1967 Professor mit Lehrauftrag für Neuere und Neueste Literaturgeschichte an der Philosphischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1967-1969 Professor mit vollem Lehrauftrag für Neuere und Neueste Literaturgeschichte an der Philologischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1975 ordentlicher Professor für Deutsche Literatur an der Sektion Germanistik und Literaturwissenschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1975-1984 Honorarprofessor für Deutsche Literaturgeschichte an der Sektion Germanistik und Literaturwissenschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig

Ämter

  • 1968-1969 Prodekan der Philologischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Ordentliches Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1975-1987

Publikationen (Auswahl)

  • Raum, Zeit und Klasseninhalt der Renaissance, Berlin 1974.
  • Hier und da: Unterwegs in zwei Welten, Halle/Saale 1977.
  • Kleine Welt, Große Welt, Berlin 1982.
  • Poesie der Humanität, Berlin 1985.
  • Johann Gottfried Herder, 2. Aufl., Berlin 1983.

Weitere Informationen

  • 1932-1936 Besuch der Volksschule in Leipzig
  • 1936-1943 Wilhelm-Wundt-Schule Leipzig
  • 1943-1944 Verpflichtung als Luftwaffenhelfer zum Flak-Hilfsdienst mit außerdienstlicher Vorbereitung zur Prüfung für das Notabitur
  • 1944-1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg
  • 1945-1949 sowjetische Kriegsgefangenschaft in Moskau und Umgebung (zuletzt als Dolmetscher)
  • 1954-1959 wissenschaftliche Aspirantur am Germanistischen Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1959-1961 Wahrnehmungsdozent für Deutsche Literaturgeschichte und Lehrbeauftragter an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • Auszeichnungen: 1959 Ehrennadel der Karl-Marx-Universität Leipzig; 1963 Medaille für ausgezeichnete Leistungen; 1964 Pestalozzi-Medaille in Bronze; 1966 J.-R.-Becher-Medaille in Silber; 1969 Ehrennadel der DSF in Silber; 1972 Kunstpreis der Stadt Leipzig; 1973 Nationalpreis der DDR für Wissenschaft und Technik III. Klasse; 1974 Pestalozzi-Medaille in Silber; 1980 Kunstpreis der Stadt Weimar
  • 1961 Venia Legendi für Neuere und Neueste Deutsche Literaturgeschichte
  • 1963-1964 Leiter der Abteilung für Neue Deutsche Literatur
  • seit 1963 Herausgeber zusammen mit Werner Kraus der Reihe "Neue Beiträge zur Literaturwissenschaft"
  • 1964-1969 Leiter der Abteilung für Geschichte der Neueren Deutschen Literatur
  • 1966-1969 Leiter der Fachrichtung Germanistik
  • 1971 Verleihung des Titels Dr. sc. phil. durch den Wissenschaftlichen Rat der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1971-1975 Dekan der Fakultät für Sprach-, Kunst- und Erziehungswissenschaften
  • 1971-1975 Mitglied im Wissenschaftlichen Rat der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1975 Abberufung von den Pflichten als oProf für Deutsche Literatur und Umwandlung in eine Honorarprofessur für Deutsche Literaturgeschichte
  • 1975 Berufung zum Genraldirektor der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar
  • 1982 Invalidisierung und vorzeitiger Ruhestand
  • 1984 Abberufung von den Pflichten als Honorarprofessor für Geschichte der Deutschen Literatur
  • 1984 Ehrenpromotion zum Dr. phil. h. c. durch den Wissenschaftlichen Rat der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • Redakteur der russischen Zeitschrift "Geschichte der deutschen Literatur" am Maxim-Gorki-Institut Moskau

Biographische, autobiographische Literatur

  • Buch, Günther, Namen und Daten wichtiger Personen der DDR, 3. Aufl., Berlin 1982, S. 48.
  • Naumann, Manfred, In memoriam Walter Dietze, in: Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin 1989, Nr. 2/G, Berlin 1989, S. 5.
  • Stroynowski, Juliusz (Hrsg.), Who´s who in the socialist countries of Europe, Vol. 1, München 1989, S. 237.
  • Werner, Hans-Georg, Walter Dietze 22.5.1926-11.9.1987, in: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig Jahrbuch 1987-1988, Berlin 1990, S. 195-196.
  • Brüning, Eberhard, In memoriam Walter Dietze, in: Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin 1989, Nr. 2/G, Berlin 1989, S. 6-8.
  • Cerný, Jochen/Berthold, Lothar, Wer war wer - DDR, Berlin 1992, S. 83-84.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

UAL PA 2918; Kurzbiographie in der Dissertation; DBA III, Fiche 177, S. 231-235.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Walter Hans Dietze
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Dietze_2812
Datum: 12.12.2018


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