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Prof. Dr. phil. Hans Adolf Eduard Driesch

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, UAL FS N 06213

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, UAL FS N 06213

geb. 28.10.1867 in Bad Kreuznach
gest. 16.04.1941 in Leipzig
Konfession: evangelisch
PND: 118527479

Lebenslauf

Studium

  • 1886-1889 Studium der Zoologie an den Universitäten Jena, Freiburg und München

Qualifikation

  • 1909 Habilitation für Naturphilosophie an der Universität Heidelberg
    Titel der Arbeit: ohne Habilitationsschrift
  • 1899 Promotion zum Dr. phil. in Zoologie an der Universität Jena
    Titel der Arbeit: Tektonische Studien an Hydroidpolypen.

Akademische Karriere

  • 1907-1909 Gifford-Lecturer an der University of Aberdeen
  • 1909-1911 PD für Naturphilosophie an der Universität Heidelberg
  • 1911-1916 außerordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Heidelberg
  • 1916-1920 oHonProf für Systematische Philosophie an der Universität Heidelberg
  • 1920-1921 ordentlicher Professor für Philosophie an der Universität Köln
  • 1921-1933 ordentlicher Professor für Philosophie an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig

Ämter

  • 1930-1931 Dekan der Philologisch-Historischen Abteilung, zugl. Ges.Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Außerordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften 1917-1920
  • Auswärtiges Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften 1920-1947

Publikationen (Auswahl)

  • Die Biologie als selbständige Grundwissenschaft. Eine kritische Studie, Leipzig 1893.
  • Der Vitalismus als Geschichte und als Lehre (= Natur- und kulturphilosophische Bibliothek, Bd. 3), Leipzig 1905.
  • Philosophie des Organischen (= Philosophie des Organischen. Gifford-Vorlesungen, gehalten an der Universität Aberdeen in den Jahren 1907-1908, Tl.1), Leipzig 1909.
  • Ordnungslehre. Ein System des nicht-metaphysischen Teiles der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung der Lehre vom Werden, Jena 1912.
  • Wirklichkeitslehre. Ein metaphysischer Versuch, Leipzig 1917.

Weitere Informationen

  • 1933 Emeritierung auf eigenen Wunsch, praktisch jedoch aufgrund massiven politischen Drucks
  • Zunächst Zoologe und Schüler Haeckels (erste experimentelle künstliche Hervorbringung von eineiigen Zwillingen), wandte sich Driesch - in zunehmendem Gegensatz zum vorherrschenden mechanistischen Erklärungsmodell der Entfaltung des Lebens - der Philosophie zu
  • beschäftigte sich auch mit Parapsychologie und Metaphysik
  • engagierter Pazifist
  • entwickelte das Prinzip der Entelechie und wurde zu einem der führenden Vertreter des Neovitalismus

Biographische, autobiographische Literatur

  • Lebenserinnerungen. Aufzeichnungen eines Forschers und Denkers in entscheidender Zeit, München-Basel 1951.
  • Freyhofer, Horst H., The vitalism of Hans Driesch. The success and the decline of a scientific theory, Frankfurt am Main 1982.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

NDB, Bd. 4, S. 125 f.; Bedeutende Gelehrte in Leipzig, Bd. 1, S. 183-189; Kürschner 1935, Sp. 252; DBA II, Fiche 292, 101-115; UAL, PA 416; Lambrecht, R., Politische Entlassungen in der NS-Zeit, Leipzig 2006, S.57-58.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Hans Adolf Eduard Driesch
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Driesch_30
Datum: 19.09.2017


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