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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. med. Heinrich Julius Josef Eufinger

Lebensdaten

geb. 29.01.1894 in Wiesbaden
gest. 11.03.1988 in Wilhelmshaven
Konfession: katholisch
PND: 105500771

Lebenslauf

Studium

  • 1912-1914 Studium: Medizin in Würzburg
  • 1919-1920 Studium: Medizin in Frankfurt/Main

Qualifikation

  • 1927 Habilitation für Geburtshilfe und Gynäkologie an der der Universität Frankfurt/Main
  • 1920 Promotion zum Dr. med. an der Universität Frankfurt/Main
    Titel der Arbeit: Umschriebene Fettknoten der Leber

Akademische Karriere

  • 1929-1934 PD für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität Frankfurt/Main
  • 1934-1937 nichtplanmäßiger außerordentlicher Professor für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität Frankfurt am Main
  • 1937-1942 nichtplanmäßiger außerordentlicher Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der NSDAP seit 1933
  • Mitglied im NS-Ärztebund seit 1933
  • Mitglied im NSLB seit 1933
  • Unterscharführer der SS seit 1935
  • Mitglied der SA 1933-1935

Publikationen (Auswahl)

  • Die Kolloidstruktur des Plasmas während der Gestation, Berlin 1928.
  • Probleme und Aufgaben der Krebsforschung, Wilhelmshaven 1958.

Weitere Informationen

  • 1914-1918 Frontkämpfer im Ersten Weltkrieg
  • 1920-1935 Assistent und Oberarzt an der Universitäts-Frauenklinik Frankfurt/Main, nach 1933 Amtsarzt d. R.
  • 1937-1945 Direktor der Frauenklinik Dresden-Friedrichsstadt
  • seit 1939 keine Lehrtätigkeit mehr in Leipzig (aufgrund der Tätigkeit in der Dresdener Frauenklinik)
  • 1945-1948 Internierung durch die sowjetische Besatzungsmacht im Lager Mühlberg
  • 1948-1956 Chefarzt der Gynäkologischen Abteilung der Klinik Burgstädt bei Chemnitz
  • 1956 Übersiedlung nach Wilhelmshaven (Bundesrepublik)
  • 1957-1965 Chefarzt der Frauenklinik Sanderbusch bei Oldenburg
  • Schwiegervater des bekannten Malers Gerhard Richter
  • maßgeblich in die NS-Euthanasiemaßnahmen verstrickt; verantwortlich für die in der Frauenklinik Dresden-Friedrichstadt durchgeführten Zwangssterilisationen

Biographische, autobiographische Literatur

  • Schreiber, Jürgen, Ein Maler aus Deutschland. Gerhard Richter. Das Drama einer Familie, München-Zürich 2005.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

Kürschner 1940/41, Sp. 388 f.; DBA II, Fiche 343, 137-139; UAL, PA 1319.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Heinrich Julius Josef Eufinger
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Eufinger_451
Datum: 16.11.2018


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