Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. phil. Ernst Hugo Fischer

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, N00660

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, N00660

geb. 17.10.1897 in Halle/Saale
gest. 11.05.1975 in Ohlstadt
Konfession: evangelisch-lutherisch
PND: 116556633

Lebenslauf

Studium

  • 1918-1921 Studium der Philosophie, Geschichte, Psychologie und Indologie an der Universität Leipzig

Qualifikation

  • 1921 Promotion zum Dr. phil. in Philosophie an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Das Prinzip der Gegensätzlichkeit bei Jakob Böhme
  • 1925 Habilitation für Philosophie an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Hegels Methode und ihre ideengeschichtliche Notwendigkeit.

Akademische Karriere

  • 1926-1934 PD für Philosophie an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1938-1939 nichtplanmäßiger außerordentlicher Professor für Philosophie an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1956-1962 nichtplanmäßiger außerordentlicher Professor für Philosophie der Zivilisation an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Publikationen (Auswahl)

  • (Hrsg.) Blätter für deutsche Philosphie.
  • Nietzsche Apostata oder die Philosophie des Ärgernisses, Erfurt 1931.
  • Karl Marx und sein Verhältnis zu Staat und Wirtschaft, Jena 1932.
  • Die Aktualität Plotins. Über die Konvergenz von Wissenschaft und Metaphysik, München 1956.
  • Theorie der Kultur. Das kulturelle Kraftfeld, Stuttgart 1965.

Weitere Informationen

  • 1917 aufgrund von Verschüttungsfolgen aus dem Militärdienst als dauerhaft untauglich ausgeschieden
  • 1921 Reise nach Indien, 1923 Reise nach Spanien
  • 1926-1934 Herausgeber der "Blätter für deutsche Philosophie"
  • gehörte zum national-revolutionären Kreis um Ernst Jünger; nach 1933 aktiv am Widerstand beteiligt
  • zwischen 1936 und 1938 längere Urlaube aufgrund seiner Kriegsverletzung
  • 1938 Emigration nach Norwegen, dort Direktor des Instituts für Gesellschaftsforschung und Arbeitslehrer in Oslo
  • 1939/40 Emigration nach Großbritannien, dort als Privatgelehrter Arbeit an einer Sozialgeschichte des Englischen Theaters, unternahm von hier aus mehrer Reisen nach Indien
  • 1949 Gastprofessor für Westliche Philosophie an der Universität Benares (Indien)
  • 1956 Rückkehr nach Deutschland (Bundesrepublik)
  • meldete sich trotz drohendem Entzug seiner Professur in Leipzig mehrmals krank und später gar nicht mehr, gab an, aufgrund von Drohungen des Dozentenbundführers vor den Nationalsozialisten geflohen zu sein
  • unmittelbar vor dem Studium Hauslehrer in Posen

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA II, Fiche 370, 312; UAL, PA 455.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Ernst Hugo Fischer
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Fischer_452
Datum: 18.12.2018


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