Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. paed. habil. Günther Karl Adolf Regel

Lebensdaten

geb. 28.03.1926 in Maltsch/Schlesien

Konfession: konfessionslos
PND: 10466018X

Lebenslauf

Studium

  • 1948-1952 Studium der Kunsterziehung, Pädagogik und Psychologie an den Universitäten Leipzig, Halle und Greifswald

Qualifikation

  • 1956 Promotion zum Dr. phil. in Kunsterziehung an der Universität Greifswald
    Titel der Arbeit: Untersuchungen zum Problem der realistischen Farbgestaltung im Kunstunterricht.
  • 1960 Habilitation für Kunsterziehung an der Universität Greifswald
    Titel der Arbeit: Untersuchung zu den Grundfragen des farbigen Gestaltens im Kunstunterricht der allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule.

Akademische Karriere

  • 1960-1963 Dozent für Methodik der Kunsterziehung an der Universität Greifswald
  • 1963-1966 Professor mit Lehrauftrag für Methodik der Kunsterziehung an der Universität Greifswald
  • 1966-1970 Professor mit vollem Lehrauftrag für Methodik der Kunsterziehung an der Universität Greifswald
  • 1970-1975 Professor mit vollem Lehrauftrag für Theorie und Methodik der Kunsterziehung an der Sektion Kulturwissenschaften und Germanistik der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1975-1991 ordentlicher Professor für Theorie und Geschichte der bildenden Kunst an der Sektion Kultur- und Kunstwissenschaften der Karl-Marx-Universität Leipzig

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Erster Vorsitzender im Bund Deutscher Kunsterzieher der DDR 1990

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der SED 1946-1968
  • Vorsitzender im Wissenschaftlichen Beirat für Kunsterziehung beim Staatssekretariat für das Hoch- und Fachhochschulwesen der DDR 1959-1968
  • Leiter der zentralen Fachkommission Kunsterziehung beim Ministerium für Volksbildung der DDR 1962-1968
  • Mitglied im Friedensrat der DDR 1962-1968

Publikationen (Auswahl)

  • Moderne Kunst. Zugänge zu ihrem Verständnis (für den Kunstunterricht ab Klasse 11), Leipzig 2001.
  • Farbgestaltung als bildnerisches Grundproblem, Berlin 1982.
  • Medium bildende Kunst. Bildnerischer Prozess und Sprache der Formen und Farben, Berlin 1986.
  • (Hrsg.), Kunst-Lehre. Aufsätze, Vorträge, Rezensionen und Beiträge zur bildnerischen Formlehre, Leipzig 1995.
  • Das Künstlerische vermitteln ...: Aufsätze, Vorträge, Statements und Gespräche zur Kunst, Kunstlehre und Kunstpädagogik, München 2008.

Weitere Informationen

  • 1932-1937 Besuch der Volksschule in Kunitz und 1937-1943 der Mittelschule in Liegnitz
  • 1943-1944 Jungvolkführer in Kunitz, danach Dienstverpflichtung im HJ-Bann in Neusalz
  • 1944 Einberufung zur Kriegsmarine als Kadett-Ingenieur, Einsatzgebiet: Dänemark und Norwegen
  • 1944-1945 Kadett-Ingenieur auf dem Zerstörer Z38
  • 1945 englische Kriegsgefangenschaft im Lager Eutin und Damlos
  • 1945-1946 Hilfsarbeiter in Pinneberg und in Obersteina
  • 1945-1948 Neulehrer in Kiebitz, 1947 Neulehrerausbildungskurs in Lauba mit Empfehlung für das Padagogikstudium, 1948 3-monatige Neulehrerfortbildung mit 1. Lehrerprüfung
  • 1952-1954 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Kunsterziehung an der Universität Greifswald
  • 1954-1955 planmäßige Aspirantur am Institut für Kunsterziehung der Universität Greifswald
  • 1956-1958 wissenschaftlicher Oberassistent und außerplanmäßige Habilaspirantur am Institut für Kunsterziehung der Universität Greifswald
  • 1958-1960 Dozent (W) für Kunsterziehung am Institut für Kunsterziehung der Universität Greifswald
  • 1959-1960 kommissarischer Leiter am Institut für Kunsterziehung der Universität Greifswald
  • Auszeichnungen: 1959 Medaille für ausgezeichnete Leistungen, 1959 Pestalozzi-Medaille in Bronze, 1962 Ehrennadel des Deutschen Friedensrates, 1964 Dr. Theodor Neubauer-Medaille, 1967 Pestalozzi-Medaille in Silber, 2006 Ehrenpreis des Instituts für Kunstpädagogik der Universität Leipzig
  • 1960 Verleihung der Venia legendi für das Fachgebiet Theorie und Methodik der Kunsterziehung
  • 1960-1965 Direktor des Instituts für Kunsterziehung der Universität Greifswald
  • 1963-1965 kommissarischer Leiter der Institute für Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Greifswald
  • 1963-1967 Prodekan für Ausbildung und Erziehung an der Philosophischen Fakultät der Universität Greifswald
  • 1964-1968 Vorsitzender im ständigen Präsidium der internationalen Kinderzeichnungsausstellungen anlässlich der Ostseewochen
  • 1965-1968 Direktor am Institut für Kunstwissenschaft der Universität Greifswald
  • 1966-1968 Leiter der Kleinen Galerie des Kunstmuseums an der Universität Greifswald und Herausgeber der zugehörigen Schriftenreihe
  • 1968 Ausschluß aus der SED wegen parteischädigenden Verhaltens
  • 1969 Disziplinarverfahren an der Universität Greifswald, danach 2-jähriges Lehrverbot
  • 1970 Strafversetzung an die Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1973-1974 Leiter am Lehrerkollektiv Kunsterziehung/Kunstgeschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1974 Löschung der Disziplinarstrafe beim Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen der DDR
  • 1977 Maßregelung durch die Leitung der Karl-Marx-Universität Leipzig, u. a. Verbot einer wissenschaftlichen Tagung mit internationaler Beteiligung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Instituts für Kunsterziehung der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1991-1993 Mitglied im Herausgeberkollegium der Zeitschrift "Kunst und Unterricht"

Biographische, autobiographische Literatur

  • Artikel "Regel, Günther" in: Wer ist Wer? Das deutsche Who´s Who, Lübeck 2011, S. 919.
  • Schröter, Katja, Kunstpädagogik, in: Hehl, Ulrich von/John, Uwe/Rudersdorf, Manfred (Hrsg.), Geschichte der Universität Leipzig 1409-2009, Bd. 4/1, Fakultäten, Institute, Zentrale Einrichtungen, Leipzig 2009, S. 235-252.
  • Weber, Katja, Kunstpädagoge Günther Regel feierte 80. Geburtstag. Schon früh im Konflikt mit staatlichen Doktrin, in: Journal der Universität Leipzig 2 (2006), S. 36.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

UAL, PA-A 50654; BArch, DR-3/1669; Eigene ergänzende Angaben; Kurzbiographie in Dissertation; Kürschner 1992, Bd. 2, S. 2904.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Günther Karl Adolf Regel
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/GntherKarlAdolfRegel
Datum: 14.12.2018


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