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Prof. Dr. phil. Ludwig Martin Greiner

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, N00894

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, N00894

geb. 23.11.1904 in Leipzig
gest. 07.11.1959 in Kassel
Konfession: evangelisch-lutherisch

Lebenslauf

Studium

  • 1925-1929 Studium der Philosophie, Geschichte und Neueren Deutschen Literaturgeschichte an der Universität Leipzig

Qualifikation

  • 1948 Habilitation für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Das Naturgefühl in der Lyrik des 19. Jahrhunderts. 1. Teil
  • 1929 Promotion zum Dr. phil. in Literaturgeschichte an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Das frühromantische Naturgefühl in der Lyrik von Tieck und Novalis

Akademische Karriere

  • seit 1958 oProf für Deutsche Literaturgeschichte an der Universität Gießen
  • 1948 PD für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1948-1952 Professor mit vollem Lehrauftrag für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der NSV
  • Mitglied der OdF
  • Mitglied der RSK
  • Mitglied der VVN
  • Mitglied der CDU seit 1945
  • Mitglied im Kulturbund seit 1946
  • Mitglied der DSF seit 1947

Publikationen (Auswahl)

  • Die Entstehung der modernen Unterhaltungsliteratur. Studien zum Trivialroman des 18. Jahrhunderts, Reinbek 1964.
  • (Hrsg. u. übers.) Suso, Heinrich: Das Büchlein von der Ewigen Weisheit, Leipzig 1935.
  • Zwischen Biedermeier und Bourgeoisie. Ein Kapitel deutscher Literaturgeschichte, Göttingen 1953.

Weitere Informationen

  • 1929 Stipendiat der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaften
  • 1933 Aufgabe der akademischen Karriere und Volontär Koehler & Volckmar Leipzig
  • 1933 Scheitern der Habilitation bei Prof. Walther an der Universität München aufgrund der Verlobung mit der halbjüdischen Tochter des Komponisten und Senators Prof. Robert Kahn
  • seit 1934 Tätigkeiten im L. Staackmann Verlag Leipzig
  • seit 1934 verheiratet mit Joana, geb. Kahn
  • 1937 Verfahren wegen Ausschlusses aus der RSK
  • 1944-1945 Haft im Zwangsarbeitslager Osterode/Harz
  • seit 1945 Verlagsleiter im L. Staackmann Verlag Leipzig
  • 1946-1948 Assistent am Germanistischen Institut der Universität Leipzig
  • 1949 Angebot zur Übernahme eines Ordinariats an der Universität Jena
  • 1950 Gastvorlesungen an der Universität Jena
  • 1952 Emigration in die Bundesrepublik
  • Zurückstellung vom Militärdienst im Zweiten Weltkrieg, da als „jüdisch versippt“ eingestuft

Biographische, autobiographische Literatur

  • Wiemers, Gerald, Martin Greiner: zum 100. Geburtstag am 23. November 2004, in: , in: Rektor der Universität Leipzig (Hrsg.), Jubiläen 2004. Personen-Ereignisse, Leipzig 2004, S. 69-73.
  • Lux, Anna, Die Leipziger Germanistik von der Novemberrevolution bis zur frühen DDR im Vergleich mit den Germanistischen Instituten in Berlin und Jena, Diss. masch., Leipzig 2011.
  • Richter, Ina, Die Entwicklung des Germanistischen Instituts in Leipzig unter dem Einfluss der Ersten und Zweiten Hochschulreform. Eine exemplarische Untersuchung von Studienplänen und Lehrinhalten, Magisterarbeit masch., Leipzig 2008.

Referenzen und Quellen

DBA II, Fiche 476, 63 f.; UAL, PA 516.

Empfohlene Zitierweise:
Art:Ludwig Martin Greiner
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Greiner_501
Datum: 19.09.2017


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