Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Prof. Dr. sc. phil. Rudolf Friedrich Paul Große

Lebensdaten

geb. 28.07.1924 in Heldrungen

Konfession: evangelisch-lutherisch
PND: 119268388

Lebenslauf

Studium

  • 1947-1952 Studium der Germanistik und des Lateinischen an den Universitäten Halle und Leipzig

Qualifikation

  • 1954 Promotion zum Dr. phil. in Deutscher Sprachgeschichte an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Die meißnische Sprachlandschaft. Dialektgeographische Untersuchungen zur obersächsischen Sprachgeschichte.
  • 1962 Habilitation für Deutsche Philologie an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Die mitteldeutsch-niederdeutschen Handschriften desSchwabenspiegels in seiner Kurzform. Sprachgeschichtliche Untersuchungen.

Akademische Karriere

  • 1959-1963 Dozent für Germanistik an der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1963-1969 Professor mit Lehrauftrag für Germanistik an der Philosophischen bzw. Philologischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1976 oProf für Geschichte der deutschen Sprache und Sprachsoziologie an der Sektion Kulturwissenschaften und Germanistik der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1976-1989 oProf für Geschichte der deutschen Sprache und Sprachsoziologie an der Sektion Kulturwissenschaften und Germanistik der Karl-Marx-Universität Leipzig

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Ordentliches Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig seit 1965
  • Sekretar der Philologisch-Historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1971-1980
  • Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin 1972-1976
  • Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin 1976-1992
  • Sekretar der Philologisch-Historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1991-1994

Publikationen (Auswahl)

  • Residua. Ungedruckt gebliebene Vorträge zur Grammatik, Sprachgeschichte und Soziolinguistik des Deutschen (1967-1986), Leipzig 2004.
  • (Mithrsg.) Beiträge zur Soziolinguistik, Halle 1974.
  • (Hrsg.) Martin Luthers Sprichwortsammlung, Leipzig 1983.
  • (Mithrsg.) Textarten im Sprachwandel. Nach der Erfindung des Buchdrucks, Heidelberg 1996.
  • Wittenberg. Sprache und Kultur in der Reformationszeit, Frankfurt am Main u. a. 2008.

Weitere Informationen

  • 1931-1935 Besuch der Volksschule Heldrungen, 1935-1940 des Realgymnasiums Bad Frankenhausen und 1940-1924 der Oberrealschule der Franckeschen Stiftungen in Halle/Saale
  • 1942-1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg, 1945-1946 englische Kriegsgefangenschaft
  • 1946-1947 Hilfsarbeiter in Gräfenthal
  • 1952-1957 wissenschaftlicher Assistent an der Altdeutschen Abteilung des Germanistischen Instituts der Universität Leipzig
  • 1957-1959 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Deutsche und Germanische Philologie der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1959-1961 Mitglied des wissenschaftlichen Beirates für Sprachwissenschaft beim Staatssekretariat für Hoch- und Fachschulwesen
  • 1959-1989 Mitglied des Zentralen Fachrichtungsrates für Lehrerbildung der KMU Leipzig
  • 1962-1965 Mitglied der Kommission für Deutsch beim Ministerium für Volksbildung
  • 1963-1969 Mitglied des Beirates für Sprach- und Literaturwissenschaften beim Staatssekretariat für Hoch- und Fachschulwesen
  • 1965-1969 Mitglied der Kommission des Faches Deutsch beim Ministerium für Volksbildung
  • 1965-1969 stellvertretender Direktor des Instituts für Deutsche und Germanische Philologie der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1968-1971 Vorsitzender der Sektion Deutsch als Fremdsprache des wissenschaftlichen Beirates für Kultur- und Sprachwissenschaften beim Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen
  • 1969-1989 Co-Vorsitzender der bilateralen Germanistenkommission DDR – VR Polen
  • 1972 Verleihung des Titels Dr. sc. phil. durch den Wissenschaftlichen Rat der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1972-1989 Leiter des Fachbereichs Germanistische Linguistik an der Sektion Germanistik und Literaturwissenschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1979-1982 Mitglied des Nationalkomitees für Sprachwissenschaft der DDR bei der Akademie der Wissenschaften der DDR
  • 1979-1989 stellvertretender Direktor für Forschung der Sektion Germanistik und Literaturwissenschaft
  • Auszeichnungen: 1980 Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis
  • 1992 Wahrnehmung eines Professorenamtes neuen Rechts zur Mitarbeit in einer außerordentlichen Berufungskommission zur Besetzung von im Stellenplan vorgesehenen Professorenstellen an der Universität Leipzig

Biographische, autobiographische Literatur

  • Seelbach, Sabine u.a. (Hrsg.), Soziokulturelle Kontexte der Sprach- und Literaturentwicklung. Festschrift für Rudolf Große zum 65. Geburtstag, Stuttgart 1989.
  • Lerchner, Gotthart (Hrsg.), Chronologische, areale und situative Varietäten des Deutschen in der Sprachhistoriographie. Festschrift für Rudolf Grosse, Frankfurt am Main u. a. 1995.
  • Hartkopf, Werner, Die Berliner AdW. Ihre Mitglieder und Preisträger 1700-1990, Berlin, 1992, S. 125.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA III, Fiche 323, 121-122; Kürschner 2005, Bd. I, S. 1092; UAL, Professorendatenbank; UAL, PA 2932; eigene Angaben.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Rudolf Friedrich Paul Große
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Grosse_1728
Datum: 16.12.2018


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