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Prof. Dr. theol. Christian Gottlob Leberecht Großmann

Lebensdaten

Festschrift 500 Jahre Universität Leipzig 1909, Band 1

Bildquelle: Festschrift 500 Jahre Universität Leipzig 1909, Band 1

geb. 09.11.1783 in Prießnitz bei Naumburg/Saale
gest. 29.06.1857 in Leipzig
Konfession: evangelisch-lutherisch
PND: 116871881

Lebenslauf

Studium

  • 1802-1805 Studium: Theologie in Jena

Qualifikation

  • 1805 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Jena
    Titel der Arbeit: Dissertatio Historico-Critica Scriptoris Incerti De Canone Librorum Sacrorum Fragmentum A Muratorio Repertum Exhibens.

Akademische Karriere

  • 1726-1737 aoProf für Anatomie und Chirurgie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig

Ämter

  • 1834-1835 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1838-1839 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1842 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1847 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1850-1851 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1856-1857 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Gründer und erster Präsident des Gustav-Adolf-Vereins
  • Mitglied der Ersten Kammer des Sächsischen Landtages seit 1831

Publikationen (Auswahl)

  • Ausführlicher Bericht der Einäscherung von Prießnitz : am 16. October 1806, Jena 1810.
  • Über eine Reformation der protestantischen Kirchenverfassung im Königreich Sachsen, Leipzig1833.
  • De Philonis Judaei operum continua serie et ordine chronologico commentatio, 2 Bde., Leipzig 1841-1842.
  • Quaestionum Philonearum, 2 Bde., Leipzig 1829.

Weitere Informationen

  • nach Abschluss des Studiums zunächst 1808-1811 Pfarrsubstitut bei seinem Vater in Prießnitz, danach 1811-1822 Pfarrer in Gröbitz bei Weißenfels, 1822-1823 Diakon und Lehrer in Schulpforta
  • 1823-1828 Generalsuperintendent in Altenburg, seit 1829 Pastor und Superintendent an der Thomaskirche in Leipzig
  • Familie stammte von schwedischen Vorfahren ab, die während des Dreißigjährigen Krieges eingewandert waren
  • als Mitglied des Sächsischen Landtages trat er für die Reform der Sächsischen protestantischen Kirchenverfassung ein, wirkte an der Schulgesetzgebung mit, bekämpfte die Todesstrafe und trat für religiöse Mischehen zwischen Protestanten und Katholiken ein
  • erlitt auf dem Weg zur Ostermesse einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte und der schließlich zu seinem Tod führte
  • gilt als Begründer des Gustav-Adolf-Vereins, obwohl die Idee, ein "lebendiges Denkmal" in Form einer Stiftung zur Unterstützung bedrängter evangelischer Diasporagemeinden zu schaffen, nicht ursprünglich von ihm stammte, er trug jedoch wesentlich zur Umsetzung des Gedankens bei
  • seine theologischen Spezialstudien galten besonders dem jüdischen Philosophen Philo
  • verheiratet mit Henriette Großmann, geb. Döring, Pfarrerstochter aus Deutzen

Biographische, autobiographische Literatur

  • Rotter, Angelika, Der Leipziger Theologe Christian Gottlob Leberecht Großmann als Gründer der Gustav-Adolf-Stiftung, in: Die Theologische Fakultät der Universität Leipzig: Personen, Profile und Perspektiven aus sechs Jahrhunderten Fakultätsgeschichte (=BLUWiG, Reihe A, Bd. 2), Leipzig 2005, S. 239-251.
  • Festgesang, Seiner Hochwürden dem Herrn Domherrn und Superintendent D. Christ. Gottl. Leber. Grossmann ... als ihrem verehrungswürd. Ephorus bei s. 25jähr. Amtsjubelfeier am 1. Jan. 1854 ehrerbietigst dargebracht v. sämmtl. Schülern d. Gymn. z. St. Thoma, Leipzig 1854.
  • Fuchs, Gerhard, Christian Gottlob Leberecht Großmann, der Leipziger Superintendent, ein Bannerträger evangelischer Kultur. Ein Gedächtnisblatt zu seinem 50. Todestag, Leipzig 1907.
  • Heinze, Johann Christian Carl (Hrsg.), Christian Gottlob Leberecht Grossmann und George Antoine Augustin Govéan. Ereiésse und Berichte, Thaten und Reden des 16. Octobers zu Preissnitz seit dem Jahr 1806 bis zum Jahr 1856; nebst drei Briefen aus Frankreich vom Jahre 1857, Naumburg 1857.
  • Viro Magnifico Perillustri Generosissimo Summe Venerabili D. Christiano Gottlob Leberecht Grossmann Diem Festum Muneris Sacri Et Academici Per Quinque Lustra Feliciter Peracti. Congratulantur Ephori Saxonici Cuncti (Festschrift), Leipzig 1854.
  • Dem Sprecher für Wahrheit und Recht Herrn Doctor Christ. Gottl. Leber. Grossmann an seinem Geburtstage den IX. November MDCCCXXXIII. von seinen Verehrern gewidmet (Festschrift), Leipzig 1833.
  • Rotter, Angelika, Der Leipziger Theologe Christian Gottlob Großmann (1783-1857). Leipziger Superintendent und Wegbereiter evangelischer Diasporaarbeit, Leipzig 2007.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA I, Fiche 427, 369-370; DBA II, Fiche 484, 303-307; ADB Bd. 9, S. 751f.; ADB Bd. 11, S. 794f.; NDB Bd. 7, S. 155f.; DBE Bd. 4, S. 196f.; Hehl, Ulrich von (Hrsg.), Sachsens Landesuniversität in Monarchie, Republik und Diktatur (BLUWiG, Reihe A, Bd. 3), Leipzig 2005, S. 525; Personal- und Vorlesungsverzeichnisse.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Christian Gottlob Leberecht Großmann
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Grossmann_1228
Datum: 16.11.2018


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