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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. phil. et theol. August Heinrich Hahn

Lebensdaten

geb. 27.03.1792 in Großosterhausen bei Querfurt
gest. 13.05.1863 in Breslau
Konfession: evangelisch-lutherisch

Lebenslauf

Studium

  • 1810-1813 Studium: Theologie in Leipzig

Qualifikation

  • 1815 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig
  • 1819 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Bardesanes, Gnosticus Syrorum primus hymnologus.
  • 1827 Habilitation für Theologie an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: De rationalismi, qui dicitur, vera indole et qua cum naturalismo contineatur ratione.

Akademische Karriere

  • 1819-1821 aoProf für Theologie an der Universität Königsberg
  • 1821-1827 oProf für Theologie an der Universität Königsberg
  • 1827-1833 oProf für Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1833-1863 oProf für Theologie an der Universität Breslau

Publikationen (Auswahl)

  • (mit Ernst Friedrich Karl Rosenmüller) Biblia Hebraica. Editio Stereotypa, Leipzig 1834.
  • De gnosi Marcionis anatinomi, 2 Bde., Königsberg 1820-1821.
  • Lehrbuch des christlichen Glaubens, 2 Bde., 2. Aufl., Leipzig 1856-1859.

Weitere Informationen

  • 1817 trat er in das Wittenberger Predigerseminar ein, wo er seinen theologischen Standpunkt der lutherischen Neuorthodoxie entwickelte
  • seit 1819 Ernennung zum Pfarrer und Superintendenten in Königsberg
  • seit 1833 Konsistorialrat in Breslau, 1843 dann schlesischer Generalsuperintendent
  • löste 1857 in den schlesischen evangelischen Gemeinden das vom Rationalismus beherrschte Gesangbuch durch ein neues "Evangelisches Kirchen- und Hausgesangbuch" ab
  • durch den der Erweckungsbewegung angehörigen Minister Detlef Graf von Einsiedel nach Leipzig berufen, damit er die vom Rationalismus beherrschte Theologische Fakultät umgestalte; seine Habilitationsvorlesung, in der er die These aufstellte, dass der Rationalismus und das Christentum unvereinbar seien, rief bei der sächsischen Pfarrerschaft Entrüstungsstürme hervor
  • erhielt den Roten Adlerorden zweiter Klasse für seine Verdienste um den lutherischen Glauben
  • nach seinem Studium zunächst als Hauslehrer tätig
  • trotzdem gelang es ihm nicht, die Abspaltung einiger lutherischer Gemeinden zu verhindern, die sich zur Altlutherischen Kirche zusammenfanden

Referenzen und Quellen

DBA I, Fiche 459, 310-319; DBA II, Fiche 511, 374-383; NDB Bd. 7, S. 502f.; ADB Bd. 10, S. 356-358.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:August Heinrich Hahn
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Hahn_1234
Datum: 27.06.2017


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