Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Prof. Dr. phil. Werner Heisenberg

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, N00577

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, N00577

geb. 05.12.1901 in Würzburg
gest. 01.02.1976 in München
Konfession: evangelisch
PND: 118548670

Lebenslauf

Studium

  • 1920-1923 Studium der Physik an den Universitäten Göttingen und München

Qualifikation

  • 1923 Promotion zum Dr. phil. in Physik an der Universität München
    Titel der Arbeit: Über Stabilität und Turbulenz von Flüssigkeitsströmen.
  • 1924 Habilitation für Physik an der Universität Göttingen
    Titel der Arbeit: Über eine Abänderung der formalen Regeln der Quantentheorie beim Problem der anomalen Zeemann-Effekte.

Akademische Karriere

  • seit 1945 oHonProf für Physik an der Universität Göttingen
  • 1924-1927 PD für Physik an der Universität Göttingen
  • 1927-1942 oProf für Theoretische Physik an der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1942-1945 oProf für Theoretische Physik an der Universität Berlin

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
  • Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1937-1948
  • Auswärtiges Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1948-1976
  • Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München 1949-1959
  • Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München 1959-1976

Publikationen (Auswahl)

  • Über quantentheoretische Umdeutung kinematischer und mechanischer Beziehungen, o.O. 1925.
  • Die physikalischen Prinzipien der Quantentheorie, Leipzig 1930.
  • Schritte über Grenzen. Gesammelte Reden und Aufsätze, München 1971.
  • Wandlungen in den Grundlagen der Naturwissenschaft. 2 Vorträge, Leipzig 1935.

Weitere Informationen

  • Nobelpreis für Physik 1932
  • 1942-1945 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin-Dahlem
  • 1945 Internierung in Farm Hall in England
  • 1946-1958 Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in Göttingen
  • 1949-1951 Präsident des Deutschen Forschungsrates
  • 1958-1970 Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in München
  • 1964 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband
  • Heisenberg gelang die Vollendung der bis dahin unstimmigen Quantentheorie durch die Entwicklung einer mit nicht vertauschbaren Größen operierenden Quantenmechanik
  • neben der Quantentheorie beschäftigte er sich mit den Grundlagen der Kern- und Elementateilchenphysik

Biographische, autobiographische Literatur

  • Der Teil und das Ganze, 1969.
  • Schiemann, Gregor, Werner Heisenberg, München 2008.
  • Wilczek, Gerhard, Bedeutende Naturwissenschaftler und Philosophen unserer Zeit. Umbruch im Denken. Werner Heisenberg, Albert Einstein, Bertrand Russel, Norderstedt 2007.
  • Kleint, Christian / Wiemers, Gerald (Hrsg.), Werner Heisenberg im Spiegel seiner Leipziger Schüler und Kollegen. In Erinnerung an den 30. Todestag Werner Heisenbergs am 1. Februar 2006, Leipzig 2006.
  • Kleint, Christian (Hrsg.), Werner Heisenberg 1901-1976. Beiträge, Berichte, Briefe. Festschrift zu seinem 100. Geburtstag, Stuttgart-Leipzig 2005.
  • Hirsch, Anna Maria (Hrsg.), Liebe Eltern! Briefe aus kritischer Zeit 1918 bis 1945. Mit Dokumenten aus dem Familienarchiv, München 2003.
  • Gembillo, Giuseppe (Hrsg.), Werner Heisenberg. Scienziato e filosofo, Messina 2002.
  • Papenfuß, Dietrich (Hrsg.), 100 Years Werner Heisenberg. Works and impact, Weinheim 2002.
  • Rechenberg, Helmut (Hrsg.), Werner Heisenberg (1901-1976). Schritte in die neue Physik, Beucha 2001.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBE, Bd. 4, 2006, S. 550-551; Kürschner 1935, Sp. 513; DBA II, Fiche G12, 60-65 und Fiche 552, 429-437.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Werner Heisenberg
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Heisenberg_53
Datum: 20.10.2017


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