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Prof. Dr. phil. Rudolf Hildebrand

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, FS_N02202

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, FS_N02202

geb. 13.03.1824 in Leipzig
gest. 28.10.1894 in Leipzig
Konfession: evangelisch-lutherisch
PND: 118774425

Lebenslauf

Studium

  • 1843-1848 Studium: Theologie, Klassische Philologie und Deutsche Philologie in Leipzig

Akademische Karriere

  • 1869-1874 aoProf für Neuere deutsche Sprache und Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1874-1894 oProf für Neuere deutsche Sprache und Literatur an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • (Mitarb.)Deutsches Wörterbuch, 33 Bde., München 1854-1960.
  • Vom deutschen Sprachunterricht in der Schule und von deutscher Erziehung und Bildung überhaupt, Leipzig 1879.
  • Gesammelte Aufsätze und Vorträge zur deutschen Philologie und zum deutschen Unterricht, Leipzig 1890.
  • Ueber Walter von der Vogelweide, hrsg. von Berlit, Georg, Leipzig 1900.

Weitere Informationen

  • 1848 für kurze Zeit in der Redaktion der Deutschen Allgemeinen Zeitung tätig, wollte zunächst politischer Publizist werden
  • nahm jedoch noch 1848 eine Stellung als Lehrer an der Thomasschule Leipzig an und wirkte dort bis 1868
  • Herausgeber der Zeitschrift für den deutschen Unterricht (später Zeitschrift für Deutschkunde)
  • Pädagogische Prinzipien: Sprache durch Form und Inhalt lehren, Selbsttätigkeit, ganzheitliche Erziehung, Gegenständlichkeit, Hören und Sprechen hat Vorrang vor Lesen und Schreiben, Hoch- und Volkssprache lehren
  • Sprachwissenschaft war für ihn eine kultur- und geistesgeschichtliche Disziplin, gilt als Begründer der Wortkunde (innere Lexikographie)
  • in seinen pädagogischen Ansichten nahm er bestimmte Forderungen der Reformpädagogik, v.a. der Gemütspädagogik und der Arbeitsschulbewegung, vorweg, seine Ideen wurden zunächst jedoch nicht in Deutschland, sondern im französischen Schulwesen aufgegriffen
  • verheiratet mit Luise Hildebrand, geb. Müller
  • wichtigster akademischer Lehrer wurde Moritz Haupt, der ihm auch den Kontakt zu den Brüdern Grimm vermittelte
  • wurde zum wichtigsten Mitarbeiter des Grimmschen Wörterbuches, nach Wilhelm Grimms Tod trat er dessen Nachfolge als Hauptbearbeiter an

Biographische, autobiographische Literatur

  • Rudolf Hildebrand: sein Leben und Wirken, hrsg. vom Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht Berlin; Langensalza 1924.
  • Laube, Richard, Rudolf Hildebrand und seine Schule: ein Beitrag zur Geschichte des deutschsprachlichen Unterrichts in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, Leipzig 1903.
  • Kögel, Rudolf, Forschungen zur deutschen Philologie: Festgabe für Rudolf Hildebrand zum 13. März 1894 (Festschrift), Leipzig 1894.
  • Rudolf Hildebrand: ein Erinnerungsbild (Sonderdruck), Leipzig 1895.
  • Wocke, Helmut (Hrsg.), Briefe Rudolf Hildebrands, Halle 1925.
  • Gedanken über Gott, die Welt und das Ich: ein Vermächtnis, Jena 1910.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA I, Fiche 536, 304 und Fiche 536, 384; DBA II, Fiche 583, 33-39; NDB Bd. 9, S. 124-126; ADB Bd. 50, S. 322-327.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Rudolf Hildebrand
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Hildebrand_1247
Datum: 17.08.2018


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