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Prof. Dr. phil. Gerhard Kessler

Lebensdaten

Privatbesitz

Bildquelle: Privatbesitz

geb. 24.08.1883 in Großwilmsdorf
gest. 14.08.1963 in Kassel
Konfession: evangelisch-reformiert
PND: 116145331

Lebenslauf

Studium

  • 1901-1905 Studium der Geschichte, Nationalökonomie, Germanistik und Philologie an den Universitäten Berlin und Leipzig

Qualifikation

  • 1905 Promotion zum Dr. phil. in Geschichte an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Die Tradition über Germanicus.
  • 1911 Habilitation für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Technischen Hochschule Braunschweig
    Titel der Arbeit: Die Arbeitsnachweise der Arbeitgeberverbände.

Akademische Karriere

  • 1911-1912 PD für Nationalökonomie an der Technischen Hochschule Braunschweig
  • 1912-1919 aoProf für Sozialpolitik und Nationalökonomie an der Universität Jena
  • 1919-1927 oProf für Nationalökonomie an der Universität Jena
  • 1927-1933 oProf in Nationalökonomie (Schwerpunkt Wirtschafts- und Sozialpolitik) an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1933-1950 oProf für Sozialpolitik und Gesellschaftslehre an der Universität Istanbul
  • 1950-1958 oHonProf an der Universität Göttingen

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der DDP
  • Mitglied der DStP
  • Mitglied des Reichsbanners
  • Mitglied im VDSt

Publikationen (Auswahl)

  • Die deutschen Arbeitgeberverbände (= Schriften des Vereins für Socialpolitik, Bd. 124), Leipzig 1907.
  • Die Siedlung der Heimstätten-Genossenschaft zu Jena, Jena 1919.
  • Kampf und Aufbau. Junge deutsche Politik, Leipzig 1933.
  • Die Familiennamen der Juden in Deutschland (= Mitteilungen der Zentralstelle für Deutsche Personen- und Familiengeschichte, Heft 53), Leipzig 1935.

Weitere Informationen

  • veröffentlichte Ende 1932 einen Zeitungsartikel, in dem er in scharfer Form Stellung gegen den Nationalsozialismus bezog; daraufhin im Frühjahr 1933 Boykott und Störung seiner Lehrveranstaltungen durch den NS-Studentenbund
  • 1933 Emigration in die Türkei
  • 1933 Entlassung nach Paragraph 4 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums aufgrund seiner entschiedenen politischen Gegnerschaft zum Nationalsozialismus
  • 1946 Ehrendoktortitel der Universität Leipzig
  • 1954 Großes Bundesverdienstkreuz
  • nach erfolgter Machtübernahme der NSDAP von seinem Amt suspendiert und ohne Prozess in Schutzhaft genommen

Biographische, autobiographische Literatur

  • Orhan Tuna: Prof. Dr. Gerhard Kessler. Persönlichkeit und Werke, Istanbul 1964.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBE, Bd. 5, 1997, S. 519; NDB, Bd. 11, S. 594 f.; Kürschner 1935, Sp. 662 f.; DBA II, Fiche 698, 385-391; Lambrecht, R., Politische Entlassungen in der NS-Zeit, Leipzig 2006, S.113-114.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Gerhard Kessler
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Kessler_73
Datum: 15.11.2018


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