Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. phil. Heinz Arno Knorr

Lebensdaten

geb. 09.06.1909 in Kiel
gest. 22.10.1996 in Halle/Saale
PND: 105772526

Lebenslauf

Studium

  • 1929-1934 Studium: Ur- und Frühgeschichte, Historische Geographie, Geologie und Philosophie in Berlin und Prag

Qualifikation

  • 1934 Promotion zum Dr. phil. in Ur- und Frühgeschichte an der Universität Berlin
    Titel der Arbeit: Die Einteilung und Datierung der slavischen Keramik zwischen Elbe und Oder auf Grund der Münzgefäße.

Akademische Karriere

  • 1957-1961 Lehrauftrag für Vor- u. Frühgeschichte an der Universität Halle-Wittenberg
  • 1961-1969 Professor mit Lehrauftrag für Vor- und Frühgeschichte und Museumskunde an der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1974 aoProf für Ur- und Frühgeschichte an der Sektion Geschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig

Ämter

  • 1965-1967 Prodekan für Forschung der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1966-1974 Direktor des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Mitglied der Deutschen Historiker Gesellschaft seit 1959
  • Mitglied des wissenschaftlichen Beirates für das wissenschaftliche Museumswesen seit 1959
  • Mitglied des Nationalkomitees für Ur- und Frühgeschichte bei der Akademie der Wissenschaften der DDR seit 1965

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der NSDAP seit 1938
  • Mitglied der SED seit 1947
  • Mitglied im FDGB seit 1947
  • Mitglied der DSF seit 1949
  • Mitglied im Kulturbund seit 1949
  • Mitglied der DAF seit 1940
  • Mitglied des Präsidialrates des Kulturbundes 1954-1960

Publikationen (Auswahl)

  • Die slawische Keramik zwischen Elbe und Oder. Einteilung und Zeitansetzung auf Grund der Münzgefäße; mit einem kurzen Abriss der frühmittelalterlichen Keramik, Leipzig 1937.
  • Inventarisation und Sammlung in den Heimatmuseen, Halle/Saale 1958.
  • Aufbau historischer Ausstellungen in den Museen, Halle/Saale 1960.
  • Grundsätze über die sozialistische Umgestaltung der Heimatmuseen in der DDR, Halle/Saale 1960.
  • (Hrsg.) Handbuch der Museen und wissenschaftliche Sammlungen in der Deutschen Demokratischen Republik, Halle/Saale 1963.

Weitere Informationen

  • 1935-1937 Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft für das Historisch-geografische Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin mit Forschungsauftrag: die slavische Besiedlung in Mittel- und Ostdeutschland
  • 1938-1940 Assistent an der Universität Heidelberg als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie Assistent und Denkmalpfleger am Landesamt der Provinz Mark Brandenburg
  • 1940-1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg (Ostfeldzug); Auszeichnungen: 1941 Ostmedaille der Wehrmacht, 1943 EK I. Klasse, 1944 EK II. Klasse, Pionierabzeichen
  • 1945 drei Wochen amerikanische Kriegsgefangenschaft, anschließen Tätigkeit als Landarbeiter
  • 1945-1947 Landeskonservator für Sachsen-Anhalt in Halle/Saale
  • 1948-1950 Referent für Landesmuseumspflege im Landesamt für Kultur und Naturpflege des Ministeriums für Volksbildung des Landes Sachsen-Anhalt in Halle/Saale
  • 1950-1953 Direktor der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle/Saale
  • 1951-1954 Leiter der Landesfachkommission der Natur- und Heimatfreunde, 1952-1960 Vorsitzender der Zentralen Fachkommission ebenda
  • Auszeichnungen: Medaille für ausgezeichnete Leistungen (1952, 1953, 1954, 1957); Medaille für hervorragende Leistungen des Kulturbundes (1959); Goldene Ehrennadel des DTSB (1960); Johannes-R.- Becher-Medaille (1962); Ehrennadel der KMU Leipzig (1974)
  • 1954 nebenberuflicher Dozent für Kulturgeschichte an der Fachschule für Museumsassistenten in Köthen
  • 1954-1961 Direktor der Fachstelle für Heimatmuseen beim Ministerium für Kultur mit Sitz in Halle/Saale
  • seit 1958 Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift „Neue Museumskunde“ i. A. des Ministeriums für Kultur
  • 1963-1966 Kommissarischer Direktor des Institutes für Ur- und Frühgeschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig

Biographische, autobiographische Literatur

  • Heinz Arno Knorr 65 Jahre, in: ZfG 22 (1974), H. 6, S. 619.
  • Heinz Arno Knorr 70 Jahre, in: ZfG 27 (1979), H. 6, S. 666 f.
  • Heinz Arno Knorr 75 Jahre, in: ZfG 32 (1984), H. 5, S. 445.
  • Heinz Arno Knorr 80 Jahre, in: ZfG 37 (1989), H. 5, S. 440.

Referenzen und Quellen

Universitätsarchiv Leipzig: Professorendatenbank; UAL, PA 4224; eigene Angaben in Dissertation.

Empfohlene Zitierweise:
Art:Heinz Arno Knorr
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Knorr_1181
Datum: 16.12.2018


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