Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. phil. Rudolf Karl Kötzschke

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, N00343

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, N00343

geb. 08.07.1867 in Dresden
gest. 03.08.1949 in Leipzig
Konfession: evangelisch-lutherisch
PND: 118777696

Lebenslauf

Studium

  • 1885-1890 Studium der Klassischen Philologie, Geographie, Geschichte, Germanistik und des Sanskrit an den Universitäten Tübingen und Leipzig

Qualifikation

  • 1889 Promotion zum Dr. phil. in Geschichte an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Ruprecht von der Pfalz und das Konzil von Pisa.
  • 1899 Habilitation für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Studien zur Verwaltungsgeschichte der Großgrundherrschaft Werden an der Ruhr.

Akademische Karriere

  • 1899-1905 PD für Mittlere und Neuere Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1905-1906 nichtplanmäßiger außerordentlicher Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1906-1917 planmäßiger außerordentlicher Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1917-1930 planmäßiger außerordentlicher Professor für Sächische Geschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1930-1935 ordentlicher Professor für Sächsische Geschichte an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1946-1949 Professor mit vollem Lehrauftrag für Landes- und Volksgeschichte

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Mitglied der Rheinischen Gesellschaft für Geschichtskunde seit 1894
  • Korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin seit 1942
  • Ordentliches Mitglied der Sächsischen Kommission für Geschichte 1906-1949
  • Ordentliches Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1935-1949

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der NSV
  • Mitglied im RLB
  • Mitglied im Reichskolonialbund

Publikationen (Auswahl)

  • Sächsische Geschichte. Bd. 1, Vor- und Frühgeschichte, Mittelalter und Reformationszeit, Dresden 1935.
  • Deutsche Wirtschaftsgeschichte bis zum 17. Jahrhundert, Leipzig 1908.
  • Staat und Kultur im Zeitalter der ostdeutschen Kolonisation, Leipzig 1910.
  • Allgemeine Wirtschaftsgeschichte des Mittelalters, Jena 1924.
  • Ländliche Siedlung und Agrarwesen in Sachsen (= Forschungen zur deutschen Landeskunde, Bd. 77), Remagen / Rhein 1953.

Weitere Informationen

  • 1873-1877 Besuch der Gelinekschen Privatschule und 1877-1885 des Gymnasiums zum Heiligen Kreuz in Dresden
  • 1890 Staatsexamen für das Lehramt an Höheren Schulen in den Hauptfächern Geschichte und Latein sowie in den Nebenfächern Deutsch, Geographie und Griechisch
  • 1890-1892 Probejahre als Lehrer am Vitzthumschen Gymnasium in Dresden
  • 1890-1894 Lehrer an der Privat-Realschule nach Müller-Gelinek in Dresden
  • 1894-1896 Lehrer am Nicolai-Gymnasium in Leipzig
  • 1896-1899 wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in der Kgl. Sächsischen Kommission für Geschichte
  • 1906-1935 Direktor des Seminars für Landesgeschichte und Siedlungskunde der Universität Leipzig
  • 1927-1935 Direktor des Instituts für Heimatforschung
  • 1935-1945 freischaffender Historiker und Publizist sowie Weiterverwaltung des Lehrstuhles für Sächsische Geschichte
  • 1936-1942 Mitherausgeber „Kulturräume und Kulturströmungen im mitteldeutschen Osten“
  • Auszeichnungen: Ritterkreuz I. Klasse des Sächsischen Albrechtsordens, Rote-Kreuz-Medaille, 1942 Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft
  • 1945-1949 Verwaltung der Direktorenstelle des Instituts für Deutsche Landes- und Volksgeschichte
  • 1945-1949 Verwaltung der Direktorenstelle des Instituts für Heimatforschung
  • 1949 Entbindung von den Aufgaben eines Hochschullehrers auf eigenen Antrag
  • Kötzschke entwickelte einen richtungsweisenden, interdisziplinären Ansatz in der siedlungsgeschichtlichen Forschung
  • umfangreiches Schaffen zur Siedlungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte Mitteldeutschlands

Biographische, autobiographische Literatur

  • Held, Wieland / Schirmer, Uwe (Hrsg.), Rudolf Kötzschke und das Seminar für Landesgeschichte und Siedlungskunde an der Universität Leipzig. Heimstatt sächsischer Landeskunde, Beucha 1999.
  • Emmerich, Werner (Hrsg.), Von Land und Kultur. Beiträge zur Geschichte des mitteldeutschen Ostens. Zum 70. Geburtstag Rudolf Kötzschkes, Leipzig 1937.
  • Rudolf Kötzschke, in: Mitteldeutsche Köpfe. Lebensbilder aus einem Jahrtausend, Frankfurt am Main 1959, S. 123.
  • Walther, Hans, Rudolf Kötzschke (1867-1949), in: Steinmetz, Max (Hrsg.) Bedeutende Gelehrte in Leipzig, Bd. 1, Leipzig 1965, S. 251-254.
  • Schirmer, Uwe, Zum 50. Todestag von Rudolf Kötzschke, in: Sächsische Heimatblätter 46 (2000), H. 1, S. 27-30.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

UAL, PA 82; NDB, Bd. 12, S. 415; Bedeutende Gelehrte in Leipzig, Bd. 1, S. 251-254; Kürschner 1935, Sp. 722; DBA II, Fiche 737, 129-133; DBA III, Fiche 511, 228-232.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Rudolf Karl Kötzschke
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Koetzschke_86
Datum: 18.11.2018


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