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Prof. Dr. theol. Wilhelm Bruno Lindner

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, FS_N00067

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, FS_N00067

geb. 20.03.1814 in Leipzig
gest. 18.05.1876 in Leipzig
PND: 117029939

Lebenslauf

Studium

  • Studium: Theologie in Leipzig

Qualifikation

  • 1839 Habilitation für Theologie an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: De Joviniano et Vigilantio purioris doctrinae quarto et quinto saeculo antesignanis: Accedunt nonnulla de synodo Gangrensi.

Akademische Karriere

  • 1840-1846 PD für Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1846-1859 aoProf für Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • Reformationslieder: eine kleine Gabe zum großen Feste, Leipzig 1839.
  • Symbolae ad historiam theologiae mysticae: De Macario, Leipzig 1846.
  • Lehrbuch der christlichen Kirchengeschichte mit besonderer Berücksichtigung der dogmatischen Entwicklung, 3 Bde., Leipzig 1848-1854.
  • Christologische Predigten, Leipzig 1855.
  • Bibliotheca patrum ecclesiasticorum selectissima, 4 Bde., Leipzig 1857-1861.

Weitere Informationen

  • Frühprediger an der Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig
  • aufgrund der Schwere des Vergehens - Lindner hatte Werke in Wert von mehreren hundert Talern gestohlen oder beschädigt und durch Einsetzen von Kopien, Verkleben von Seiten, Beschädigungsvermerke in den Büchern und Manipulation der Bibliothekskataloge versucht, seine Taten zu verbergen - wurde er zu sechs Jahren Arbeitshausstrafe verurteilt
  • das Vergehen wurde erst entdeckt, als ein Universitätsbiliothekar einige ihm bekannte Bücher und Miniaturen bei einem Leipziger Buchhändler entdeckte, an den Lindner seine Beute verkauft hatte
  • nach Abschluss seines Studiums war er drei Jahre als Lehrer am Erziehungsinstitut Bennigheim in Württemberg tätig gewesen
  • wurde aus dem Universitätsdienst entlassen, nachdem gegen ihn ein Gerichtsverfahren wegen Diebstahls eingeleitet worden war, denn er hatte in mehreren Fällen Bücher aus der Universitätsbibliothek entwendet und durch Ausschneiden von Miniaturen, Titelblättern und Bucheinbänden eine Reihe von mittelalterlichen Handschriften beschädigt

Biographische, autobiographische Literatur

  • Der Prozeß gegen Dr. Wilhelm Bruno Lindner wegen Diebstahls: nach den Ergebnissen der von dem königlichen Bezirksgericht zu Leipzig vom 27. bis 29. Februar stattgefundenen öffentlichen Hauptversammlung zusammengestellt. Nebst vollständigen Reden der Königlichen Staatsanwaltschaft und der Vertheidigung, Leipzig 1860.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

Personal- und Vorlesungsverzeichnisse; Der Prozess gegen Dr. Wilhelm Bruno Lindner, vormaligen außerordentlichen Professor der Theologie an der Universität Leipzig, wegen Diebstahls, Leipzig 1860 (online Version vom 30.07.2009, siehe Weblinks Google-books).

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Wilhelm Bruno Lindner
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Lindner_1274
Datum: 14.12.2018


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