Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Prof. Dr. sc. phil. Manfred Neuhaus

Lebensdaten

geb. 16.11.1946 in Michelsdorf Kr. Brandenburg-Land

Konfession: konfessionslos
PND: 137493657

Lebenslauf

Studium

  • 1965-1969 Studium der Geschichte und Philosophie an der Karl-Marx-Universität Leipzig

Qualifikation

  • 1982 Promotion zum Dr. phil. in Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Der soziale und politische Hintergrund für Marx' erste öffentliche Stellungnahme zum Kommunismus und der Beitrag Proudhons zur Entwicklung des sozialen Denkens zu Beginn der vierziger Jahre des 19. Jahrhundert.
  • 1988 Promotion zum Dr. sc. phil. in Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Ergebnisse und Methoden historisch-kritischer Marx-Engels-Edition und die Anwendung der computergestützten Informationsverarbeitung (dargestellt am MEGA-Band I/13).

Akademische Karriere

  • 1987-1990 ordentlicher Professor für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung und Editionswissenschaft am Franz-Mehring-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1991-1992 Professor für Editionswissenschaft an der Fakultät für Philosophie und Geschichtswissenschaft der Universität Leipzig

Ämter

  • Mitglied im Gesellschaftlichen Rat der Karl-Marx-Universität Leipzig 1969-1971

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Mitglied der Leibniz-Societät e. V. Berlin seit 1998
  • Sekretar der Internationalen Marx-Engels-Stiftung Amsterdam seit 2000
  • Vorsitzender im Wissenschaftlichen Beirat der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen seit 2003

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Vorsitzender der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen 1992-1998

Publikationen (Auswahl)

  • (Bearb.) Marx-Engels-Gesamtausgabe, Bd. 13, Berlin 2001.
  • Vom Zettelkasten zum Mikrochip. Elektronische Datenverarbeitung in der wissenschaftlichen Edition, in: Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel 152 (1985), H. 51, S. 963-968.
  • (Mithrsg.) Politische Netzwerke durch Briefkommunikation. Briefkultur der politischen Oppositionsbewegungen und frühen Arbeiterbewegungen im 19. Jahrhundert, Berlin 2002.
  • (Mithrsg.) Zwischenbilanz. Ein Zeuge des Jahrhunderts gibt zu Protokoll / Günter Reimann, Frankfurt an der Oder 1994.
  • (Mithrsg) Wenn jemand seinen Kopf bewusst hinhält… Beiträge zu Werk und Wirken von Walter Markow, Leipzig 1995.
  • Klassiker unter Klassikern. Editionsphilologische Grundlagen, Struktur und Bearbeitungsstand der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA), in: Hans-Christoph Rauh / Hans-Martin Gerlach (Hrsg.), Ausgänge. Zur DDR-Philosophie in den 70er und 80er Jahren, Berlin 2011, S. 175-190.

Weitere Informationen

  • 1953-1961 Besuch der Polytechnische Oberschule Lehnin und 1961-1965 der Erweiterten Oberschule „Thomas Müntzer“ in Ziesar
  • 1961-1965 Facharbeiterausbildung als Landmaschinen-Traktoren-Schlosser im Kreisbetrieb für Landtechnik Brandenburg
  • Auszeichnungen: 1965 Artur-Becker-Medaille in Bronze, 1969 Artur Becker-Medaille in Silber, 1969 Ehrennadel der Karl-Marx-Universität Leipzig, 1977 Verdienstmedaille der DDR, 1977 Johann-Heinrich-Pestalozzi-Medaille in Bronze, 1981 Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1973 wissenschaftlicher Assistent am Lehrbereich Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung und des deutschen Volkes der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1970 Diplomlehrer für Marxismus-Leninismus / Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung
  • 1973-1976 Abteilungsleiter in der SED-Kreisleitung der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1977-1987 Leiter der MEGA-Edition an der Sektion Geschichte
  • 1977-1987 wissenschaftlicher Oberassistent an der Sektion Geschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1984-1990 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Geschichtswissenschaft beim Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen der DDR
  • 1987-1990 Mitglied im Wissenschaftlichen Rat für die Marx-Engels-Forschung beim Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED
  • 1992 Kündigung gemäß Einigungsvertrag Anlage I, Kapitel XIX, wegen ersatzloser Auflösung des Seminars für Editionswissenschaft
  • 1993-1995 wissenschaftlicher Mitarbeiter der KAI e. V. (Koordinierungs- und Aufbauinitiative für die Forschung in den Ländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen)
  • 1995-1998 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Akademievorhaben „Marx-Engels-Gesamtausgabe“ (MEGA) der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • 1998-2011 Arbeitsstellenleiter des Akademievorhabens „Marx-Engels-Gesamtausgabe“ (MEGA) der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

UAL, Professorendatenbank; UAL, PA 5270 u. PA-A 56431; BArch Berlin, DR/ 3 – B, Nr. 1602; eigene Angaben zum Lebenslauf.

Empfohlene Zitierweise:
Art:Manfred Neuhaus
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Neuhaus_2048
Datum: 18.11.2018


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