Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
Siegel der Universität Leipzig
Prof. Dr. phil. Theodor Litt Prof. Dr. jur. Erwin Jacobi Prof. Dr. phil. Klara Elisabeth Karg-Gasterstädt Prof. Dr. rer. pol. et phil. Wilhelm Stieda Prof. Dr. Adolf Strümpell
Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. theol. et phil. Christian Wilhelm Niedner

Lebensdaten

geb. 09.08.1797 in Oberwinkel bei Waldenburg
gest. 13.08.1865 in Berlin
Konfession: evangelisch
PND: 117000779

Lebenslauf

Studium

  • seit 1816 Studium: Theologie und Klassische Philologie in Leipzig

Qualifikation

  • 1838 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Leipzig
  • 1826 Habilitation für Philosophie an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: De loco commentar. Luc. 16, 1-13 dissertatio.

Akademische Karriere

  • 1826-1829 PD für Kirchengeschichte an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1829-1838 PD für Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1838-1850 oProf für Kirchengeschichte an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1859-1865 oProf für Kirchengeschichte an der Universität Berlin

Ämter

  • 1849 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • (Hrsg.) Tzschirner, Heinrich Gottlieb, Der Fall des Heidenthums, Leipzig 1829.
  • Zur Propaedeutik für Geschichte der Philosophie des Alterthums, Berlin 1840.
  • Geschichte der christlichen Kirche: Lehrbuch, Leipzig 1846.
  • Philosophie- und Theologiegeschichte, Leipzig 1846.
  • De subsistentia Tōtheiō Logō apud Philomen tributa, 2 Bde., Leipzig 1848-1849.

Weitere Informationen

  • während der Revolution von 1848 fürchtete er um die Sicherheit seiner Bibliothek und seiner Person, schloss sich deshalb einem demokratischen Club an, von welchem er sich Schutz erhoffte, und zog von seiner Wohnung an einem freien Platz in eine Hinterhofwohnung
  • als die Universität Leipzig in den Jahren 1850/51 wegen ihrer oppositionellen Haltung von der königlich sächsischen Regierung abgestraft wurde, legte er seine Professur nieder und siedelte nach Wittenberg über, wo er sich bis 1859 als Privatgelehrter betätigte
  • in Berlin war er seit 1859 auch Consistorialrat
  • als er während der Revolutionswirren von immer mehr Bettlern belästigt wurde, schloss er sich für mehrer Wochen in seine Wohnung ein, gab vor, verreist zu sein und widmete sich ausschließlich seiner wissenschaftlichen Forschung
  • er galt als äußerst belesen und arbeitsam und hatte, laut seinen eigenen Angaben, selbst zum Heiraten keine Zeit
  • er starb in Folge einer Fußerkrankung, die er nicht hatte behandeln lassen
  • in Leipzig leitete er auch das historisch-theologische Seminar und übernahm nach Prof. Illgens Tod die Präsidentschaft über die von letzterem gegründete historisch-theologische Gesellschaft
  • nach Illgens Tod Herausgeber der Zeitschrift für historische Theologie

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA II, Fiche 949, 197-218; ADB Bd. 23, S. 666f.; Personal- und Vorlesungsverzeichnisse.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Christian Wilhelm Niedner
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Niedner_1284
Datum: 12.12.2018


Impressum

Komplettes Impressum ansehen. Diese Seite ist Teil des Professorenkatalogs der Universität Leipzig. Bei Fragen und Anregungen, schicken Sie bitte eine E-Mail an: professorenkatalog@uni-leipzig.de.