Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Prof. Dr. phil. et med. h. c. Ferdinand Paul Wilhelm Dieprand Richthofen

Lebensdaten

Schlesier des 19. Jahrhunderts

Bildquelle: Schlesier des 19. Jahrhunderts

geb. 05.05.1833 in Carlsruhe (Oberschliesen)
gest. 06.10.1906 in Berlin
Konfession: katholisch
PND: 118745085

Lebenslauf

Studium

  • 1850-1856 Studium der Naturwissenschaften an den Universitäten Breslau und Berlin

Qualifikation

  • 1856 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Berlin
    Titel der Arbeit: De melaphyro.

Akademische Karriere

  • 1879-1883 oProf für Geologie an der Universität Bonn
  • 1883-1886 oProf für Geographie an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1886-1905 oProf für Geographie an der Universität Berlin

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zu Wien
  • Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina 1862-1905
  • Präsident der Gesellschaft für Erdkunde Berlin 1873-1875
  • Korrespondierendes Mitglied der Königlichen Societät der Wissenschaften zu Göttingen 1875-1893
  • Korrespondierendes Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1881-1899
  • Korrespondierendes Mitglied der Königlich-Bayerischen Akademie der Wissenschaften zu München 1881-1905
  • Präsident der Gesellschaft für Erdkunde Berlin 1888-1890
  • Präsident der Gesellschaft für Erdkunde Berlin 1892-1894
  • Korrespondierendes Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen 1893-1902
  • Präsident der Gesellschaft für Erdkunde Berlin 1898-1900
  • Ordentliches Mitglied der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1899-1905
  • Auswärtiges Mitglied der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen 1902-1905

Publikationen (Auswahl)

  • Die Metallproduktion Californiens und der angrenzenden Länder, Gotha 1864.
  • Führer für Forschungsreisende, Berlin 1886.
  • Vorlesungen über allgemeine Siedlungs- und Verkehrgeographie, Berlin 1908.
  • China, Berlin 1912.
  • Tagebücher aus China, Hamburg 1913.

Weitere Informationen

  • 1856 geologische Untersuchungen in Tirol (als Mitglied der Geologischen Reichsanstalt Wien)
  • 1856-1860 Angestellter bei der Kaiserlich Königlichen Geologischen Reichsanstalt in Wien
  • 1860 Antritt der Expeditionsreise unter Graf Eulenburg nach Japan, China, Siam, Manila, Indien
  • 1863-1867 Forschungsreise in Kalifornien (Sierra Nevada)
  • 1868-1872 Forschungsreise durch China und Japan
  • litt an einem Augenleiden, das ihm 1881/82 am Lesen und Schreiben hinderte
  • lehnte ein Berufungsangebot an die Universität Wien im Jahre 1885 ab; folgte ein Jahr später einem Ruf nach Berlin mit Verweis auf einen größeren Wirkungskreis
  • 1894/1895 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Berlin
  • 1900-1905 Direktor des Instituts für Meereskunde der Universität Berlin
  • 1903/1904 Rektor der Universität Berlin
  • Dr. med. h. c. der Universität Heidelberg
  • Gründer des Geographischen Instituts an der Universität Berlin
  • Gründer des Instituts für Meereskunde zu Berlin
  • bedeutender Geologe und Geograph, vor allem für die beginnende Erforschung Chinas und Japans
  • preußischer geheimer Regierungsrat
  • richtete in Leipzig kein "Geographisches eminar" ein, da ihm die sächsische Regierung erhebliche Mittel zum Aufbau eines "Geographischen Apparates" zubilligte; Übernahme der "Akademischen Landkartensammlung"

Biographische, autobiographische Literatur

  • Wargenda, Ute, Ferdinand von Richthofen: zum 100. Todestag am 6. Oktober 2005, In: Jubiläen: Personen, Ereignisse, Leipzig 2005, S. 75-79.
  • Osterhammel, Jürgen, Forschungsreise und Kolonialprogramm: Ferdinand von Richthofen und die Erschließung Chinas im 19. Jahrhundert, Konstanz 1987.
  • Plewe, Ernst (Hrsg.), Richthofen-Gedächtnis-Kolloquium, Bonn 1983.
  • Engelmann, Gerhard, Ferdinand von Richthofen: 1833-1905, Stuttgart 1988.
  • Gärnter, Rainer W., Die Entwicklung der wissenschaftlichen Geographie in Sachsen unter dem Einfluß von Oscar Peschel, Otto Delitsch und Ferdinand von Richthofen, Halle 1992.
  • Engelmann, Gerhard, Die Geographie an der Universität Leipzig im 19. Jahrhundert, in: Petermanns Geographische Mitteilungen 109 (1965), S. 32-41.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

NDB Bd. 21, S. 543-544; DBA I, Fiche 1034, 154-157, 172-175; DBA II, Fiche 1071, 289-356; DBA III, Fiche 748, 10,21-43; Personal- und Vorlesungsverzeichnisse; Engelmann, Gerhard, Die Geographie an der Universität Leipzig im 19. Jahrhundert, in: Petermanns Geographische Mitteilungen 109 (1965), S. 32-41.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Ferdinand Paul Wilhelm Dieprand Richthofen
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Richthofen_954
Datum: 14.11.2018


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