Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. phil. habil. Rudolf Erich Anton Růžička

Lebensdaten

geb. 20.12.1920 in Löbau
gest. 09.02.2011
PND: 118840762

Lebenslauf

Studium

  • 1940 Studium des Englischen und Russischen an der Handelshochschule Leipzig
  • 1947-1951 Studium der Slavistik, Anglistik und Philosophie an den Universitäten Leipzig und Berlin

Qualifikation

  • 1956 Promotion zum Dr. phil. in Slavistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Der Verbalaspekt in der altrussischen Nestorchronik. Ein Beitrag zur Ermittlung seines Entwicklungsstandes im Altrussischen.
  • 1961 Habilitation für Slavistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Karl-Marx-Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Das syntaktische System der altslavischen Partizipien und sein Verhältnis zum Griechischen.

Akademische Karriere

  • 1961-1963 Dozent für Slavistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1963-1965 Professor mit Lehrauftrag für Slavistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1965-1969 Professor mit vollem Lehrauftrag für Slavistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Philologischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1986 oProf für Slavistik und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Sektion Theoretische und Angewandte Sprachwissenschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig

Ämter

  • 1962-1969 Direktor des Instituts für Sprachwissenschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1963-1965 Prodekan für Studentenangelegenheiten der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1972 Stellvertretender Direktor für Forschung der Sektion Theoretische und Angewandte Sprachwissenschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • Historie und Historizität der Junggrammatiker (= (Sitzungsberichte der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Philologisch-Historische Klasse, Bd. 119, H. 3), Berlin 1977.
  • (mit Edmund Daum und Werner Schenk) Die russischen Verben: Grundformen, Aspekte, Reaktion, Betonung, deutsche Bedeutung. 17 Aufl., Leipzig 1954-1994.
  • (mit Albrecht Neubert) Verständlichkeit, Verstehbarkeit, Übersetzbarkeit. Sprachwissenschaft und Wissenschaftssprache, Berlin 1975.
  • (Mithrsg.) Untersuchungen zur Semantik, Berlin 1983.
  • Control in grammar and pragmatics. A cross-linguistic study, Amsterdam-Philadelphia 1999.
  • (Hrsg.) Deutsch-russisches Wörterbuch, 28 Aufl., Leipzig 1964-1990.

Weitere Informationen

  • 1927-1931 Besuch der Pestalozzi-Volksschule und 1931-1939 der Deutschen Oberschule in Löbau
  • 1939 Reichsarbeitsdienst
  • 1940-1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg (Artillerie)
  • 1945 sowjetische Kriegsgefangenschaft
  • 1945-1947 Dolmetscher beim Landrat des Kreises Löbau und der Kreiskommandatur der Sowjetischen Militäradministration
  • 1951 Lehrauftrag für Slavistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 1951 Staatsexamen als Diplom-Slawist
  • 1951-1953 planmäßiger wissenschaftlicher Aspirant an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • 1953 Kommissarischer Leiter des Slawischen Instituts der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1953-1960 wissenschaftlicher Aspirant an der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1956-1990 Mitglied des Nationalkomitees der DDR für Slawistik
  • seit 1960 Mitherausgeber der Zeitschrift für Slavistik (ZSl)
  • 1961 Stellvertretender Direktor des Instituts für Sprachwissenschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1961-1967 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Allgemeine Sprachwissenschaft beim Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR
  • Auszeichnungen: 1961 und 1963 Medaille für ausgezeichnete Leistungen, 1972 Pestalozzi-Medaille in Silber, 1972 Medaille für ausgezeichnete Leistungen, 1980 Verdienstmedaille der DDR, 1981 Pestalozzi-Medaille in Gold, 1984 Ehrennadel der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1963-1966 Mitglied der Staatlichen Kommission für den Fremdsprachenunterricht beim Ministerium für Volksbildung der DDR
  • 1963-1969 Vorsitzender des Leipziger Linguistenkreises
  • 1963-1990 Mitglied der Internationalen Kommission für das Studium der Grammatik der slawischen Sprachen mit Vorsitz der Internationalen Arbeitsgruppe für Symbolik der mathematischen Linguistik
  • 1965-1969 Leiter der Arbeitsstelle für Strukturelle Grammatik der slawischen Sprachen am Institut für Slawistik der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
  • 1965-1969 Mitglied des Nationalkomitees der DDR für Balkanistik
  • 1967-1969 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für Sprachwissenschaft beim Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen der DDR
  • 1968-1970 Mitglied des Nationalkomitees der DDR für Sprachwissenschaft (Linguistik)
  • 1968-1990 Mitglied der Internationalen Grammatik-Kommission beim Internationalen Slawistenkomitee
  • 1969 Gastprofessur an den Universitäten Stockholm und Göteborg
  • 1969-1971 Mitglied des Wissenschaftlichen Rates und der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1989 Mitherausgeber der Linguistischen Arbeitsberichte (LAB) der Sektion Theoretische und Angewandte Sprachwissenschaft der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1969-1991 Mitglied des Rates für Sprachwissenschaft bei der Akademie der Wissenschaften der DDR zu Berlin
  • 1972 Verleihung des akademischen Titels Dr. sc. phil. durch den Wissenschaftlichen Rat der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • 1975 Gastprofessur an der Lomonossow-Universität Moskau
  • seit 1991 Ehrenmitglied Cercle linguistique de Prague
  • 1992 Auftrag zur Wahrnehmung eines Professorenamtes neuen Rechts durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst zur Mitwirkung in Verfahren zur Berufung von Hochschullehrern gemäß Â§ 48 Abs. 2 Satz 2 des Sächsischen Hochschulerneuerungsgesetzes

Biographische, autobiographische Literatur

  • Stiller, Heinz (Hrsg.), Grammatik - Text - Sprachkunst. Dem Wirken Rudolf Růžičkas gewidmet (= Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften der DDR. Reihe G, Gesellschaftswissenschaften, Bd. 15/1987), Berlin (Ost) 1988.
  • Koenitz, Bernd, Rudolf Růžička 65 Jahre, in: Linguistische Arbeitsberichte (LAB) 54/55 (1986), S. 1-3.
  • Bierwisch, Manfred / Motsch, Wolfgang / Zimmermann, Ilse (Hrsg.), Syntax, Semantik und Lexikon: Rudolf Růžička zum 65. Geburtstag (= Studia grammatica, Bd. 29), Berlin (Ost) 1988.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

UAL, Professorendatenbank; UAL, PA 2941; Eigene Angaben

Links

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Empfohlene Zitierweise:
Art:Rudolf Erich Anton Růžička
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Ruzicka_2012
Datum: 14.11.2018


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