Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
Siegel der Universität Leipzig
Prof. Dr. phil. Theodor Litt Prof. Dr. jur. Erwin Jacobi Prof. Dr. phil. Klara Elisabeth Karg-Gasterstädt Prof. Dr. rer. pol. et phil. Wilhelm Stieda Prof. Dr. Adolf Strümpell
Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. phil. habil. Hans Karl Rudolf Schulze

Lebensdaten

geb. 30.03.1904 in Dittersbach
gest. 07.09.1982 in Leipzig
Konfession: evangelisch-lutherisch

Lebenslauf

Studium

  • 1923-1929 Studium: Kunstpädagogik in Breslau

Qualifikation

  • 1948 Habilitation für Kunstpädagogik an der Technischen Hochschule Dresden
  • 1955 Promotion zum Dr. phil. in Kunstpädagogik an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Die Bewertung der Farbe als Mittel der bildnerischen Darstellung und zur Hervorhebung des Wesentlichen in der ästhetischen Literatur vorzugsweise Deutschlands von der Mitte des achtzehnten bis zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts.

Akademische Karriere

  • 1948-1950 Dozent für Kunstpädagogik an der Technischen Hochschule Dresden
  • 1950-1969 Dozent für Kunstpädagogik an der Pädagogischen Fakultät bzw. der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1969 aoProf für Kunstpädagogik und Kunsterziehung an der Sektion Kulturwissenschaft und Germanistik der Karl-Marx-Universität Leipzig

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der LDPD 1946-1950
  • Vorstandsmitglied der Pirkheimer-Gesellschaft 1961-1965

Publikationen (Auswahl)

  • Europaratausstellung und Abendlandgedanken, in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Karl-Marx-Universität Leipzig, Gesellschafts- und sprachwissenschaftliche Reihe 11 (1962), H. 1, S.161-180.
  • documenta II – Probleme der gegenwärtigen westlichen Kunst, in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Karl-Marx-Universität Leipzig, Gesellschafts- und sprachwissenschaftliche Reihe 12 (1963), H. 1, S. 287-291.
  • Gesellschaftskritische Grafik des 19. und 20. Jahrhunderts. Lehrbrief, Leipzig 1969.
  • Die grafischen Techniken in ihrer Bedingtheit durch die gesellschaftliche Entwicklung, Leipzig 1964.

Weitere Informationen

  • 1910-1911 Besuch einer Privatschule in Seidenberg/Schlesien, 1911-1913 der Vorschule Liegnitz und 1913-1923 des Städtischen Realgymnasiums Liegnitz
  • 1929-1932 Referendariat in Breslau, 1931 Assesssorprüfung; danach Lehrer in Striegau und Reichenbach
  • 1939-1940 bzw. 1941-1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg, amerikanische Kriegsgefangenschaft
  • 1940-1941 Studienrat an der Oberschule Reichenbach/Oberlausitz
  • 1946-1948 Ober- und Grundschullehrer für Kunsterziehung in Reichenbach/Oberlausitz, zugleich Leiter der Volkshochschule
  • 1946-1954 Mitglied der Lehrplan- und Studienplankommissionen am Deutschen Pädagogischen Zentralinstitut (DPZI) der DDR
  • 1951-1952 Fachrichtungsleiter für das Fach Kunsterziehung an der Pädagogischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1952-1956 Direktor des neu gegründeten Institutes für Kunsterziehung an der Pädagogischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1954 Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat des Staatssekretariats für Hoch- und Fachschulwesen
  • 1956-1958 Leiter der Abteilung Kunsterziehung am Institut für Pädagogik der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • Auszeichnungen: 1957 Pestalozzi-Medaille in Bronze, 1965 Johannes-R.-Becher-Medaille in Silber, 1967 Pestalozzi-Medaille in Silber, 1980 Dr. Theodor-Neubauer-Medaille in Bronze, 1980 Ehrennadel der Karl-Marx-Universität
  • Studienreisen nach Bulgarien in den 1960er Jahren; nach seiner Emeritierung lehrte er weiter als Dozent für Kunstpädagogik an der Universität Leipzig
  • 1969-1980 Leiter der „Kleinen Galerie im Haus der Wissenschaftler“ der Karl-Marx-Universität Leipzig
  • Habilitation erfolgte aufgrund seines künstlerischen Werkes und ohne vorangegangene Promotion, welche später nachgeholt wurde

Biographische, autobiographische Literatur

  • Wenzel, Michael (Hrsg.), Metamorphose und Mythos. Hans Schulze – ein deutsches Malerschicksal im 20. Jahrhundert. Ausstellung vom 22.5. bis 26.6.2005 Winckelmann-Museum Stendal. Katalog, Stendal 2005.

Referenzen und Quellen

Schröter, Katja, Zwischen Selbstbehauptung und staatlicher Bindung. Die Entwicklung der kunstpädagogischen Forschung und Lehre an der Universität Leipzig zwischen 1945 und 1971, Diss. masch., Leipzig 2009; Dies., Hans Schulze zum 100. Geburtstag am 30. März 2004, in: Jubiläen 2004. Personen, Ereignisse, hrsg. von dem Rektor der Universität Leipzig, Leipzig 2004; UAL, PA 2943.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Hans Karl Rudolf Schulze
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Schulze_1331
Datum: 23.07.2017


Impressum

Komplettes Impressum ansehen. Diese Seite ist Teil des Professorenkatalogs der Universität Leipzig. Bei Fragen und Anregungen, schicken Sie bitte eine E-Mail an: professorenkatalog@uni-leipzig.de.