Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
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Prof. Dr. phil. Adolf Karl Emil Gustav Spamer

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, FS_N02172

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, FS_N02172

geb. 10.04.1883 in Mainz
gest. 20.06.1953 in Dresden-Bühlau
PND: 118751727

Lebenslauf

Studium

  • 1902-1908 Studium der Germanistik an den Universitäten Freiburg im Breisgau, München, Berlin und Gießen

Qualifikation

  • 1921 Habilitation für Deutsche Philologie und Volkskunde an der Universität Frankfurt am Main
  • 1912 Promotion zum Dr. phil. in Germanistik an der Universität Gießen
    Titel der Arbeit: Über die Zersetzung und Vererbung in den deutschen Mystikertexten.

Akademische Karriere

  • 1921-1926 PD für Deutsche Philologie und Volkskunde an der Universität Frankfurt am Main
  • 1926-1936 planmäßiger außerordentlicher Professor für Deutsche Philologie und Volkskunde an der Technischen Hochschule Dresden
  • 1936-1945 oProf für Volkskunde an der Universität Berlin
  • 1947-1950 oProf für Germanische Philologie an der Technischen Hochschule Dresden
  • 1950-1951 Professor mit Lehrstuhl für Volkskunde an der Philologisch-Historischen Abteilung der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Vereinigungen (Auswahl)

  • Ordentliches Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1938-1945
  • Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1946-1953
  • Ordentliches Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig 1949-1953

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der Gesellschaft zum Studium der Sowjetkultur
  • Mitglied im NSLB
  • Mitglied im Kulturbund 1946-1953
  • Mitglied im FDGB 1947-1953

Publikationen (Auswahl)

  • (Hrsg.), Die deutsche Volkskunde, mehrere Bände, Leipzig/ Berlin.
  • (Hrsg.), Sächsisches Volkstum. Beiträge zur Volkskunde des Freistaates Sachsen und seiner Grenzgebiete, mehrere Bände, Leipzig.
  • Wesen, Wege und Ziele der Volkskunde (= Sächsisches Volkstum, Heft 1), Leipzig 1928.
  • Die Zersetzung und Vererbung in den deutschen Mystikertexten, Diss., Halle 1910.
  • Deutsche Fastnachtsbräuche (=Volksart und Brauch), Jena 1936.
  • Weihnachten in alter und neuer Zeit, Jena 1937.
  • Hessische Volkskunst, Jena 1939.
  • Der Bilderbogen von der geistlichen Hausmagd (=Veröffentlichungen des Instituts für Mitteleuropäische Volksforschung an der Philipps-Universität Marburg, Bd. 6), Göttingen 1970.

Weitere Informationen

  • 1908-20 Leiter des volkskundlichen Archivs beim Bayrischen Landesverein für Heimatschutz; Mitbegründer und Schriftsteller der "Bayrischen Hefte für Volkskunde"
  • 1915-17 Militätausbildung
  • 1936-42 Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für Deutsche Volksforschung
  • 1938 Übereignung des "Atlas der deutschen Volkskunde" iinkl. der Sammlungen des zentralen volkskundlichen Instituts Berlin an das "Ahnenerbe" der SS
  • 1942-45 infolge Denunziationen bei der Gestapo Nervenzusammenbruch und Kreislaufkollaps (Rehabilitation in Radebeul)
  • nach 1945 vom Land Sachsen mit dem Aufbau eines hochschulunabhängigen volkskundlichen Forschungsinstituts mithilfe der Sammlungen des vormaligen "Heimatwerke Sachsen" beauftragt
  • 1947-50 beteiligt an der Angliederung des Instituts für Volkskunde und Volksbrauch an die TH Dresden; 1950 Überführung des Personalrats des Instituts für Volkskunde in die Universität Leipzig
  • erlitt kurz nach seiner Berufung nach Leipzig einen Schlaganfall, daraufhin 1951 Emeritierung auf eigenen Wunsch

Biographische, autobiographische Literatur

  • Jacobeit, Wolfgang/Mohrmann, Ute, Zur Geschichte der volkskundlichen Lehre unter Adolf Spamer an der Berliner Universität 1933-45, in: EAZ 23 (1982), Heft 2, S. 283-298.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA II 1237, 275-276; DBA III 863, 382-390; DBE, Bd. 9, 2. Aufl., 2008, S. 524; UAL PA 178.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Adolf Karl Emil Gustav Spamer
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Spamer_571
Datum: 09.12.2018


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