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Prof. Dr. jur. Emil Strohal

Lebensdaten

Juristenfakultät der Universität Leipzig, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht

Bildquelle: Juristenfakultät der Universität Leipzig, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Rechtsgeschichte und Arztrecht

geb. 31.12.1844 in Birgitz
gest. 06.06.1914 in Leipzig
PND: 117344192

Lebenslauf

Studium

  • Studium: Rechtswissenschaft in Graz und Wien

Qualifikation

  • 1867 Promotion zum Dr. jur. in Rechtswissenschaft an der Universität Graz
  • 1875 Habilitation für Rechtswissenschaft an der Universität Graz
    Titel der Arbeit: Die Eintragungstheorie in ihrer Geltung für das österreichische Recht.

Akademische Karriere

  • 1875-1877 PD für Rechtswissenschaft an der Universität Graz
  • 1877-1881 aoProf für Rechtswissenschaft an der Universität Graz
  • 1881-1892 oProf für Rechtswissenschaft an der Universität Graz
  • 1892-1894 oProf für Rechtswissenschaft an der Universität Göttingen
  • 1894-1914 oProf für Deutsches Bürgerliches und Sächsisches Recht an der Juristenfakultät der Universität Leipzig

Ämter

  • 1898-1899 Dekan der Juristenfakultät der Universität Leipzig
  • 1903-1904 Dekan der Juristenfakultät der Universität Leipzig
  • 1909-1910 Dekan der Juristenfakultät der Universität Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • Zur Lehre vom Eigenthum an Immobilien. Eine Studie aus dem österreichischen Grundbuchsrecht, Graz 1876.
  • Succession in den Besitz nach römischem und heutigem Recht. Civilistische Untersuchung, Graz 1885.
  • Das Deutsche Erbrecht nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch, Berlin 1896.
  • Der Sachbesitz nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch, Jena 1897.
  • Deutsches Erbrecht. 2 Bde., 3. Aufl., Leipzig 1903-04.

Weitere Informationen

  • seit 1873 verheiratet
  • 1905 Ablehnung eines Rufs an die Universität Wien
  • Geheimer Hofrat
  • Kritiker des Entwurfs des deutschen BGB, hatte maßgebenden Anteil an der Endfassung des Gesetzeswerks
  • Strohals wissenschaftliche Arbeit erstreckte sich vor allem auf dem Gebiet der Dogmatik des österreichischen und deutschen Rechts, Ablehung der Begriffsjurisprudenz und der Freiheitsbewegung, Induktion als bevorzugte Methode
  • nach dem Studium Rechtsanwalt in Graz und Klagenfurt
  • während des Studium besonders beeinflusst von Gustav Demelius (Römisches Recht) und Josef Unger (Zivilrecht)

Biographische, autobiographische Literatur

  • Mitteis, Ludwig, Emil Strohal: 1844-1914, Jena 1914.
  • Wesener, Gunter, Emil Strohal (1844-1914). Über die Pandektistik zum neuen bürgerlichen Recht, in: Iurisprudentia universalis, 2002, S. 853-.
  • Wellspacher, Moritz, Emil Strohal. Ein Nachruf, in: Zeitschrift für das Privat- und öffentliche Recht der Gegenwart, Bd. 41 (1914).

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBA II, Fiche 1281, 96-101; Hehl, Ulrich von (Hrsg.), Sachsens Landesuniversität in Monarchie, Republik und Diktatur (BLUWiG, Reihe A, Bd. 3), Leipzig 2005, S. 529f.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Emil Strohal
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Strohal_698
Datum: 16.12.2018


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