Professorenkatalog der Universität Leipzig - Die Professoren-Datenbank für Leipzig
Siegel der Universität Leipzig
Prof. Dr. phil. Theodor Litt Prof. Dr. jur. Erwin Jacobi Prof. Dr. phil. Klara Elisabeth Karg-Gasterstädt Prof. Dr. rer. pol. et phil. Wilhelm Stieda Prof. Dr. Adolf Strümpell
Professorenkatalog der Universität Leipzig | catalogus professorum lipsiensium



Prof. Dr. Adolf von Strümpell

Lebensdaten

Universitätsarchiv Leipzig, N03607

Bildquelle: Universitätsarchiv Leipzig, N03607

geb. 28.06.1853 in Gut Neu-Autz (Kurland)
gest. 10.01.1925 in Leipzig
PND: 11903476X

Lebenslauf

Studium

  • 1870-1875 Studium der Medizin an den Universitäten Dorpat und Leipzig

Qualifikation

  • 1875 Promotion zum Dr. med. an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Die Urämie und deren Einfluss auf die Körpertemperatur beim akuten und chronischen Morbus Brightii.
  • 1878 Habilitation für Innere Medizin an der Universität Leipzig
    Titel der Arbeit: Über ausgedehnte Anästhesien und ihren Einfluss auf die willkürliche Bewegung und das Bewusstsein.

Akademische Karriere

  • 1878-1883 PD für Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1883-1886 außerordentlicher Professor für Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig
  • 1886-1903 ordentlicher Professor für Innere Medizin an der Universität Erlangen
  • 1903-1909 ordentlicher Professor für Innere Medizin an der Universität Breslau
  • 1910-1922 ordentlicher Professor für Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig

Ämter

  • 1914-1915 Dekan der Medizinischen Fakultät
  • 1915-1916 Rektor der Universität Leipzig

Publikationen (Auswahl)

  • Über die traumatischen Neurosen, Berlin 1888.
  • Leitfaden für die Untersuchung und Diagnostik der wichtigsten Nervenkrankheiten zur Einführung und Repetition für Studierende und Ärzte, Leipzig 1924.
  • Lehrbuch der speciellen Pathologie und Therapie der inneren Krankheiten, 2 Bde. Leipzig 1883-1894.

Weitere Informationen

  • 1876-1882 Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik zu Leipzig
  • verheiratet seit 1889 mit Martha, geb. Langerhans, Tochter des Reichsgerichtsrates Wilhelm Langerhans
  • 1893 Nobilitierung aufgrund seiner wissenschaftlichen Verdienste
  • Mitbegründer der Neuropathologie als wissenschaftliches Lehrfach
  • im Mittelpunkt seines Wirkens stand die Physiologie des Nervensystems und der Sinnesorgane
  • nach ihm benannt ist die Strümpell’sche Krankheit (Polioencephalitis acuta infantum), eine Gehirnform der Kinderlähmung

Biographische, autobiographische Literatur

  • Strümpell, Adolf, Aus dem Leben eines deutschen Klinikers, 1925.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBE, Bd. 9, 1998, S. 597; Bedeutende Gelehrte in Leipzig, Bd. 2, S. 107-111; Hehl, Ulrich von (Hrsg.), Sachsens Landesuniversität in Monarchie, Republik und Diktatur (BLUWiG, Reihe A, Bd. 3), Leipzig 2005, S. 531.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Adolf von Strümpell
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: http://www.uni-leipzig.de/unigeschichte/professorenkatalog/leipzig/Struempell_160
Datum: 18.10.2017


Impressum

Komplettes Impressum ansehen. Diese Seite ist Teil des Professorenkatalogs der Universität Leipzig. Bei Fragen und Anregungen, schicken Sie bitte eine E-Mail an: professorenkatalog@uni-leipzig.de.