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PD Dr. Michael G. Esch
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Projekt: Transnationale Migration in, nach und aus Ostmitteleuropa 1918-1989
Projektgruppe: Transnationale Zeitgeschichte Ostmitteleuropas

Projekt: Transnationale Migration in, aus und nach Ostmitteleuropa 1850-1918
Projektgruppe: Ostmitteleuropa transnational

Kurzvita

Geb. 1959 in Mönchengladbach. 1981-1990 Studium der Osteuropäischen, Neueren und Mittelalterlichen Geschichte und der Germanistik mit Studienaufenthalten in Krakau und Warschau. 1996 Promotion in Geschichte an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit der Studie "'Gesunde Verhältnisse'. Deutsche und polnische Bevölkerungspolitik 1939-1950". 2011 Habilitation in Neuerer, Neuester und Osteuropäischer Geschichte mit der Studie „Parallele Gesellschaften und soziale Räume. Osteuropäische Einwanderer in Paris 1880-1940. Seit 1996 freier Historiker und Übersetzer. 2001-2004 und 2011-2013 Wissenschaftler am Centre Marc Bloch. Seit April 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am GWZO in der Projektgruppe "Ostmitteleuropa transnational". Seit Sommer 2014 Privatdozent für Vergleichende Kulturgeschichte Europas an der Universität Leipzig; Lehrtätigkeit ab Winter 2015/16.


Lehraufträge an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (1991-2010), an der Humboldt-Universität Berlin (2003), an der Karlsuniversität Prag (2014). Gastwissenschaftler an der EHESS Paris (2004) und am GWZO (2012/2013).

Arbeitsschwerpunkte

  • Transnationale, kultur- und alltagsgeschichtliche Aspekte von Migration im 19. und 20. Jahrhundert
  • Musik und Revolte 1956-1989: Transnationale Aspekte und Formen
  • Geschichte des Nationalsozialismus

Publikationen

Monographien und Sammelbände

  • Wahrnehmen - Erfahren - Gestalten. Phantomgrenzen und soziale Raumproduktion, Göttingen 2017 (Hrsg., mit Béatrice von Hirschhausen und Susanne Beer).
  • Die Stadt als Spielfeld. Raumbegriffe und Raumpraktiken polnischer Hooligans, Göttingen 2016.
  • Definitionsmacht, Utopie, Vergeltung. „Ethnische Säuberungen“ im östlichen Europa des 20. Jahrhunderts, Berlin 2006 (Hrsg., gemeinsam mit Ulf Brunnbauer und Holm Sundhaussen).
  • Themenheft Migration der Zeithistorischen Forschungen. Studies in Contemporary History, 2. Jg. 2005/3, (Hrsg., gemeinsam mit Patrice Poutrus; auch unter http://www.zeitgeschichte-online.de).
  • Nach der Diktatur. Die Medizinische Akademie Düsseldorf nach 1945, Essen 2004 (Hrsg., gemeinsam mit Karen Bayer, Frank Sparing und Wolfgang Woelk).
  • "Gesunde Verhältnisse". Deutsche und polnische Bevölkerungspolitik in Ostmitteleuropa 1939-1950, Marburg 1998.
  • Die Medizinische Akademie Düsseldorf im Nationalsozialismus, Essen 1997 (Hrsg., gemeinsam mit Kerstin Griese, Frank Sparing und Wolfgang Woelk).
  • Technischer Fortschritt und sozialer Wandel in deutschen Ostprovinzen. Wirkungen der Industrialisierung auf ausgewählte Städte und Kreise, Bonn 1996 (gemeinsam mit Ute Caumanns).
  • Modelle für ein deutsches Europa. Ökonomie und Herrschaft im Großwirtschaftsraum, Berlin 1992 (= Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik 10) (Hrsg., gemeinsam mit Götz Aly, Christoph Dieckmann, Matthias Hamann, H.D. Heilmann, Horst Kahrs, Ahlrich Meyer).
  • Bevölkerungsstruktur und Massenmord. Neue Dokumente zur deutschen Politik der Jahre 1938-1945. Zusammengestellt und kommentiert von Susanne Heim und Götz Aly, Berlin 1991 (= Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik 9) (Hrsg., gemeinsam mit Götz Aly, Christoph Dieckmann, Matthias Hamann, H.D. Heilmann, Susanne Heim, Horst Kahrs, Ahlrich Meyer, Christian Pross).

Aufsätze und Miszellen

seit 2015

  • Lokales Migrationsregime und Eigensinn: Osteuropäische MigrantInnen in Paris 1900-1914, in: Jochen Oltmer (Hrsg.), Migrationsregime vor Ort und lokales Aushandeln von Migration, Wiesbaden 2018, S. 219-250.
  • Wahrnehmen, Erfahren, Gestalten. Phantomgrenzen und soziale Raumproduktion. Einleitung, in: Michael G. Esch/Béatrice von Hirschhausen (Hrsg.), Wahrnehmen - Erfahren - Gestalten. Phantomgrenzen und soziale Raumproduktion, Göttingen 2017, S. 7-41 (mit Béatrice von Hirschhausen).
  • Fundstück: Zentrale Diskurse und lokale Praxis in der Flüchtlingskrise 1906, in: Mitropa 2017, S. 41-43.
  • Swindle, Rude Boys, Highschool: Über drei zeitgenössische Kontextualisierungen von Punk, in: Populäre Musikkulturen im Film. Inter- und transdisziplinäre Perspektiven, Heidelberg 2016, S. 331-351.

2010-2014

  • Transfers, Netzwerke und produktive Missverständnisse: Plastic People, Velvet Underground und das Verhältnis zwischen westlicher und östlicher Dissidenz 1965-1978, in: Beata Hock (Hrsg.), Doing Culture under State-Socialism: Actors, Events, and Interconnections (=comparativ 4/2014), S. 39-57.
  • Graffiti, Topographie, Gewalt: Kommunikationspraktiken von Hooligans in Polen, in: Klaus Weinhauer/Dagmar Ellerbrock (Hrsg.), Stadt, Raum und Gewalt (= Informationen zur modernen Stadtgeschichte 2/2013), S. 65-78.
  • Der Pass der Bela Chagall, in: Mitropa 2012, S. 55f.
  • Vom Charivari über den Tanz zum Marsch: Hymnen der Französischen Revolution, in: Sabine Mecking/Yvonne Wasserloos (Hrsg), Musik – Macht – Staat. Kulturelle, soziale und politische Wandlungsprozesse in der Moderne, Göttingen 2012, S. 57-76.
  • Durchsetzung, Praxis und Deutung der Auszahlungen an ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Polen, 1998 bis 2006, in: Constantin Goschler (Hrsg.), Die Entschädigung von NS-Zwangsarbeit am Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ und ihre Partnerorganisationen. Band 3: Nationale Selbstbilder, Opferdiskurse und Verwaltungshandeln. Das Auszahlungsprogramm in Ostmitteleuropa, S. 77-157.
  • Der historische Ort von „ethnischer Säuberung“ und Völkermord, in: GWU Jahrgang 62, H. 3/4, März/April 2011, S. 133-143.
  • Gewalt und Geschichte. Überlegungen zur Verwendung von Geschichte in der Selbstverortung polnischer Hooligans, in: Inter Finitimos 9/2011, S. 72-102.

2005-2009

  • Zur historischen Verortung von „ethnischer Säuberung“ und Völkermord, in: Mathias Beer/Dietrich Beyrau/Cornelia Rauh (Hrsg.), Deutschsein als Grenzerfahrung. Minderheitenpolitik in Europa zwischen 1914 und 1950, Essen 2009, S. 15-34.
  • Historisch-sozialwissenschaftliche Migrationsforschung als Delegitimationswissenschaft, in: Sigrid Wadauer (Hrsg.), Historische Migrationsforschung (= ÖZG 19. Jg. Heft 1/2008), S. 60-78.
  • Trajectoires sociales d'hommes et de femmes au quotidien: Immigré/e/s de l'Europe de l'Est à Paris, 1895-1940, in: Philippe Rygiel/Natacha Lillo (Hrsg.), Rapports sociaux et immigration. Mondes atlantiques XIXe-XXe siècles, Paris: Publibook 2006, S. 83-98.
  • Der Traum von der hermetischen Grenze, in: Hans Hecker (Hrsg.), Grenzen. Gesellschaftliche Konstitutionen und Transfiguratio-nen, Essen 2006 (=Europäische Schriften der Adalbert-Stiftung Krefeld, Band 1), S. 27-42.
  • Einleitung. Ethnische Säuberungen in Ostmittel- und Südosteuropa im 20. Jahrhundert, in: Ulf Brunnbauer/Michael G. Esch/ Holm Sundhaussen (Hrsg.), Definitionsmacht, Vergeltung, Utopie. „Ethnische Säuberungen“ im östlichen Europa des 20. Jahrhunderts, Berlin 2006, S. 7-20 (mit Ulf Brunnbauer).
  • „Ethnische Säuberungen“ zwischen Deutschland und Polen 1939 bis 1950: Überlegungen zu ihrer Genese und Einordnung, in: Ebenda, S. 96-124.
  • Überbevölkerung und ethnische Bereinigung. Zum Verhältnis von Wissenschaft und Politik im „Komplex Vertreibung“ in Polen, in: Isabel Heinemann/Patrick Wagner (Hrsg.), Wissenschaft – Planung – Vertreibung. Neuordnungskonzepte und Umsiedlungspolitik im 20. Jahrhundert, Stuttgart 2006, S. 119-144.
  • Zeitgeschichte und Migrationsforschung: eine Einführung, in: Zeithistorische Forschungen, 3. Jg. 2005/3, S. 338-344.
  • Osteuropäische Einwanderer in Paris (1900-1940), in: Ebenda, S. 439-448.

2000-2004

  • Integration als Ideologie – am Beispiel muslimischer Einwande¬rer, in: Sozial.Geschichte 2/2004, S. 82-93.
  • Utilité, degré de civilisation, valeur biologique. Le désirable ac¬croissement de la population allemande (1870-1945), in: Philippe Rygiel (éd.), Le bon grain et l’ivraie. L’État-Nation et les populations immigrés fin XIXe – début XXe siècle, Paris: Actes de la recherche à l’ENS 2004, S. 22-45.
  • Migrationssteuerung im totalen Staat: Die Umwandererzentralstelle im besetzten Polen 1939-1944, in: Jochen Oltmer (Hrsg.), Migration steuern und verwalten. Deutschland vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Göttingen 2003, S. 177-206.
  • Raum, Rasse, Siedlung. Der „Generalplan Ost“ im Kontext ethnischer Säuberung, Besatzungspolitik und Wissenschaft (Tagungsbericht), in: Bulletin für Faschismus- und Weltkriegsforschung H. 20 (2003), S. 134-147.
  • Sozialmorphologie und Netzwerkanalyse: Die osteuropäische Einwanderung in Paris 1895-1928 (avec résumé français), in: Mareike König (Hrsg.), Deutsche Handwerker, Arbeiter und Dienstmädchen in Paris. Eine vergessene Migration im 19. Jahrhundert (= Pariser Historische Studien 66), München 2003, S. 93-119.
  • Die Rekrutierung von Arbeitskräften im besetzten Polen 1939-1944/Le recrutement du travail forcé en Pologne occupée 1939-1944, in: B. Garnier/J. Quellien (éd.), La main-d’œuvre française exploitée par le IIIe Reich. Actes du colloque international Caen, 13-15 décembre 2001, Caen 2003, S. 393-410/411-426.
  • Fleckfieber und Fleckfieberbekämpfung im Warschauer Ghetto und die Tätigkeit der deutschen Gesundheitsverwaltung 1941/42 (gemeinsam mit Ute Caumanns), in: Wolfgang Woelk/Jörg Vögele (Hrsg.), Geschichte der Gesundheitspolitik in Deutschland im 20. Jahrhundert – von der Weimarer Republik bis in die Frühge¬schichte der "doppelten Staatsgründung", Berlin 2002, S. 225-262.
  • Von Verbündeten zu Kriegsgefangenen: Der Kriegsaustritt Rußlands und das Schicksal des russischen Kontingents in Frankreich, in: Gerd Krumeich/Silke Fehlemann (Hrsg.), Versailles 1919. Ziele – Wirkung – Wahrnehmung, Essen 2001, S. 211-224.
  • Überlegungen zu einer Sozialgeschichte der osteuropäischen Immigration in Paris 1880-1940, in: Christoph Pallaske (Hrsg.), Migration von Polen nach Deutschland. Geschichte und Gegenwart eines europäischen Migrationssystems, Siegen 2001, S. 95-120.
  • Zwangssterilisierung in der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Grafenberg 1934-1940, in: Frank Sparing/Marie-Luise Heuser (Hrsg.), Erbbiologische Selektion und „Euthanasie“. Psychiatrie in Düsseldorf während des Nationalsozialismus, Essen 2001, S. 59-80.
  • Bevölkerungsverschiebungen und Bevölkerungspolitik 1939-1950, in: Włodzimierz Borodziej/Klaus Ziemer (Hrsg.), Deutsch-polnische Beziehungen 1939 – 1945 – 1949. Eine Einführung, Osnabrück 2000, S. 189-213.

bis 1999

  • Histoire sociale des immigrés de l’Europe de l’Est à Paris de 1880 à 1940. Réflexions sur la constitution des identités, in: Actes de l’histoire de l’immigration 0/2000 (http://barthes.ens.fr/clio)
  • Die Politik der polnischen Vertretungen im Deutschen Reich 1935-1939 und der Novemberpogrom 1938, in: Jahrbuch für Antisemitismusforschung 8 (1999), S. 131-154.
  • Zur Fragwürdigkeit des Konstrukts „Nationalität“ – „Narodowość“. Das Beispiel Schlesien 1939-1948 (z polskim streszczeniem), in: Dzieje Śląska w XXw. w świetle badań młodych historyków z Polski, Czech i Niemiec, pod red. Krzysztofa Ruchniewicza, Wrocław 1998, S. 174-188.
  • Die Medizinische Akademie Düsseldorf. Einleitung (gemeinsam mit Wolfgang Woelk, Frank Sparing und Kerstin Griese), in: Michael G. Esch/Kerstin Griese/Frank Sparing/Wolfgang Woelk, Die Medizinische Akademie Düsseldorf im Nationalsozialismus, Essen 1997, S. 9-27.
  • Die Umsetzung des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“, in: Düsseldorf und die Rolle der Medizinischen Akademie, in: Ebd., S. 199-227.
  • Die Medizinische Akademie Düsseldorf im Krieg (gemeinsam mit Frank Sparing), in: Ebd., S. 295-317.
  • Die „Forschungsstelle für Ostunterkünfte“ in Lublin, in: 1999. Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, 11. Jg. 1996, H. 2, S. 67-96.
  • Kolonisierung und Strukturpolitik. Paradigmen deutscher und polnischer Bevölkerungspolitik 1939-1948, in: Besatzung und Bündnis. Deutsche Herrschaftsstrategien in Ost- und Südosteu¬ropa, Berlin 1995 (= Beiträge zur nationalsozialistischen Gesund¬heits- und Sozialpolitik Bd. 12), S. 139-180.
  • „Ohne Rücksicht auf historisch Gewordenes“. Raumplanung und Raumordnung im besetzten Polen 1939-1944, in: Modelle für ein deutsches Europa. Ökonomie und Herrschaft im Großwirt¬schaftsraum, Berlin 1992 (= Beiträge zur nationalsozialistischen Gesundheits- und Sozialpolitik Bd. 10), S. 77-123.