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Forschungsinfrastruktur

Dirk Suckow

Forschungsinfrastruktur Kunstdenkmäler in Ostmitteleuropa (FoKO)

Finanzierung: Senatsausschuss Wettbewerb (SAW) der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation
Laufzeit: 2014–2017
Leitung: Prof. Dr. Christian Lübke (GWZO), PD Dr. Jiři Fajt (GWZO/Národní galerie v Praze)
Beteiligte Disziplin: Kunstgeschichte

K Suckow Spišský Štvrtok (Donnersmark), Kapelle Mariä Himmelfahrt, 1460er Jahre, Blick ins Gewölbe, Foto: Radovan Boček

Kurzbeschreibung

Das Vorhaben „Forschungsinfrastruktur Kunstdenkmäler in Ostmitteleuropa“ ist ein internationales Verbundprojekt, das den Aufbau einer interaktiven kunsthistorischen Forschungsinfrastruktur zum Ziel hat, mit welcher Methoden, Konzepte und Produkte der digitalen Kunstgeschichte angewendet und erprobt werden sollen. In den Fokus gerückt werden dabei die bislang noch unzureichend gewürdigten spezifischen Leistungen der Kunstproduktion im östlichen Mitteleuropa, einer Region von komplexer historischer Dynamik. Diese umfasst im Kern die heutigen Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn sowie daran angrenzende Staaten und Regionen. Erfasst werden sollen in der ersten Projektphase rund 4.000 besonders forschungsrelevante Kunstdenkmäler. Mit der transnationalen Zusammenführung von Erschließungsdaten, der digitalen Erschließung historischer Bildbestände und der Generierung neuen standardisierten Bildmaterials über Fotokampagnen soll der internationalen Forschung ein Wissensportal zur Verfügung gestellt werden, in dem die vielfältigen Verflechtungen der Kunstentwicklung in Ostmitteleuropa im Zeitraum von 1000 bis 1800 ebenso deutlich werden, wie die konkurrierenden wissensgeschichtlichen Bezugnahmen. Die Forschungsinfrastruktur versteht sich als Basis, um Kunstdenkmäler mit ihren Funktionen sowie künstlerische Gattungen und Phänomene adäquat analysieren und sinnvoll im europäischen Gesamtzusammenhang verstehen zu können. Ermöglicht wird damit der vergleichende Blick etwa auf Aspekte der Stil- und Tradierungsgeschichte, des Kulturtransfers, der Auftraggeberschaft sowie der Netzwerkbildung von Künstlern und Baumeistern. Das Vorhaben ist inhaltlich eng an das am GWZO angesiedelte Publikationsprojekt "Handbuch zur Geschichte der Kunst in Ostmitteleuropa" angelehnt. Der Transfer der Bilder und der Metadaten in die "Europeana" und die "Deutsche Digitale Bibliothek" soll die internationale Sichtbarkeit des Projekts zusätzlich erhöhen.

Projektpartner