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Wissenschaftliche Zielsetzung

Das interdisziplinäre und international ausgerichtete Geisteswissenschaftliche Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) an der Universität Leipzig erforscht in vergleichender Perspektive Geschichte und Kultur des Raumes zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und Adria vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Gegenwärtig sind in mehr als siebzehn Forschungsprojekten des Zentrums zirka 50 wissenschaftliche Mitarbeiter aus dem In- und Ausland tätig. In seiner Projektforschung stützt sich das GWZO auf ein dichtes Netz von Kooperationsbeziehungen mit Forschungseinrichtungen in Ostmitteleuropa, anderen Teilen Europas und Übersee.

Das 1995 auf Empfehlung des Wissenschaftsrates gegründete GWZO, seit 2003 An-Institut der Universität Leipzig und 2006 vom Wissenschaftsrat positiv evaluiert, wird vom Freistaat Sachsen grundfinanziert. Die Projektfinanzierung erfolgte bis 2007 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, desgleichen durch die VolkswagenStiftung, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Deutsche Stiftung Friedensforschung, die Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung und andere. 2008 ist das GWZO in die ergänzende Projektförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufgenommen worden.

Das Zentrum sieht sich im Hinblick auf sein methodisches Vorgehen zur Erforschung Ostmitteleuropas zu Innovation und Interdisziplinarität verpflichtet. Dies wird realisiert:

  • durch die Akzentuierung der Kulturregion östliches Mitteleuropa innerhalb der Osteuropaforschung,
  • durch die Berücksichtigung der Gesamtregion Ostmitteleuropa in ihrer inneren Beziehungsgeschichte und in der zu Europa insgesamt,
  • durch vergleichende systematische Fragestellungen,
  • durch multidisziplinäre Zusammenarbeit,
  • durch institutionelle Kooperation und Forschungsbündelung.

Die Projekte werden von folgenden Untersuchungsperspektiven bestimmt:

  • Kulturtransfer in den inner- und überregionalen Beziehungen Ostmitteleuropas,
  • Bedingtheiten und Potenziale von Modernisierungsprozessen,
  • Nationale Identitätsbildungen.