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Studia Jagellonica Lipsiensia

Hg. im Auftrag des GWZO von Jiří Fajt, Markus Hörsch, Evelin Wetter
in Zusammenarbeit mit Winfried Eberhard, Adam S. Labuda, Hellmut Lorenz, Ernő Marosi, Robert Suckale und František Šmahel

Der Reihentitel "Studia Jagellonica Lipsiensia" der neuen kunst- und kulturgeschichtliche Reihe des GWZO steht für die integrative Kraft der Dynastie der Jagiellonen (14.–16. Jahrhundert), die politische Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Blüte in Mitteleuropa schuf. Nicht nur in der Hofkunst, sondern auch im städtischen Milieu erwirkte sie einen regen internationalen Austausch in kulturellen und künstlerischen Dingen. Das für die jagiellonische Ära typische weitgespannte mitteleuropäische Beziehungsgeflecht ist Programm auch für die thematische Entwicklung der Publikationen.

 

18 StudJag Bd. 18 Das Königsschloss in Krakau und die Residenzarchitektur unter den Jagiellonen in Polen und Litauen (1499-1548)

Autor: Tomasz Torbus
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-7995-8418-0
Preis: 69.00 EUR


Der dem litauischen Großfürstengeschlecht der Gediminiden entstammende Jogaila / Jagiello regierte seit1386 das Königreich Polen, das von nun an mit Litauen eine Union bildete, und nahm mit seinem Übertritt zur römischen Kirche den Namen Wladislaw an. Von nun an war Krakau der Hauptsitz des jagiellonischen Hauses, das 1471 bzw. 1490 die Kronen Böhmens, Ungarns und Kroatiens erlangte und damit von Bautzen bis Smolensk, von der Ostsee bis an die Adria herrschte. Die lange, von nur wenigen Kriegen gekennzeichnete Regierungszeit König Sigismunds I. des Alten (1506–48), der 1518 die Nichte Lodovico „il Moro“ Sforzas, Bona, ehelichte, ist eine der kulturellen Blütezeiten Polens und Litauens. Der König initiierte ein Bauprogramm, das an zentralen Repräsentationsorten der Monarchie architektonische Zeichen setzte, teils in spätgotischem, teils in italianisierendem Gewand. An erster Stelle stand die Residenz auf dem Wawel-Hügel in Krakau, die seit spätestens 1510 einen monumentalen Ausbau erfuhr. Die vorliegende Studie analysiert die einzelnen Abschnitte und Elemente des Schlosses und kommt teils zu neuen Zuschreibungen. Sie erschließt das wichtigste Monument der Dynastie auf dem Gipfel ihrer Macht, die mit den Habsburgern um die Vormachtstellung in Mitteleuropa rang.


17 StudJag Bd. 17 Křivoklát – Pürglitz. Jagd – Wald – Herrscherrepräsentation

Herausgeber: Jirí Fajt, Markus Hörsch, Vladislav Razim
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-7995-8417-3
Preis: 69.00 EUR


Westlich der Hauptstadt Prag erstreckt sich eines der großen Waldgebiete Mitteleuropas, der Pürglitzer Wald (Křivoklátsko), schon im Hochmittelalter Jagdgebiet der böhmischen Herzöge und späteren Könige, heute Biosphärenreservat der UNESCO. Vielfalt und Bedeutung dieser in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft sind kaum zu überschätzen und bedürfen besonderer Pflege. Ihr historisches Zentrum bildet bis heute die namengebende Burg Pürglitz (Křivoklát), trotz mancher Zerstörungen und Brände eine der besterhaltenen Burganlagen Tschechiens. Der vorliegende Band entfaltet in verschiedenen Beiträgen Geschichte, Kultur- und Kunstgeschichte der Burg mit ihren baulichen Anteilen verschiedener Epochen, insbesondere der wohlerhaltenen Kapelle aus der Ära der Jagiellonen-Könige (1471-1526), dann des sie umgebenden Jagdforsts mit seiner Vielzahl von alten Ortschaften und Burgen. Schließlich weitet sich der Blick auf Jagd, Wald und Herrscherrepräsentation auf Beispiele in ganz Europa.


16 StudJag Bd. 16 Architektur und Kunst in der Ära des sächsischen Ministers Heinrich Graf von Brühl (1738-1763)

Herausgeber: Tomasz Torbus (unter Mitarb. v. Markus Hörsch)
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-7995-8416-6
Preis: 49.00 EUR


Es ist erstaunlich, wie wenig bekannt die kulturgeschichtliche Gesamtleistung des mächtigen Ministerpräsidenten der sächsischpolnischen Herrscher, des Grafen Heinrich Brühl, immer noch ist, der von 1746 bis 1763 de facto Sachsen und Polen-Litauen regierte. Dies hat historische Gründe: Aus preußischer Sicht waren die politischen Ziele des wettinischen Sachsen im Machtkampf der Mächte Mitteleuropas mit allen Mitteln zu bekämpfen. Die letztlich erfolgreiche Eroberungspolitik und damit einher gehende Propaganda König Friedrichs II. rückte Brühls Person und sein Wirken dauerhaft in ein negatives Licht. Aber auch auf polnischer Seite geriet die sächsische Ära gemeinsamer Geschichte in Verruf. Die negative Bewertung Brühls übertrug sich auf sein glanzvolles Wirken als Kunstmäzen. Die hier präsentierten Forschungsergebnisse von Historikern, Kunsthistorikern und Musikwissenschaftlern belegen jedoch: Brühl besaß eine Sammlung Meissener Porzellan, die der königlichen nicht nachstand, eine Gemäldesammlung, die nach seinem Tod in die St. Petersburger Eremitage überging; mit seinen Schlössern an Mulde, Elbe und Weichsel, als Stadtgründer und Stadt-Erneuerer und nicht zuletzt mit seiner exquisiten Musikkapelle war der Graf einer der bedeutendsten Mäzene Europas im Ancien Régime. Im Zentrum stehen der politische Aktionsradius seines Wirkens und die Beziehungen zwischen den künstlerischen Traditionen Polen-Litauens und Sachsens. Neue Zugänge zur Person, zum Werk und zur Epoche des Grafen Brühl sollen zu einem Paradigmenwechsel in seiner Beurteilung führen.


15 StudJag Bd. 15 Niederländische Kunstexporte nach Nord- und Ostmitteleuropa vom 14. bis 16. Jahrhundert. Forschungen zu ihren Anfängen, zur Rolle höfischer Auftraggeber, der Künstler und ihrer Werkstattbetriebe

Herausgeber: Jirí Fajt, Markus Hörsch
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-7995-8415-9
Preis: 49.00 EUR


Die südlichen Niederlande mit ihren dicht beieinander liegenden städtischen Zentren wie Brügge, Gent, Brüssel, Mecheln, Antwerpen usf. waren, in engem kulturellen und ökonomischen Verbund mit Paris, im 14.–-16. Jahrhundert die wichtigste Innovationsregion nördlich der Alpen. Eine zahlreiche, wohlhabende Bürgerschaft und höfische Kreise wetteiferten bei zahllosen Kunstaufträgen miteinander. Berühmt ist heute besonders die so genannte altniederländische Malerei, doch auch die Skulptur spielte eine bedeutende Rolle. Werke beider Gattungen, insbesondere Schnitzaltäre erster Qualität, wurden nach ganz Europa exportiert. Und mehr oder weniger direkt wirkte der neuartige Realismus niederländischer Kunst (heute häufig als »nordische Renaissance« bezeichnet) auf die gesamte damalige Kunstwelt. Der vorliegende Band diskutiert in Überblicksuntersuchungen wie an Einzelbeispielen die Bedeutung niederländischer Kunst für Nord- und das östliche Mitteleuropa. Der Skulptur gilt dabei besonderes Augenmerk, und es zeigt sich, dass noch Vieles zu entdecken oder neu zu bewerten ist.


14 StudJag Bd. 14 Türkenkriege und Adelskultur in Ostmitteleuropa vom 16.-18. Jahrhundert

HerausgeberInnen: Robert Born, Sabine Jagodzinski
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-799-58414-2
Preis: 55.00 EUR


Die Geschichte der Türkenkriege in Ostmitteleuropa reicht von der Schlacht von Mohács 1526 bis zum Friedensschluss in Passarowitz 1718. Zeitlich und regional unterschiedlich intensiv prägt sie den dynamischen Charakter dieses ethnisch wie konfessionell stark durchmischten Grenzraums zwischen dem Osmanischen und dem Habsburger-Reich. Das jeweilige Erleben hat sich den einzelnen Ländern Ostmitteleuropas der Frühen Neuzeit in sehr verschiedener Weise eingeprägt. Geradezu zwangsläufig treten hier Formen kulturellen Transfers auf. Die vorliegende Publikation verfolgt deshalb das Ziel, neben der Konfliktgeschichte die überkonfessionellen und transkulturellen Verflechtungen sowie die Spezifika der heterogenen Gruppen des ostmittel- und südosteuropäischen Adels als bestimmende soziale und kulturelle Größe in den Blick zu nehmen. Der Tagungsband versammelt Beiträge von Wissenschaftlern aus der ostmittel- und südosteuropäischen Geschichte, der Osmanistik sowie der Kunst-, Kultur- und Literaturwissenschaft.


13 StudJag Bd. 13 Die Türkenkriege im Spiegel der polnisch-litauischen Adelskultur Kommemoration und Repräsentation bei den Zółkiewski, Sobieski und Radziwiłł

Autorin Sabine Jagodzinski
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke-Verlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-7995-8413-5
Preis: 49.00 EUR


Die osmanische Expansion prägte den polnisch-litauischen Adel der frühen Neuzeit nachhaltig. Dies zeigt sich in vielfältigen Zeugnissen der künstlerischen, zeremoniellen und materiellen Kultur wie etwa Schlachtengemälden, Trophäenstiftungen, Gesandtschaften oder dem Gebrauch nahöstlicher Waffen und Textilien. Die Autorin untersucht diese sowie ihre räumlichen und narrativen Bezüge exemplarisch an drei verwandten Geschlechtern und einer ihrer Grenzresidenzen. Sie fragt nach Formen und Strategien, in denen sich die ambivalenten Beziehungen zum Osmanischen Reich in den adligen Erinnerungskulturen niederschlugen, und danach, welche Verschiebungen in Funktion und Bedeutung sie vom ausgehenden 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erfuhren. Mit der Anwendung erinnerungstheoretischer Konzepte auf einen polnischen Gegenstand dieses Zeitraums gelingt es ihr, Forschungsperspektiven zu erweitern. Die Einbindung unterschiedlicher Quellen in eine übergeordnete Fragestellung macht zudem für die historische Region zentrale identitätsbildenden Transformationsprozesse sichtbar.


12 StudJag Bd. 12 Theatrum Humanum. Illustrierte Flugblätter und Druckgrafik des 17. Jahrhunderts als Spiegel der Zeit. Beispiele aus dem Bestand der Sammlung Valvasors des Zagreber Erzbistums

Autor: Milan Pelc
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-7995-8412-8
Preis: EUR 46.00


Der krainische Freiherr und Polyhistor Johann Weichard Valvasor (1641–93) besaß eine der bedeutendsten Privatbibliotheken seiner Zeit im Raum der Donaumonarchie. Zu seiner Bibliothek legte er auch eine umfassende »Ikonothek«, d. h. eine grafische Sammlung, an. Beide wurden im Jahr 1690 an den Zagreber Bischof Aleksandar Mikuli verkauft und der Bibliothek des Zagreber Erzbistums (Bibliotheca Metropolitana) einverleibt, wo die Bestände sich noch heute befinden. Diese Studie bearbeitet Druckgrafik des 17. Jahrhunderts, vorwiegend illustrierte Flugblätter, die aus dem deutschen Sprachraum stammen. Zum ersten Mal eröffnet diese Arbeit einen Einblick in dieses kulturhistorisch höchst interessante Material und macht es einem breiteren Publikum zugänglich. Die hier vorgestellten Flugblätter mit weltlicher Thematik bieten dem heutigen Betrachter einen repräsentativen Querschnitt bildpublizistischer Interessen des Barockzeitalters. Als »Spiegel der Zeit« sind besonders die Themen des Zivilisierungsprozesses mit moralischer Satire und gesellschaftlicher Allegorese vertreten, die hohen anthropologischen und mentalitätsgeschichtlichen Wert besitzen.


11 StudJag Bd. 11 Bild und Konfession im östlichen Mitteleuropa.

Herausgeberinnen: Maria Deiters, Evelin Wetter
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2013
ISBN: 978-3-7995-8411-1
Preis: EUR 64.00


Konfessionelle Identitäten, wie sie das 16. und 17. Jahrhundert ausgebildet haben, prägen die europäischen Regionen bis heute. Als fundamentaler Vorgang der europäischen Geschichte war deshalb die Herausbildung der Konfessionen Gegenstand historiografischer Debatten der letzten Jahrzehnte.
Vorliegender Band ist ein kunsthistorischer Beitrag zu dieser Diskussion. Ausgangspunkt der Betrachtungen ist die These, dass Bilder diese Prozesse nicht nur widerspiegeln, sondern auch mitgestaltet haben. In kaum einer anderen Zeit stand die Frage des religiösen Bildes so im Fokus der Konflikte, war z. B. dessen Anwesenheit oder Abwesenheit im Kirchenraum für die konfessionelle Zugehörigkeit von größerer Bedeutung, wurde die Funktion des Bildlichen für die Vorgänge des Glaubens intensiver befragt.
Die im Band versammelten Fallstudien erschließen teils wenig bekannte Werke aus Breslau, Großpolen, Pommern und Nürnberg.


10_StudJag Bd. 10 Eine Jagiellonin als Reichsfürstin in Franken. Zu den Stiftungen des Markgrafen Friedrich d. Ä. von Brandenburg-Ansbach und der Sophie von Polen

Autor: Agnieszka Gąsior
Ort, Verlag:Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2011 [2012]
ISBN: 978-3-7995-8409-8
Preis: 49.00 EUR


Die Versippung der Hohenzollern mit dem polnischen Königshaus der Jagiellonen war ein wichtiger Schritt für die Herrschaftskonsolidierung des deutschen Fürstenhauses. Beim fränkischen Familienzweig fand diese Allianz ihren künstlerischen Ausdruck in Stiftungen, die Friedrich der Ältere und seine Frau Sophie von Polen tätigten.
Das vorliegende Buch analysiert diese Werke der Skulptur, Tafel- und Glasmalerei und fragt nach den historischen Hintergründen ihrer Entstehung. Die Studie beleuchtet die kulturellen Wechselwirkungen zwischen dem Königreich Polen- Litauen und dem Heiligen Römischen Reich an der Wende zur Neuzeit.


09_StudJag Bd. 9 Local Workshops – Foreign Connections. Late Medieval Altarpieces from Transylvania

Autor: Emese Sarkadi Nagy
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2011 [2012]
ISBN: 978-3-7995-8410-4
Preis: 49.00 EUR


Flügelaltäre sind komplexe Spiegel des geistigen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens eines Landes. Der umfangreiche Band bietet eingehende kunstgeschichtliche und historische Analysen verschiedener Gruppen von Flügelretabeln Siebenbürgens, vor allem der von Sachsen bewohnten Landstriche. Ein vollständiger Katalog der erhaltenen siebenbürgischen Flügelaltäre und zahlreiche Farbabbildungen dokumentieren dieses wichtige Kapitel der europäischen Kunstgeschichte und machen das Buch zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk.


08_StudJag Bd. 8 Objekt, Überlieferung und Narrativ. Spätmittelalterliche Goldschmiedekunst im historischen Königreich Ungarn

Autor: Evelin Wetter
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-7995-8408-1
Preis: 54.00 EUR


Goldschmiedewerke nahmen im Mittelalter und in der Frühneuzeit stets einen herausragenden Platz ein. Als kostbare Fassungen von Reliquien, als Hostienmonstranzen und Messgeräte waren sie Teil von Kirchenschätzen, als aufwändig gestaltete Pokale dienten sie einer profanen Repräsentationskultur. Im historischen Ungarn, also einschließlich Siebenbürgens im heutigen Rumänien und der Slowakei, sind sie in ganz unterschiedlichen konfessionellen und ethnischen Zusammenhängen zu finden. Die Autorin untersucht die Überlieferung und Rezeption der Kunstwerke von deren Entstehung bis in das frühe 20. Jahrhundert. Unter Einbeziehung der Hauptwerke wie auch der weniger bekannten Objekte gelingt nicht nur eine erste Gesamtdarstellung dieses bedeutenden Bestandes, sondern insbesondere – mit Blick auf die daran geknüpften nationalen und konfessionellen Deutungsmuster – auch eine exemplarische Analyse zentraler Punkte ostmitteleuropäischer Kunstgeschichtsschreibung.


07_StudJag Bd. 7 Vom schönen Stil zu einem neuen Realismus

Autorin: Gisela Kohrmann
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-7995-8407-4
Preis: 59.00 EUR


Immer wieder ist festzustellen, dass die überaus reiche spätmittelalterliche Kunst Frankens abseits eines Albrecht Dürer, Veit Stoß oder Tilman Riemenschneider nicht angemessen erschlossen ist. Dies gilt insbesondere für die Zeit des Schönen Stils unter der Herrschaft des Hauses Luxemburg in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Die vorliegende Studie beruht auf langjährigen Feldforschungen und erschließt weitgehend neues Material, das unser Bild von der hochrangigen Kunst der fränkischen Bistümer Bamberg, Würzburg und Eichstätt, aber auch von ihren engen Beziehungen zu der Handels- und Gewerbemetropole Nürnberg bedeutend bereichert. Greifbar werden vor allem die Abkehr von den schönheitlichen, idealisierenden Schöpfungen des Jahrhundertbeginns und die Hinwendung zu einem neuen Realismus der Figurenauffassung.


06_StudJag Bd. 6 Hofkultur der Jagiellonendynastie und verwandter Fürstenhäuser (The Culture of the Jagellonian and Related Courts) 

Herausgeber: Urszula Borkowska und Markus Hörsch
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2010
ISBN: 978-3-7995-8406-7
Preis: 64.00 EUR


Die von 1386 bis 1572 währende Herrschaft der ursprünglich aus Litauen stammenden Jagiellonen-Dynastie einte das Königreich Polen und führte es zu einer kulturellen und wirtschaftlichen Blüte, dem noch heute so bezeichneten "Goldenen Zeitalter". Zudem gelang es den Jagiellonen, auch die Herrschaft über Böhmen und seit 1490 über Ungarn zu erlangen. Diese Erfolgsgeschichte ist – obwohl sie eine bedeutende Epoche in einem großen Teil des heutigen vereinten Europa bildet – immer noch viel zu wenig bekannt. Im vorliegenden Band zeichnen international renommierte Autorinnen und Autoren ein facettenreiches Bild der höfischen Kultur der Jagiellonenzeit, von Kunst und Frömmigkeit, von den internationalen Beziehungen und der Heiratspolitik, generell vom Spannungsbogen zwischen öffentlicher Repräsentation und Privatsphäre.


StudJag05 Bd. 5 Wahrheit und Mythos - Bernt Notke und die Stockholmer St.-Georgs-Gruppe. Studien zu einem Hauptwerk niederländischer Bildschnitzerei

Autor: Peter Tångeberg
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2009
ISBN: 978-3-7995-8404-0
Preis:
52.00 EUR

Die monumentale Gruppe des hl. Georg, der den Drachen bekämpft, in der Stockholmer Nikolaikirche gehört zu den berühmtesten Werken spätgotischer Skulptur. Einzigartig ist die Mischung aus höfischer Stilisierung und naturalistischpräziser Beobachtung bis hin zur Verwendung natürlicher Materialien. Die deutsche Kunstgeschichte hat das Werk für den Lübecker Kunstkreis vereinnahmt und dem dort tätigen Meister Bernd Notke zugeschrieben. Obwohl die Quellen berichten, der Georg sei von einem Antwerpener Meister gefertigt, der dafür nach Stockholm kam, wurde die Zuschreibung nie hinterfragt. Der Restaurator und Kunsthistoriker Peter Tångeberg, geb. 1942, einer der besten Kenner nord- und westeuropäischer Skulptur des Mittelalters, unternimmt eine grundlegend neue Einordnung des Stockholmer Georgs in die Kunst des ausgehenden Mittelalters. Aufgrund motivischer, technischer und stilistischer Beobachtungen erweist sich die Figurengruppe als Hauptwerk eines niederländischen Künstlers, wie es so in den Benelux-Ländern aufgrund des hohen Zerstörungsgrades mittelalterlicher Kunst, aber auch in den benachbarten Ländern nirgends erhalten ist.


StudJag04 Bd. 4 Repräsentation einer Bettelordenskirche. Die Spätmittelalterlichen Bildtafeln der Dominikaner in Krakau

Autor:  Agnieszka Madej-Anderson
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2007
ISBN: 978-3-7995-8404-3
Preis:
59.00 EUR

Im Zentrum des Buches stehen die Bildprogramme in der spätmittelalterlichen Ausstattung der Krakauer Dominikanerkirche zur Hl. Trinität. Anhand von vier Fallstudien wird die Rolle der Bilder für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung des Konvents innerhalb des sozialen Beziehungsgefüges der Stadt untersucht.
Das breite Spektrum der Konzepte und Funktionen des Bildes in einer Mendikantenkirche wird hier wohl zum ersten Mal in der bis jetzt stark italienorientierten Forschung am ostmitteleuropäischen Material aufgezeigt,womit ein wichtiger Anstoß zum europäischen Vergleich vorliegt.

Inhaltsverzeichnis: http://www.thorbecke.de/pdf/8404.pdf


StudJag03 Bd. 3 Die Kunst im Markgrafentum Oberlausitz während der Jagiellonenherrschaft

Herausgeber:  
Tomasz Torbus
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2006
ISBN: 3-7995-8403-X
Preis:
64.00 EUR


Der vorliegende Band vereint internationale Untersuchungen sowohl zur spätgotischen Architektur und Skulptur, als auch zur Görlitzer Frührenaissance. Im Zentrum steht der wechselseitige Einfluss der Kunst in Sachsen, Böhmen und Schlesien. Die Görlitzer Renaissance-Architektur steht in der Tradition der Riedschen Prager Architektur, in der über Ungarn die italienischen Formen bereits im letzten Jahrzehnt des 15. Jh. Eingang fanden. Gerade durch die Vermittlung der östlich liegenden Kernländer der Jagiellonen kam die südöstliche Region des heutigen Deutschlands in Berührung mit den modernen Kunsttendenzen der Renaissance, was für die Zeit eine Revision des immer noch gängigen Bildes eines kulturellen Ost-West-Gefälles bedeutet.


StudJag02 Bd. 2 Die Länder der böhmischen Krone und ihre Nachbarn zur Zeit der Jagiellonenkönige (1471 - 1526). Kunst, Kultur, Geschichte

Herausgeber:  
Evelin Wetter
Ort, Verlag: Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2005
ISBN: 3-7995-8402-1
Preis: 74.00 EUR


Der Band präsentiert die Ergebnisse einer internationalen Konferenz in Kuttenberg/Kutná Hora 2000. Einzeluntersuchungen zu kulturgeschichtlichen Entwicklungen in Böhmen sowie zahlreiche Beiträge zu den vielfältigen Kontakten und dem künstlerischen Austausch zwischen den verschiedenen Regionen (Böhmen und Mähren, historisches Ungarn, Österreich, Polen, Schlesien, Oberlausitz, Sachsen, Franken etc.) zeichnen ein breites Panorama der kulturellen Blüte Ostmitteleuropas um 1500. Neben historiographiegeschichtlichen Beiträgen stehen Aspekte der höfischen Repräsentation, des städtischen Selbstverständnisses, der Geistlichkeit und der Ordenskultur sowie der für die Epoche charakteristischen internationalen Verflechtungen im Mittelpunkt.


StudJag01 Bd. 1 Künstlerische Wechselwirkungen in Mitteleuropa

Herausgeber:  
Jiří Fajt und Markus Hörsch
Ort, Verlag:
Ostfildern, Thorbecke Verlag
Jahr: 2006
ISBN: 3-7995-8401-3
Preis: 74.00 EUR


Der Band vereint exemplarische Studien zum künstlerischen Austausch zwischen den Zentren vor allem des östlichen Mitteleuropa vom 13.-16. Jahrhundert. Anhand verschiedenster Gattungen - von der Grabskulptur über Malerei und Goldschmiedekunst bis zur Illustration von Rechtshandschriften - werden Wechselwirkungen zwischen einzelnen Metropolen und Regionen untersucht, zugleich aber auch unter einzelnen gesellschaftlichen Gruppierungen wie den Herrscherhöfen, den Adelsherrschaften und dem reichen Handelsbürgertum.