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Eigene Ausstellungen des GWZO

 

 

16 Karl IV Flyer Seite 01 Kaiser Karl IV. 1316–2016 | Bayerisch-tschechische Landesausstellung  anlässlich des 700. Geburtstages des Kaisers 2016/2017

Leitender Kurator: PD Dr. Jiří Fajt (Nationalgalerie Prag / GWZO)
Koordination: Dr. Wolfgang Jahn (HdBG Augsburg), Dr. Susanne Jaeger (GWZO)
Kokuratoren der Aussstelung in Nürnberg: Dr. Wolfgang Jahn (HdBG Augsburg), Dr. René Küpper (HdBG Ausgburg), Dr. Susanne Jaeger (GWZO)

Ausstellungszeiten und -orte:

  • Prag, Nationalgalerie Prag, Wallenstein-Reitschule, 14. Mai–25. September 2016
  •  Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum 20. Oktober 2016–5. März 2017
| Kuratorin Dr. Susanne Jaeger führt durch die Ausstellung in Prag | hören ...
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Der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik nehmen den 700. Geburtstag Kaiser Karls IV. zum Anlass für eine gemeinsame Landesausstellung. Karl IV. gehört zu den bedeutendsten und facettenreichsten Herrschern der böhmischen und deutschen Geschichte. Die Ausstellung präsentiert Aspekte seiner Lebens- und Regierungszeit im Spiegel des wechselvollen 14. Jahrhunderts. Sie bietet eine kritische Würdigung seiner Herrscherpersönlichkeit, seines Herrschaftskonzepts, seiner Bedeutung für die Residenzstädte Prag und Nürnberg sowie seiner künstlerischen Repräsentation. Einen thematischen Schwerpunkt bildet die Rezeption Karls IV. auf böhmischer und deutscher Seite, die bis heute jeweils sehr unterschiedliche Sichtweisen zeigt.
Etwa 170 Exponate der Tafel- und Buchmalerei, Skulpturen, Goldschmiedearbeiten, Textilien, Kunstgewerbe, Handschriften und Urkunden, Waffen, Münzen und Kunstgewerbe aber auch Objekte aus Archäologie und Klimaforschung, Filmsequenzen und Hörstationen präsentieren einen neuen und spannenden Blick auf den Herrscher und sein Jahrhundert. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern und der Tschechischen Republik.


AJAG_Jaeger Europa Jagellonica. Kunst und Kultur Mitteleuropas unter der Herrschaft der Jagiellonen 1386–1572

Konzept und Koordination: GWZO
Leitender Kurator: PD Dr. Jiří Fajt (GWZO)
Koordination: Dr. Susanne Jaeger (GWZO)

Ausstellungszeiten und -orte:

  • 19.5.–30.9.2012 | GASK – Galerie Středočeského kraje | Mittelböhmische Galerie Kuttenberg
  • 10.11.2012–27.1.2013 | Zamek Królewski w Warszawie | Königliches Schloss Warschau / Museum Narodowe w Warzawie | Nationalmuseum Warschau
  • 1.3.–16.6.2013 | Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte Potsdam


Die Herrschaftsgebiete der litauisch-polnischen Dynastie der Jagiellonen umfassten zurzeit ihrer größten Ausdehnung zwischen 1454 und 1572 neben Litauen und Polen, Teilen des heutigen Weißrusslands und der Ukraine besonders Böhmen und Ungarn mit ihren zugehörigen Ländern. Die Erforschung dieser europäischen Dimension erfordert eine wissenschaftliche Herangehensweise jenseits nationaler Grenzen. Die kluge Heiratspolitik der Jagiellonen führte europaweit zu verwandtschaftlichen Beziehungen u. a. zu den Herrscherhäusern des Heiligen Römischen Reiches insb. Österreichs und Bayerns, Frankens, Sachsens und Brandenburgs. Damals wurde die jagiellonische Epoche zu einer Zeit höchster künstlerischer und kultureller Blüte und intensiven Austausches. Die Grundlage für beide Projekte bildet das interdisziplinäre und internationale Forschungsprojekt "Die Bedeutung der Jagiellonen in der Kunst und Kultur Mitteleuropas 1454–1572", das 2000–2005 vom GWZO mit Förderung der DFG durchgeführt wurde. An diesem arbeiteten mehr als 60 Fachwissenschaftler aus ganz Europa und den USA zusammen. Durch Ausstellung und Publikation werden die aktuellen Forschungsergebnisse dieses Projekts einer breiten Öffentlichkeit präsentiert


Ausstellung_Pannonien Pannoniens spätantikes Erbe. 125 Jahre archäologische Forschung in Keszthely-Fenékpuszta

Aussteller: GWZO in Zusammenarbeit mit dem Balatoni Múzeum Keszthely
Wissenschaftliche Leitung: Dr. Orsolya Heinrich-Tamáska (GWZO)

Ausstellungszeiten und -orte:

  • 16.7.–10.10.2010 | Universitätsmuseum Heidelberg
  • 15.3.–30.5.2011 | Lendava (Slowenien)


Das Universitätsmuseum Heidelberg und das Museum von Lendava präsentierten eine Auswahl der Funde der in Balatoni Museum gezeigten Ausstellung „Keszthely-Fenékpuszta im Spiegel der Jahrtausende“. Die dargestellte Auswahl der Fundstücke konzentrierte sich auf den Zeitraum ab der Erbauung der römischen Festung im 4. nachchristlichen Jahrhundert bis zur karolingischen Eroberung der Region am Ende des 8. Jahrhunderts.


Ausstellung_Keszthely_Fenek Keszthely-Fenékpuszta im Spiegel der Jahrtausende

Aussteller: GWZO in Zusammenarbeit mit dem Balatoni Múzeum Keszthely und dem Laczkó Dezsö Múzeum Veszprém

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Orsolya Heinrich-Tamáska (GWZO)
Ausstellungszeit und -ort:

  • 3.10.2009–31.5.2010 | Balaton-Museum Keszthely

 


Die 15 ha große Befestigung von Keszthely-Fenékpuszta am Westrand des Balatons zählt zu den wichtigsten Fundorten der römischen Provinz Pannonien von der Spätantike bis weit in das Frühmittelalter hinein. Aber bereits seit dem Neolithikum lassen sich hier die Spuren menschlicher Besiedlung archäologisch nachgeweisen. Der Schwerpunkt der Ausstellung bildete jedoch die Zeit ab dem 4. bis zum 9. Jh. n. Chr, wobei sowohl die infrastrukturellen und wirtschaftlichen Grundlagen der römischen Siedlung am größten Binnensee Mitteleuropas thematisiert werden, als auch die Frage nach den erhaltenen Bauresten und der Ausstattung der reichen Bestattungen. Die Gräber aus der Spätantike und Völkerwanderungszeit zeugen von einer hier lebenden Bevölkerung mit spätantik-christlichen Traditionen, die den kriegerischen Stürmen der Zeit widerstand und enge Kontakte zur mediterranen Welt unterhielt. Archäologische Funde, Gesichtsrekonstruktionen und Gebäudemodelle, sowie Bild- und Filmmaterial boten den Besuchenden Einblicke in eine durch römischen, germanischen und steppennomadischen Einflüsse geprägte Epoche, die das östliche Mitteleuropa nachhaltig prägte.


Ausstellung_Wilna Barocke Sakralarchitektur in Wilna. Verfall und Erneuerung. Fotografien von Kęstutis Stoškus

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Andrea Langer (GWZO)
Aussteller: GWZO in Kooperation mit dem Herder-Institut Marburg

Ausstellungszeiten und -orte:

  • 1.3.–31.7.2008 | Wojciech-Kętrzyński-Museum, Kętrzyn (Polen
  • 1.11.–31.12.2008 | Missionars- und Völkerkundemuseum der Verbiten, Pieniężno (Polen)
  • 5.–31.1.2009 | Stadtbibliothek Braunsberg (Polen)
  • 5.2.–31.3.2009 | Museum der Volkskultur Angerburg (Polen)
  • 1.–30.9.2009 | Wissenschaftliches Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien
  • 4.11.2009–14.3.2010 | Bonifatiushaus. Haus der Weiterbildung der Diözese Fulda


Wilnas barocke Sakralarchitektur ist ein einzigartiges Phänomen in der Kunst- und Architekturgeschichte Ostmitteleuropas: Sie bildet in besonderer Weise den multiethnischen und multikonfessionellen Charakter (städte)baulich ab. Mit der im Vergleich zu anderen Ländern Ostmitteleuropas frühen Rezeption des westeuropäischen (vorwiegend italienischen) Barock sowie der Ausbildung einer eigenen Wilnaer Architekturschule bietet sich eines der anschaulichsten Beispiele frühneuzeitlichen Kulturtransfers. Der Wilnaer Kęstutis Stoškus, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografen Litauens, zeigt in seinen Bildern zwei Aspekte: Verfall und Erneuerung der Sakralbauten. In seinen Fotos wird die sakrale Aura der Monumente religiösen Lebens evoziert; gleichzeitig handelt es sich um eine Dokumentation des Umgangs mit dem kulturellen Erbe in einem Land, das eine wechselvolle Geschichte von der Union mit Polen über die Auflösung im zarischen Rußland, die Selbständigkeit in der Zwischenkriegszeit, die litauische SSR bis zur Unabhängigkeitserklärung 1992 durchlebt hat. Für die Rückbesinnung der heutigen Republik Litauen auf das gemeinsame europäische Erbe sind Geistesgeschichte und Kultur von zentraler Bedeutung und die Dokumentation sowie Pflege der Baudenkmäler sichtbarer Ausdruck.