Anke Charton

Curriculum

Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Leipzig, der Università di Bologna und der University of California Berkeley. Seit 2007 kontinuierliche Lehrtätigkeit am Institut für Theaterwissenschaft Leipzig; u. a. zu Musiktheater des 16.-21. Jahrhunderts, Gesangsästhetik, Geschlechterforschung, Früher Neuzeit und Renaissance. 2011 Promotion mit summa cum laude im interdisziplinären Bereich Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft und Geschlechterforschung mit der Arbeit prima donna, primo uomo, musico. Körper und Stimme: Geschlechterbilder in der Oper. Von 1999-2007 Stipendiatin des Evangelischen Studienwerks Villigst; 2011
Druckkostenzuschuss der Mariann Steegmann Foundation für musikwissenschaftliche Genderforschung.
Seit 2013 Arbeit am Habilitationsprojekt zum Theater des Siglo de Oro.

Lehrbeauftragte an der Musikhochschule Detmold und an der Universität Leipzig, von 2014 bis 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (Projekt: Musik und Gender im Internet).
Seit Sommersemester 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien.

Forschungsschwerpunkte

Musiktheater
Gesangsgeschichte
Geschlechterforschung
Iberische und hispanische Theatergeschichte
Theaterhistoriographie der Frühen Neuzeit und des Barock

Publikationen

2017 ›Bululú und Buhonero. Reisende Akteure und (un)sichtbares Wissen im iberischen Raum der Frühen Neuzeit. In: Flick, Ronja; Koch, Maria; Rekatzky, Ingo (Hg.): Erinnern – Erzählen – Erkennen. Vom Wissen kultureller Praktiken. Aufsätze. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag [= Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung, Bd. 6], S. 275-290.
2015 Pezzi Chiusi. Geschichten. Konstellationen. Reflexe. Festschrift für Gerda Baumbach zum 65. Geburtstag. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag. Hg. zusammen mit Corinna Kirschstein
2015 »Tzintzar eta tzintzarots, tut eta tutot«: Schellen und Tuten. Einige Überlegungen zum baskischen Theater.« In: Kirschstein, Corinna; Charton, Anke (Hg.): Pezzi Chiusi. Geschichten. Konstellationen. Reflexe. Festschrift für Gerda Baumbach zum 65. Geburtstag. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, S. 133-166.
2013 »in quest’ultimo istante riconoscimi«: Der lange Abschied der Kastraten im Spiegel des primo-uomo-Repertoires um 1800. In: Pfeiffer, Roland (Hg): Die italienische Oper im Interregnum (1790-1820). Kassel: Bärenreiter [= Analecta musicologica, 50]. (im Druck).
2013 Caccini, Francesca. In: Borchard, Beatrix (Hg.): Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen. Hamburg: Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
2013 Baroni, Leonora. In: Borchard, Beatrix (Hg.): Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen. Hamburg: Hochschule für Musik und Theater Hamburg. (in Vorb.).
2012 prima donna, primo uomo, musico. Körper und Stimme: Geschlechterbilder in der Oper. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag [= Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung, Bd. 4.].
2012 »Was dem Manne die Bruststimme, das ist dem Weibe das Falset.« Zur Erfindung des Stimmgeschlechts. In: Freiburger Zeitschrift für GeschlechterStudien, 18. Jg, Nr. 1 [= Themenheft ›Geschlecht und Musik‹], S. 39-52.
2012 »As an actor he had no equal on any stage in Europe.« Anmerkungen zum Schauspielen in der Oper im 18. und frühen 19. Jahrhundert. In: Kirschstein, Corinna; Hauck, Sebastian (Hg): Akteure – Comödianten – Schauspieler. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag [= Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung, Bd. 5], S. 333-357.
2012 »Ah! nonson’io che parlo…«.Entäußerung als Subjektstrategie in der operaseria des 18. Jahrhunderts. In: Kreuder, Friedemann u. a. (Hg.): Theater und Subjektkonstitution. Tagungsband zum X. Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft. Bielefeld: transcript, S. 407-415.
2011 Tesi, Vittoria. In: Borchard, Beatrix (Hg.): Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen. Hamburg: Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
2011 Archilei, Vittoria. In: Borchard, Beatrix (Hg.): Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen. Hamburg: Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
2010 Der Heilige, seine Sängerin, ihr Zanni und sein Tanz. Über die Verwandtschaft von Commedia all’improvviso und Oper. In: Baumbach, Gerda (Hg.): Auf dem Weg nach Pomperlörel – Kritik »des« Theaters. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag [= Leipziger Beiträge zur Theatergeschichtsforschung, Bd. 2], S. 231-253.
2006 »Ich wollt’, ich wär’ ein Mädchen!« Genderverkehrung in der Oper zwischen Strukturfigur und Travestie. In: Haider-Pregler, Hilde u. a. (Hg.): Komik. Ästhetik – Theorien – Strategien. Wien: Böhlau[= Maske und Kothurn; Jg. 51/Nr. 4], S. 392-400.

Vorträge

10/2015 »Bululú und Buhonero: faranduleros miserables? Reisende Akteure und (un)sichtbare Strukturen von Fest im Iberischen Raum«.
Vortrag im Themenschwerpunkt Praktiken: Figuren, Masken und Akteure auf der interdisziplinären Tagung »Visible – Invisible: ›Gespensterfelder‹ oder Vom Wissen kultureller Praktiken« des Instituts für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig in Kooperation mit der Bibliotheca Albertina und dem Westflügel Leipzig
01/2014 »Nur Todgeweihten taugt mein Anblick – Nibelungenmythos, Wagners Ring und die Folgen«
Konzeption und Organisation eines Symposions für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Kooperation mit der Oper Leipzig
12/2013 »Wunschmädchen and hehrste Helden: Vocal Gender, Sexual Politics and the Embodiment of the Heroic in Wagner’s Ring« Vortrag auf der Konferenz »WagnerWorldWide: Reflections« am fimt Thurnau/Bayreuth (in Vorb.)
02/2012 »Was dem Manne die Bruststimme, das ist dem Weibe das Falset – Zur Erfindung des Stimmgeschlechts«
Vortrag im Panel ›Stimme‹ auf dem Symposium zur Veranstaltungsreihe »Musik und Geschlecht« des Freiburger Zentrums für Anthropologie und Gender Studies (ZAG)
11/2010 »Mourons, obéissons… – Zur Philosophie des (weiblichen) Opfers im 18. Jahrhundert«
Vortrag auf dem Symposium der Oper Leipzig »L’infedeltà fedele: Werktreue, Werkbegriff und theatrale Praxis nicht nur bei Gluck«, in Kooperation mit dem Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig
10/2010 »Ah! Non son’io che parlo… – Entäußerung als Subjektstrategie in der opera seria des 18. Jahrhunderts«
Vortrag auf der Tagung »Theater & Subjektkonstitution«, X. Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft am Institut für Theaterwissenschaft, Universität Mainz
04/2010 »Stimmt so? – Vorstellungen von Gesang, Körper und Geschlecht auf der Opernbühne vom Frühbarock bis in die Gegenwart«
Vortrag bei der Philosophischen Gesellschaft Bremen
05/2009 »È un piccolo ricordo d’una zia lontana – Auf der Suche nach Wahlverwandtschaften von commedia und Oper«
Vortrag auf der Tagung »Schauspielkunst seit der Frühen Neuzeit: Die Commedia dell’Arte und ihre europäische Verwandtschaft« am Institut für Theaterwissenschaft, Universität Bern
03/2008 »No che lassù ne Chori almi e beati non entrano Castrati. Auf Messers Schneide: Die Kastratensänger des Barock im Netz stimmlicher, sozialer und symbolischer Zuweisungen«
Vortrag bei den 46. Büdinger Gesprächen, Büdingen
10/2004 »Ich wollt’, ich wär’ ein Mädchen! Genderverkehrung in der Oper zwischen Strukturfigur und Travestie«
Vortrag auf dem VII. Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft am Institut für Theaterwissenschaft in Wien

Lehrveranstaltungen

WS 2013/14 »¿El nuevo arte de hacer comedias? – Strukturen von Theater im spanischen Siglo de Oro«
»Nur Todgeweihten taugt mein Anblick – Nibelungen-Mythos, Wagners Ring und die Folgen 2.0«
SS 2013 »One Ring To Rule Them All. Nibelungen-Mythos, Wagners Ring und die Folgen«
WS 2012/13 »Va, pensiero, sull’ali dorate? – Annäherung an aktuelle Musiktheater-Praxis«
SS 2012 »It ain’t over till the Fat Lady sings 2.1 – Auseinandersetzung mit aktueller Musiktheaterpraxis«
WS 2011/12 »Oh, show us the way to the next whiskey bar – Aktuelle Musiktheaterpraxis im Diskurs«
SS 2011 »Paro ‘na peccerella naturale – Geschlechterforschung für Theaterhistoriographie: eine Einführung«
»It ain’t over till the Fat Lady sings 2.0 – Auseinandersetzung mit aktueller Musiktheaterpraxis«
WS 2010/11 »estrema squisitezza – die Modellierung des Sängers (und der Sängerin) im 17. und 18. Jahrhundert«
»Werktreue und Werkbegriff. Theorie-Praxis-Transfer zu aktueller Musiktheaterpraxis«
SS 2010 »Zu Florenz geboren? – Der Mythos von Geburt und Erfindung der Oper«
»Treulich geführt…? – Auseinandersetzung mit aktueller Musiktheaterpraxis vor dem Hintergrund der Werktreuedebatte«
WS 2009/10 »Erzählen und Erinnern: Orlando Furioso zwischen Mythologie und Historie«
»Wann geht der nächste Schwan? – Auseinandersetzung mit aktueller Musiktheaterpraxis«
SS 2009 »Di donne e cavalier’, d’arme e d’amori – Eine Einführung in die Geschlechtertheorie am Beispiel der (italienischen) Renaissance«
»It ain’t over till the Fat Lady sings – Aktuelle Musiktheaterpraxis im Diskurs«
WS 2008/09 »Glück, das mir verblieb – Oper im Theatergefüge des 20. Jahrhunderts«
SS 2008 »Oper im Theatergefüge des 19. Jahrhunderts«
WS 2007/08  »Künstliche Natur – natürliche Kunst. Oper im Theatergefüge des 18. Jahrhunderts«
SS 2007  »Oper im Theatergefüge des 17. Jahrhunderts«