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Qualifizierungsprogramm

Das Ziel der strukturierten Doktorandenausbildung im Integrierten Graduiertenkolleg „Matrixengineering“ ist es, den Promovend/innen den Workflow von Biomaterialdesign und -entwicklung, die Testung und potentielle Einsatzgebiete der entwickelten Materialien näherzubringen. In mehreren Modulen und Kursen können die Doktorand/innen die verschiedenen Methoden und Verfahren kennenlernen, die im Transregio 67 angewandt werden.


Curriculum

Das Ausbildungsprogramm gliedert sich in die vier Bereiche „Biomaterial Science“, „Mat-Med Bench“, „Mat-Med School“ und „Skilling“. 


Biomaterial Science

Hier liegt der Schwerpunkt der Doktorand/innenausbildung. Wichtigster Bestandteil dieses Moduls ist die Projektbearbeitung.

Die Doktorand/innen und Projektleiter/innen berichten in den regelmäßig stattfindenden Transregio-Workshops über ihre Ergebnisse. Durch die Transregio-Workshops, die monatlich stattfindenden Transregio-Kolloquien und Gastwissenschaftlervorträge wird die wissenschaftlich-inhaltliche Weiterbildung gewährleistet. Es ist angestrebt, dass jede/r Studierende spätestens im letzten Drittel der Promotion ihre/seine Ergebnisse auf einem internationalen Kongress in Form eines Posters oder Vortrags präsentiert. Daneben ist es das Ziel, dass die Doktorand/innen zum Abschluss ihrer Promotion bei mindestens einer Publikation Erstautor/in sind.

Jedes Jahr gibt es eine Summer/Autumn School, die die Doktorand/innen selbst organisieren. Neben der Vorstellung und Diskussion ihrer Projektarbeiten können Gastreferent/innen eingeladen werden. Die Summer/Autumn School dient darüber hinaus der Mitgliederversammlung der Studierenden und gibt zudem die Möglichkeit, Trainings aus dem Modul „Skilling“ anzubieten.


Mat-Med Bench

Jede/r Doktorand/in soll während der Ausbildung zweimal für je zwei Wochen in einer anderen Arbeitsgruppe des Transregio hospitieren. Diese Lab Rotation hat sich als exzellente Weiterbildungsmaßnahme erwiesen und unterstützt die Vernetzung der Arbeitsgruppen innerhalb des Sonderforschungsbereiches.

Während der zwei Wochen werden die Gastdoktorand/innen durch die jeweiligen Projektdoktorand/innen betreut.

Dieses Ausbildungsmodul dient der Wissensvermittlung (u. a. dem Erlernen neuer Techniken) und durch den Kontakt zu anderen Wissenschaftler/innen dem Identifizieren möglicher wissenschaftlicher Kooperationsfelder.


Mat-Med School

Das Modul „Mat-Med School“ fasst sechs Transregio-spezifische methodische Ausbildungskurse zusammen, die für beide Standorte einmal im Jahr als Blockseminar angeboten und von den am Transregio beteiligten Projektleiter/innen und Wissenschaftler/innen durchgeführt werden. Im Modul ist der Workflow vom Design und der Herstellung der Biomaterialien bis hin zum Einsatz am Patienten abgebildet.

Der Kurs „Synthesis Club“ beschäftigt sich mit sowohl mit Routinemethoden als auch mit modernsten Synthesemethoden, vor allem aus dem Bereich der biodegradierbaren Polymere für Scaffoldanwendungen und der Kohlenhydratherstellung und -funktionalisierung. Dabei werden konkrete Beispiele aus dem Transregio 67 diskutiert und Erfahrungen weitergegeben.

Der Kurs „BioAnalysis“ macht die Doktorand/innen mit den Grundzügen und -techniken der Einzelmolekül- und Strukturanalytik vertraut. Dieses Spezialwissen, das nur wenigen Doktorand/innen aus dem Grundstudium bekannt ist, umfasst Technologien und Methoden der Massenspektrometrie, Fluoreszenzkorrelationsspektroskopie, der NMR/Festkörper-NMR und molekulares Modelling.

Im Kurs „Biomaterials Design“ wird theoretisches und praktisches Wissen zur Umsetzung komplexer biomedizinischer Anforderungsprofile in hybriden Materialien, zu deren chemischen, physikochemischen und materialwissenschaftlichen Eigenschaften und Stabilität vermittelt.

Im Kurs „Cell Methods“ werden spezielle Techniken der zellulären Funktionsanalyse vermittelt, die im Transregio 67 verankert sind. Dazu gehören Kenntnisse über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Zellkultursysteme, deren Einsatzmöglichkeiten und Limitierungen.

Der Kurs „Materials in Medicine“ unterrichtet die Doktorand/innen über den medizinischen Hintergrund der projektrelevanten Fragestellungen. Dazu gehören relevante Krankheitsbilder, aktuelle Therapieformen, Schwierigkeiten und neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Implantate, Knochen- und Hautersatzmaterialien.

Der Kurs "Translational Aspects of Biomaterials" ist die Vermittlung von Grundlagenwissen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Herstellungspraxis sowie der Durchführung klinischer Studien. Ebenfalls werden in diesem Modul Aspekte des Qualitätsmanagements sowie des Verwertungsprozesses (Intellectual Property Rights) vermittelt.


Skilling

In diesem Modul werden die grundlegenden wissenschaftlichen Fertigkeiten vermittelt. Dabei sollen drei wesentliche Themenfelder abgedeckt werden:

„Poster, Paper and Promotion“
Hier gibt es Seminare zum Schreiben von Publikationen, der Präsentation von wissenschaftlichen Ergebnissen (z. B. Poster Design).

„Communication skills“
In diesen Bereich gehörten Schulungen zum Halten von Vorträgen und Lehrveranstaltungen, aber auch Seminare zur „Laborleiterpersönlichkeit“ und zum Zeitmanagement.

„Me in Science“
Dieser Bereich umfasst Themen wie Berufspolitik, Einführung in nationale und internationale Grantsysteme, Good Laboratory Practice, Jobs im Ausland, Jobs in der Wirtschaft, Frau und Karriere.


Praktika

Es ist ausdrücklich erwünscht, dass die Doktorand/innen projektrelevante Kooperationsaufenthalte in Firmen absolvieren.


Betreuung

Um eine kontinuierliche Betreuung und damit zügige Fertigstellung der Dissertation zu gewährleisten, hat jeder Doktorand zwei Projektleiter/innen des Transregio 67 als Tutor/innen. Eine/r der beiden Projektleiter/innen kommt aus einem anderen Projekt des Sonderforschungsbereiches. Die Aufgaben der beiden Betreuer/innen sind:

  • die Rekrutierung des/der Doktorand/in
  • die Strukturierung des Projekt- und Ausbildungsplans
  • die jährliche Evaluation über den Fortgang des Projektes und der Qualifizierungsmaßnahmen in einem jährlichen Personalgespräch
  • die Vorbereitung auf die Promotionsverteidigung.

Download PDF: Personal Record, Progress Report 


Promotion

Die Doktorand/innen erhalten ihren Doktorgrad von der Universität Leipzig bzw. Technischen Universität Dresden.

Beteiligt sind an dem Graduiertenkolleg folgende Fakultäten:

  • Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Leipzig
  • Fakultät für Chemie und Mineralogie, Leipzig
  • Medizinische Fakultät Leipzig
  • Fakultät für Maschinenwesen, Dresden
  • Fachbereich für Mathematik und Naturwissenschaften, Dresden
  • Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Dresden.

Alle Doktorand/innen müssen sich in der Promotionsliste ihrer Fakultät einschreiben.

Promotionsordnungen der Fakultäten

Fakultät für Biowissenschaften, Pharmazie und Psychologie, Leipzig

Fakultät für Chemie und Mineralogie, Leipzig

Medizinische Fakultät, Leipzig

Technische Universität Dresden

Fakultät für Maschinenwesen, TU Dresden

Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften, TU Dresden

Medizinische Fakultät "Carl Gustav Carus", TU Dresden


Kinderbetreuung

Für die Mitglieder des Graduiertenkollegs besteht die Möglichkeit, an beiden Standorten ihre Kinder während der Veranstaltungen betreuen zu lassen.

 


Kontakt

Anett Albrecht


Institut für Biochemie
Universität Leipzig
Brüderstraße 34
04103 Leipzig

Telefon: +49 (0)341 97-36902
Telfax:   +49 (0)341 97 36909
E-Mail: albrecht@uni-leipzig.de