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Prof. Dr. theol. et phil. Paul Johannes Oskar Tillich

Lebensdaten

Universitätsarchiv der Technischen Universität Dresden

Bildquelle: Universitätsarchiv der Technischen Universität Dresden

geb. 20.08.1886 in Starzeddel
gest. 22.10.1965 in Chicago
Konfession: evangelisch
PND: 118622692

Lebenslauf

Studium

  • 1904-1909 Studium: Theologie und Philosophie in Berlin, Halle und Tübingen

Qualifikation

  • 1912 Promotion zum Dr. phil. in Religionswissenschaften an der Universität Halle-Wittenberg
  • 1912 Promotion zum Lic. theol. in Theologie an der Universität Halle-Wittenberg
    Titel der Arbeit: Mystik und Schuldbewußtsein in Schellings philosophischer Entwicklung
  • 1916 Habilitation für Theologie an der Universität Halle-Wittenberg
    Titel der Arbeit: Der Begriff des Übernatürlichen, sein dialektischer Charakter und das Prinzip der Identität, dargestellt an der supranatualistischen Theologie von Schleiermacher

Akademische Karriere

  • 1919-1924 PD für Theologie an der Universität Berlin
  • 1924-1925 außerordentlicher Professor für Theologie an der Universität Marburg
  • 1925-1929 ordentlicher Professor an der Technischen Hochschule Dresden
  • 1927-1929 oHonProf für Religionsphilosophie und Kulturphilosophie an der Philolosophischen Fakultät I der Universität Leipzig
  • 1929-1933 ordentlicher Professor für Philosophie und Soziologie an der Universität Frankfurt am Main
  • 1955-1962 Professor an der Universität Harvard

Weitere Mitgliedschaften (Auswahl)

  • Mitglied der SPD seit 1929

Publikationen (Auswahl)

  • Religionsphilosophie der Kultur, Berlin 1925.
  • Die sozialistische Entscheidung, Potsdam 1933.
  • Systematic Theology, 3 Bde., Chicago 1951-1963.
  • The Courage to Be, London u. a. 1952.

Weitere Informationen

  • Februar- Oktober 1909 Pfarrverweser in Lichtenrade
  • 1912 ordiniert und seit August Hilfsprediger der Erlösergemeinde Moabit
  • 1914-1918 Feldprediger an der Westfront
  • 1919 Umhabilitation in Berlin
  • Bemühte sich in den 1920er Jahren um die theoretische Aufarbeitung des Problems "religiöser Sozialismus"
  • ab 1929/30 Mitherausgeber der "Neuen Blätter für den Sozialismus"
  • 1933 als einer der ersten nicht-jüdischen Hochschullehrer von der Lehrtätigkeit suspendiert, im Dezember 1933 entlassen
  • 1944 Vorsitzender des Council for a Democratic Germany
  • 1962 Friedenspreis des dt. Buchhandels
  • Wurde einer der einflussreichsten Theologen Nordamerikas
  • engagierte sich in verschiedenen sozialistischen Reformbewegungen der Weimarer Republik
  • während des Nationalsozialismus Exil in den USA

Biographische, autobiographische Literatur

  • Schüßler, Werner/Sturm, Erdmann, Paul Tillich. Leben - Werk - Wirkung, Darmstadt 2007.
  • Albrecht, Renate (Hrsg.), Paul Tillich, sein Werk, Düsseldorf 1986.
  • Neugebauer, Georg, Tillichs frühe Christologie. Eine Untersuchung zu Offenbarung und Geschichte bei Tillich vor dem Hintergrund seiner Schellingrezeption, Diss., Berlin-New York 2007.
  • Hein, M., Junghans, H. (Hrsg.), Die Professoren und Dozenten der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig von 1409 bis 2009, Leipzig 2009, S. 275.

Referenzen zu anderen Projekten

Referenzen und Quellen

DBE, Bd. 10, 1999, S. 43 f.; Kuerschner 1928/29, Sp. 2459 f.; DBA II 1309, 268-280.

Links

Empfohlene Zitierweise:
Art:Paul Johannes Oskar Tillich
in: Professorenkatalog der Universität Leipzig / Catalogus Professorum Lipsiensium,
Herausgegeben vom Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Historisches Seminar der Universität Leipzig.
Link: https://research.uni-leipzig.de/catalogus-professorum-lipsiensium/leipzig/Tillich_356
Datum: 29.11.2021

Der Professorenkatalog Leipzig entstand im Zeitraum 2006-2009 unter Leitung von Prof. Dr von Hehl. Die hier verfügbaren Daten (ohne Abbildungen) stehen unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0. Die Bildlizenzen sind separat innerhalb der Datensätze der einzelnen Personen ausgezeichnet. Die Inhalte dieses Katalogs sind seit 2011 unverändert. Bei Fragen und Anregungen, schicken Sie bitte eine E-Mail an: thomas.riechert@htwk-leipzig.de