Bl_Handbuch_Kunst.png

Handbuchprojekt (Stabstelle seit 2014)

Dr. Wilfried Franzen

Handbuch zur Geschichte der Kunst in Ostmitteleuropa

Finanzierung: BMBF
Laufzeit: 2008–2013/2014-2019
Leitung: Prof. Dr. Christian Lübke (GWZO), PD Dr. Jiři Fajt (GWZO/Národní galerie v Praze)

HB Kunst Franzen 2 Umschlag des ersten Bandes "Von der Frühzeit zu den Anfängen der Romanik", Bildmotiv: Löwenschale aus Nagyszentmiklós / Sânnicolau Mare, Wien, Kunsthistorisches Museum (Inv. Nr. VII b 10)

Kurzbeschreibung

Das Editionsprojekt sieht eine umfassende Darstellung der Geschichte der Kunst im östlichen Mitteleuropa vom spätantiken Erbe bis zur Gegenwart vor. Erstmals wird in einem solchen Projekt das gemeinsame kulturelle Erbe der Völker der Region vom Baltikum bis zur Adria vorgestellt und in europäischer Perspektive diskutiert. Im Fokus stehen die Funktion der Kunstwerke und ihre historische Bedingtheiten, ihre lokale Verwurzelungen ebenso wie die interregionalen Verflechtungen. Die Buchreihe ist dabei nicht allein für das Fachpublikum konzipiert, sondern soll vor allem auch dazu dienen, den aktuellen Forschungsstand nach außen zu tragen und einer breiteren Öffentlichkeit zu vermitteln.
Der Konzeption der gesamten Reihe liegen gemeinsame methodische Leitlinien zugrunde; insbesondere orientiert sie sich am dynamischen Begriff des Kulturtransfers, der die kulturhistorischen Prozesse zwischen den einzelnen gesellschaftlichen und ethnischen Gruppen des ostmitteleuropäischen Raums am besten beschreiben kann. Die Achsen des Kulturtransfers, das heißt insbesondere die sich stets wandelnden politisch-kulturellen Beziehungen der Metropolen und Zentren, bilden das Grundgerüst für die Umrisse des Darstellungsgebiets, das die Länder Ostmitteleuropas in ihren historischen Erstreckungen und Zusammenhängen umfasst – d.h. neben den neuen EU-Mitgliedsstaaten Polen, Litauen, Lettland, der Tschechischen und der Slowakischen Republik, Ungarn, Kroatien, Slowenien und Rumänien werden auch die benachbarten Regionen in Weißrussland, der Ukraine und Serbien sowie Teile Deutschlands und Österreichs berücksichtigt.

Die Reihe besteht aus insgesamt neun Bänden. Die Veröffentlichung des ersten Bandes erfolgte im Oktober 2017.

  • Bd. 1: Vom spätantiken Erbe zu den Anfängen der Romanik (400–1000)
  • Bd. 2: Von der Romanik zur Hochgotik (1000–1300)
  • Bd. 3: Von der Hoch- zur Spätgotik (1300–1470)
  • Bd. 4: Von der Spätgotik zur Renaissance ( 1470–1570)
  • Bd. 5: Von der Renaissance zum Barock ( 1570–1670)
  • Bd. 6: Vom Barock zum Frühklassizismus (1670–1770)
  • Bd. 7: Vom Frühklassizismus zum Historismus (1770–1870)
  • Bd. 8: Vom Historismus zur Moderne (1870–1945)
  • Bd. 9: Vom Sozialistischen Realismus zur Kunst der Gegenwart (1945–2010)

 Projektbegleitende Publikationen

  • Franzen, Wilfried: Handbuch zur Geschichte der Kunst in Ostmitteleuropa. Ankündigung eines Publikationsprojektes des Geisteswissenschaftlichen Zentrums
    Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO). In: Lumír Poláček / Jana Maříková-Kubková (Hrsg.), Frühmittelalterliche Kirchen als archäologische und historische Quelle. Internationale Tagungen in Mikulčice VIII, Brno 2010.
  • Christian Lübke/Matthias Hardt (Hg.): 400-1000. Vom spätantiken Erbe zu den Anfängen der Romanik (Handbuch zur Geschichte der Kunst in Ostmitteleuropa 1). Berlin 2017.

Gastwissenschaftler