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Projektgruppe

Herrschaft, Kommunikation, Landschaft: Wandlungsprozesse und integrative Strukturbildungen in den Einzugsgebieten ostmitteleuropäischen Flüsse und Seen

Projekt 1: Kontinuität und Migration in und um Keszthely-Fenékpuszta von der Spätantike bis zum 9. Jh.

Projekt 2: Siedlung und Wirtschaft entlang der Elbe zwischen Leitmeritz und Pirna. Untersuchungen zu frühstädtischer Entwicklung, Handel und Landesausbau im Böhmisch-Meißnischen Übergangsgebiet

Projekt 1: Kontinuität und Migration in und um Keszthely-Fenékpuszta von der Spätantike bis zum 9. Jh.

Finanzierung: DFG und Ungarische Akademie der Wissenschaften
Leitung: Prof. Dr. Christian Lübke (GWZO. Leizpig), Dr. Csanád Bálint (Archäologisches Inst. der Ung. Akad. der Wiss., Budapest)
Projektkoordination: Dr. Matthias Hardt (GWZO. Leizpig), Dr. Tivadar Vida (Archäologisches Inst. der Ung. Akad. der Wiss., Budapest)
Laufzeit: 2006–2009
Beteiligte Disziplinen: Archäologie, Frühgeschichte, Historische Geographie, Paläoökologie, Humananthropologie, Archäozoologie, Archäobotanik

Kurzbeschreibung

Im Rahmen eines von der DFG und der Ungarischen Akademie der Wissenschaften finanzierten Kooperationsprojektes zwischen dem GWZO und dem Archäologischen Institut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften stand der am südwestlichen Ende des Balaton gelegene Ort Keszthely-Fenékpuszta im Mittelpunkt der interdisziplinären Forschung. Die ehemalige römische Festung auf dem Gebiet der Provinz Pannonia Prima bot für die Arbeiten ein umfangreiches, von der Römerzeit bis ins 9. Jahrhundert reichendes archäologisches Quellenmaterial. Ziel der Untersuchungen war, die Funktion spätantiker Befestigungen hinter dem Limes (Innenbefestigungen) zu klären und Fragen des Weiterlebens einer lokalen spätantiken Bevölkerung nach dem Abzug der römischen Administration im 5. Jahrhundert, der Zuwanderungsprozesse sowie das Wirkens und der Ausbreitung christlicher Gemeinschaften in Pannonien zu beantworten. Für die Analyse wurden über die Archäologie hinaus Geschichte, Humananthropologie, historische Siedlungsgeographie, Paläoökologie und Archäometrie herangezogen. Einerseits erfolgte die siedlungsarchäologische, historische und paläoökologische Rekonstruktion der Landschaft um das Kastell, andererseits wurden Lebensbedingungen und kulturelle sowie soziale Beziehungen der verschiedenen Bevölkerungen untersucht. Auf diese Weise wurde ein Bild der Entwicklung von Keszthely-Fenékpuszta rekonstruiert, das ermöglicht, dem kulturellen und gentilen Transformationsprozess in Pannonien von der Spätantike bis zum 9. Jahrhundert ein Stück näher zu kommen.

Mitarbeiter des Projektes

Dr. Orsolya Heinrich-Tamaska, Dipl.-Geogr. Sylvia Hipp, Jens Henker M.A.
Kontinuität und Migration in und um Keszthely-Fenékpuszta von der Spätantike bis zum 9. Jh.

Aktivitäten des Projektes

Publikationen des Projektes

Monographien/Sammelbände Aufsätze

Gastwissenschaftler

2009 2008 2007

Kooperationen


Projekt 2: Siedlung und Wirtschaft entlang der Elbe zwischen Leitmeritz und Pirna. Untersuchungen zu frühstädtischer Entwicklung , Handel und Landesausbau im Böhmisch-Meißnischen Übergangsgebiet

Finanzierung: DFG
Projektleitung: Prof. Dr. Christian Lübke (GWZO) und Dr. Matthias Hardt (GWZO)
Laufzeit: 2006–2009
Beteiligte Disziplinen: Geschichtswissenschaft, Archäologie, Namenkunde

Kurzbeschreibung

Die Elbtalregion im sächsisch-böhmischen Grenzraum zwischen Leitmeritz/Litoměřice und Pirna war und ist eine alte, in hohem Maße auf den Flusslauf ausgerichtete Siedlungslandschaft.
Die Elbe war einerseits als Lebensader eine bedeutende wirtschaftliche Grundlage der Region; zum anderen aber durch Hochwasserfluten (wie zuletzt erst im Jahre 2002) und Uferabrüche eine elementare Bedrohung. Die Untersuchung der früh- und hochmittelalterlichen Besiedlung dieses Gebietes in ihren wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekten hat nicht nur regionale Bedeutung. Da es in der Vergangenheit eine Kommunikationsachse ersten Ranges war, ergeben sich aus seiner Erforschung vielgestaltige siedlungs- und kulturgeschichtliche sowie methodische Implikationen für die umliegenden Landschaften in Tschechien und Deutschland.

Mitarbeiter des Projektes

Martina Kotkova M.A., Nadine Sohr M.A., Dr. Christian Zschieschang
Siedlung und Wirtschaft entlang der Elbe zwischen Leitmeritz und Pirna. Untersuchungen zu frühstädtischer Entwicklung, Handel und Landesausbau im Böhmisch-Meißnischen Übergangsgebiet

Aktivitäten des Projektes

Publikationen des Projektes

Gastwissenschaftler

2007 2006

Kooperationen